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Eckzins und Eckzinssatz

Grundlagen für die Verzinsung der Spareinlage

Sobald man an das Sparen denkt, fällt das Sparbuch als Möglichkeit ein und dazu gibt es gleich ein weiteres wichtiges Vokabel des Bankenwesens, nämlich den Eckzinssatz. Dabei wissen viele gar nicht, was es damit auf sich hat, sie wissen aber, ob der Eckzinssatz ein guter ist oder eher schon zu vergessen ist. In den letzten Jahren war vor allem die Variante zwei häufig gegeben.

Was ist der Eckzins überhaupt?

Bank Zinsen EckzinssatzDie Grundlage dieses Begriffs hat mit den Spareinlagen zu tun und zwar mit der normalen gesetzlichen Kündigungsfrist, die auf drei Monate angesetzt ist. Das heißt, dass der Eckzins jenen Preis darstellt, der für Geld bezahlt wird, das drei Monate der Bank zur Verfügung gestellt wird.

Wenn man also einen Betrag von EUR 500,-- zur Verfügung hat und ihn aktuell nicht braucht, geht man zur Bank und zahlt dies in sein Sparbuch ein und erhält als Gegenleistung den Wert des Eckzinses, wobei dieser als Eckzinssatz ausgeschrieben ist. Also wenn der Eckzinssatz bei zwei Prozent liegen würde, würde man 2 % auf den Bankinformationen (Infobroschüren, Folder) finden. Das heißt, dass der eingezahlte Betrag entsprechend verzinst wird und sich normalerweise erhöhen wird.

Normalerweise ist durchaus wichtig geworden, denn der Eckzinssatz ist in den Keller gerutscht und wenn aufgrund von Leitzinsen bei 0 % kaum Zinsen bezahlt werden, aber die Inflation weiter ansteigt, hat man in Wirklichkeit einen Kaufkraftverlust. Das heißt, für die EUR 500,-- kann man sich nach einer gewissen Zeitspanne weniger kaufen als zum Zeitpunkt der Spareinlage. Deshalb sind viele auch auf Aktien umgestiegen, als durch die globale Finanzkrise die Zinsen immer weiter nach unten korrigiert wurden.

Entwicklung des Eckzinssatzes

Das Beispiel mit den zwei Prozent ist aber gar nicht so utopisch. Noch in den 1990er-Jahren waren solche Angebot möglich, doch der Zins ist der Preis für das Geld und es wurde auf dem Kapitalmarkt immer mehr Geld eingesetzt. Daher war ein Eckzinssatz von 2,5 % nicht mehr zu halten und sank. Die Idee dahinter ist natürlich auch jene, dass die Leute weniger sparen und mehr ausgeben, wenn sie kaum mehr einen Zinsertrag einfahren können. Das stimmte aber nur zum Teil, weil man die Investmentfonds als Sparmöglichkeit für sich entdeckt hat, die mehr Ertrag bieten können - aber nicht zwangsläufig bieten müssen.

Der Eckzinssatz ist weiterhin eine fixe Größe und bei jedem Bankangebot wird er angeführt, womit man auch vergleichen kann, bei welcher Bank mehr Zinsen möglich sind. Allerdings haben die Zentralbanken die Leitzinsen gegen Null gesenkt und deshalb gibt es kaum Spielraum nach oben. Wenn die Krise endgültig abgearbeitet ist und die Leitzinsen wieder steigen, wird auch der Eckzinssatz steigen, aber ob man das alte Niveau von 2,5 oder mehr Prozent nochmals erleben wird können, darf bezweifelt werden.

Wieso gibt es auch höheren Zins für Spareinlagen?

Wenn man ein Sparbuch nutzt, bei dem es eine Bindung gibt, dann ist das eine Vereinbarung, dass man das Geld nicht abhebt, sondern für den Zeitraum X am Sparbuch belässt. Für solche Optionen gibt es höhere Zinsen, weil die Bank sich darauf meist verlassen kann, dass man das Geld wirklich nicht frühzeitig abhebt. Man kann es abheben, verliert dann aber den Zinsvorteil.

Gibt es also einen Eckzinssatz von 1 %, kann es schon sein, dass man 1,5 bis 2 % für gebundene Einlagen erhält. Doch das ist dann kein Eckzinssatz mehr. Der Eckzinssatz ist die Basis für alle Zinsüberlegungen, alles darüber ist ein attraktiveres Angebot, warum auch immer es auch zur Verfügung gestellt wird.

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Zins - Grundlagen

Der Zins ist der Wert für das Geld und dokumentiert mit seiner Höhe im Rahmen des Zinssatzes in Prozent, wie viel man bereit ist für geliehenes Geld zu zahlen.

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Eckzins / Eckzinssatz

Der Eckzins mit der Angabe als Eckzinssatz stellt die Grundlage der Zinsen bei Sparbüchern und jeder weiteren Form der Spareinlage unter bestimmten Bedingungen dar.

Leitzins

Der Leitzins wird von der Zentralbank festgelegt und hat für das gesamte Geldwesen und speziell für die Währungen sehr große Bedeutung.

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