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Girokonto Abschöpfungsauftrag

Geld vom Konto übertragen

Ein Grundproblem mit dem Girokonto ist, dass es für Guthaben so gut wie keine Zinsen gibt. Hat man einen negativen Kontostand, dann verdient die Bank an den Sollzinsen und Überziehungszinsen gut mit, aber im umgekehrten Fall spielt sich nicht viel ab. Die Eckzinssätze früherer Jahre, wonach man 2 % oder mehr für sein Guthaben am Girokonto erhielt, sind definitiv vorbei.

Abschöpfungsauftrag und Girokonto

Daher gibt es eine Dienstleistung der Banken, die gerne in Anspruch genommen wird, nämlich den Abschöpfungsauftrag. Dabei wird zu einem bestimmten Zeitpunkt bis zu einer bestimmten Höhe alles Geld, das darüber hinaus auf dem Konto liegt transferiert, zum Beispiel auf ein Sparbuch. Das Ziel ist es, für das Geld zumindest ein wenig Zinsen zu beziehen und es nicht auf dem Girokonto "verstauben" zu lassen, denn eine Vermehrung wird hier nicht stattfinden.

Weiß man, dass man das Geld gleich wieder braucht, dann macht der Abschöpfungsauftrag keinen Sinn, aber wenn es regelmäßig zu der Situation kommt, dass man einige Euros zuviel am Konto hat, ist die Überlegung, ob der Abschöpfungsauftrag Sinn macht, durchaus angebracht, um an Zinserträge zu kommen.

Das hängt natürlich auch davon ab, welches Ziel man mit dem Geld verfolgt. Wenn man einen größeren Betrag am Konto hat, kann man diesen auch mit einem bestimmten Ziel verbinden, zum Beispiel für ein paar Jahre gewinnbringend anlegen, um dann ein Auto zu kaufen oder sich eine Wohnung anzuschaffen oder endlich die Weltreise anzutreten. Meist ist es aber so, dass nur kleinere Beträge übrigbleiben und hier könnte der Transfer auf ein Sparbuch Sinn machen und das kann mit dem Abschöpfungsauftrag durchgeführt werden.

Ob dabei 30 oder 3.000 Euro vom Konto abgebucht und auf das Sparbuch eingezahlt werden, ist unwesentlich, denn es gibt keine Betragsgrenzen. Die einzige Grenze ist jene, bis zu welchem Betrag der Überschuss gilt. Zum Beispiel kann man einstellen, dass alles über 500 Euro berücksichtigt wird. Das hat den Vorteil, dass man sicher weiß, dass diese 500 Euro immer für dringende Zahlungen zur Verfügung stehen.

Abschöpfungsauftrag in neuer Form mit Investmentfonds

Weil aber die Zinsen immer niedriger wurden hat sich eine andere Form des Ansparens entwickelt, wobei je nach Bank und Angebot unterschiedliche Möglichkeiten bestehen. Die Idee ist dabei, dass das überschüssige Geld in einen Investmentfonds eingezahlt wird und zwar losgelöst von den aktuellen Kurswerten. Je höher der Betrag, desto mehr Anteile werden angeschafft, auch die Kurshöhe spielt eine Rolle. Bei niedrigerem Kurs wird mehr angelegt, bei höherem Kurs sind es geringere Anteile.

Manche Banken bieten einen Ansparplan, wobei man jeden Monat den gleichen Betrag anlegt, der dann direkt in einen Investmentfonds eingezahlt wird. Das ist aber nicht ganz gleich mit dem Abschöpfungsauftrag, denn jener holt sich alles überschüssige Geld und überträgt es etwa auf ein Sparbuch. Vorstellbar wäre, dass man davon eine bestimmte Summe abzweigt, die in einen Fonds geht, während der Rest auf einem Sparbuch landet. Dort kann man darauf zugreifen, wenn man doch unerwartet Geld braucht.

Die Situation hängt aber auch von den eigenen Möglichkeiten ab. Wer so wenig verdient, dass man kaum auskommt, wird ein solches Angebot gar nicht brauchen, wer eine gute Entlohnung erlebt, kann sehr wohl überlegen, diese Form der Anlage zu überlegen.

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Girokonto AbschöpfungsauftragArtikel-Thema: Girokonto Abschöpfungsauftrag
Beschreibung: Grundsätzliches über den Abschöpfungsauftrag beim Girokonto als Bankdienstleistung, um den Überschuss zinsbringend anzulegen.

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