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Iceberg-Order

Große Aktion mit kleinen Schritten

Üblicherweise erteilt man an der Börse oder via Internet, Hausbank oder anderer Möglichkeiten einen Auftrag zum Kaufen oder Verkaufen von Aktien, Fondsanteilen oder anderen Finanzprodukten, die dann auch gleich verarbeitet werden. Wer mag, kann optional auch einen Termin bekanntgeben, sodass es zu einer verzögerten Aktion kommt und die Limits wie bei der Stop Loss Order ist dann auch noch eine Variante für den Börsenhandel.

Es gibt aber auch Aufträge, die nur in kleinen Dosen abgearbeitet werden und das sind Aufträge von Großanlegern oder Institutionen. Deren Handeln führt zu einem weniger bekannten Begriff, nämlich der Iceberg-Order.

Was ist eine Iceberg-Order an der Börse?

Börse Order Iceberg-OrderWenn man sich einen Eisberg rein optisch vorstellt, dann hat man es mit einem ziemlich großen Berg zu tun, bei dem nur die Spitze aus dem Wasser ragt. Und genau dieses Bild wird an der Börse bei der Iceberg-Order bemüht. Es handelt sich dabei um einen sehr großen Auftrag für den Kauf oder Verkauf von Aktien oder anderen Anteilen, wobei aber nicht das gesamte Ausmaß erkennbar ist. Stattdessen sieht man nur die Spitze (englisch Peak) und so kommt man bei Betrachtung der Auftragsliste an der Börse auch nur zur Peak-Size, also zu jener Größe, die aktuell ansteht.

Denn bei der Iceberg-Order sieht man nur ein kleines Stück des Auftrags. Wenn zum Beispiel Aktien verkauft werden sollen, wird nur die Menge an Aktien genannt, die aktuell verkauft wird. Ist dies erledigt, kommt das nächste Stück dran. Wie viele Aktien insgesamt verkauft werden, sieht man aber nicht in einer Gesamtübersicht. Damit vermeidet man, dass es große Reaktionen anderer Anlegerinnen und Anleger gibt, die sich ausrechnen können, dass der Kurs aufgrund solch großer Aufträge stark geändert werden könnte. Gerade bei Übernahme erheblicher Anteile eines an der Börse notierten Unternehmens kann die Auswirkung erheblich sein.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Wenn zum Beispiel eine Eröffnungsauktion stattfindet, weil ein Unternehmen neu an der Börse durchstarten möchte, wird das gesamte Volumen des Auftrags sehr wohl in den Auftragslisten - im Orderbuch - angezeigt und man kann erkennen, wer sich für das neu notierte Unternehmen interessiert oder auch: ob sich überhaupt jemand dafür interessiert. So kann man schnell ablesen, wie der Einstiegskurs sich verändern wird, wobei das natürlich keine Garantie ist, dass es so weitergeht.

Nicht selten haben nach einem ersten starken Handelstag die Folgetage einen deutliche Korrektur des Kurses nach unten gebracht.

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