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Eigengeschäft der Banken

Bank agiert als gewinnorientiertes Unternehmen

Die Bank ist die Schaltzentrale für die Geldwirtschaft und wichtig für die gesamte Wirtschaft eines Landes oder eines Wirtschaftsraumes. Einerseits kann man mit den Bankprodukten sein Geld gewinnbringend anlegen, andererseits Auto, Wohnung und andere Dinge mittels Kredit finanzieren. Aber die Bank ist auch selbst ein gewinnbringendes Unternehmen.

Was versteht man unter dem Eigengeschäft der Banken?

Banken Eigengeschäft als UnternehmenUnd weil die Banken auch in eigenem Namen agieren sollen und wollen gibt es den vierten Geschäftsbereich, der immer wieder diskutiert wird - das Eigengeschäft. Das Eigengeschäft bedeutet, dass die Bank auf eigene Rechnung Geld anlegt und investiert, um die Bilanzsumme zu erhöhen. Sie setzt damit die gleiche Handlung wie eine Privatperson, die ihr Geld auf die Bank bringt, um gute Zinsen zu erwirtschaften.

Durch die Bankenkrise ab dem Jahr 2007, dessen Folgen bei zahlreichen Banken gleich, bei anderen - zum Beispiel den spanischen - erst 2012 offenbar wurden, ist die Diskussion entstanden, ob Banken überhaupt in eigener Rechnung mit dem Geld spekulieren dürfen, denn immerhin ist das Geld jenes der Kundinnen und Kunden. Man ist in der Öffentlichkeit davon ausgegangen, dass die Banken sich bei Aktie und Investmentfonds verspekuliert haben, also ihre Anlageaktionen zu riskant oder schlichtweg falsch waren.

Diese Außendarstellung, die zum Teil auch von Medien so transportiert wurde, ist aber nicht korrekt, weil es Spielregeln gibt, welche Geschäfte überhaupt zulässig sind und wenn Banken sich nicht an diese Rahmenbedingungen halten, gibt es große Probleme.

Welche Bankgeschäfte sind Eigengeschäfte?

Tatsächlich ist es aber so, dass die Eigengeschäfte keine hoch spekulativen sind, sondern auf Sicherheit gesetzt wird. Dass es Banken gab und gibt, die mit Risiko agieren, ist ein Fakt und ob es je möglich sein wird, dies mit politischen Rahmenbedingungen einzudämmen, ist fraglich. Die meisten Banken und ihre Filialen nutzen die Eigengeschäfte, um den Erfolg des Bankunternehmens zu erhöhen und sind erfolgsorientiert unterwegs, ohne dabei auf jene Art zu handeln, die man im Volksmund als "zocken" bezeichnet. Sie setzen also auf sichere Werte und wollen mit dem Anstieg dieser Werte wie etwa Anleihen oder ähnlichen Finanzprodukten einen Mehrertrag einfahren.

Banken agieren wie normale Unternehmen und sind natürlich auch gewinnorientiert, haben aber eine so große Bedeutung für die Volkswirtschaft, weshalb sie nicht tun und lassen können, was oder wie es ihnen passt. Das Eigengeschäft bietet die Möglichkeit, die wirtschaftliche Gesamtsituation aufzubessern, aber nicht grenzenlos, sondern im Rahmen bestimmter vorgesehener Begrenzungen. Das Kerngeschäft bleiben die Kundinnen und Kunden, sei es durch deren Spareinlagen im Rahmen des Passivgeschäfts oder durch Kreditvergaben im Rahmen des Aktivgeschäfts.

Die Eigengeschäfte sind eine weitere Säule, aber sie sind nicht so bedeutend wie die genannten Hauptgeschäfte. Die Bankenkrise ist durch falsche Investitionen bei großen Investmentbanken mitverursacht worden, das größere Problem waren aber die faulen Kredite. Es handelt sich dabei um Kredite, die nicht mehr zurückgezahlt werden konnten und damit hatte die Bank keine Geldeinnahmen, mit denen man eigentlich rechnen konnte. Wenn das im großen Stil passiert, fehlen entsprechende Beträge in der Bilanz und das kann dazu führen, dass das gesamte Bankinstitut samt aller Filialen Gefahr läuft, vom Markt zu verschwinden.

Da sehr viele Bankkundinnen und Bankkunden davon betroffen wären - vor allem mit ihren Spareinlagen - hat die Politik in manchen Ländern Hilfeleistung anbieten müssen. Die Eigengeschäfte waren nicht das Problem, die Kreditvergabe im Rahmen des Aktivgeschäfts schon eher.

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