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Hausbank als Begriff der Bankarten

Bank des Vertrauens

Hausbank ist ein Begriff, der in zweierlei Hinsicht verwendet wird. Der ursprüngliche Begriff umschreibt ein Bankinstitut, das von Großunternehmen gegründet wurde, um die unternehmenseigenen Geschäfte durchzuführen. Die Bank ist somit ein Teil des Unternehmens und kein externes Institut. Dem steht die Hausbank als Begriff gegenüber, die als normale Bank umschrieben wird, mit der aber ein Unternehmen regelmäßig geschäftlichen Kontakt unterhält.

Definition Hausbank im eigentlichen Sinne

In ersterem Fall wird die Bank eingerichtet, um die zahlreichen Überweisungen und sonstigen Bankgeschäfte eines Großunternehmens durchzuführen. Man muss sich dann um keine externe Bank bemühen, zahlt keine überteuerten Provisionen und ist von der Bankenlage weniger abhängig, wenn man eine Bank im Unternehmen integriert hat. Besonders Konzerne und sehr große Industrieunternehmen haben sich dieser Methode angenommen.

Hausbank als üblicher Begriff der Geschäftsbank

Hausbank und ihre AufgabeDer zweite Fall ist eine normale Bank, in die auch der Herr Maier geht, um sein Sparbuch zu füllen und die engen Kontakt zu Unternehmen aufbaut, um die Bankgeschäfte absolvieren zu können. Das Unternehmen ist zwar ein normaler Bankkunde, der aber besonders intensiv betreut wird, um ihn nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Angesichts der Konkurrenz auf dem Bankensektor ist die Dienstleistung Beratung auch sehr wichtig geworden und nach der Bankenkrise ab dem Jahr 2006 (USA, später auch weltweit) ist man um die Kundinnen und Kunden bemüht, weil dies auch für den eigenen Erfolg wichtig ist.

Hausbank beinhaltet zwar dem Hinweis "Haus" im Titel, wird aber sehr oft als Bank verstanden, die man regelmäßig mit seinen Bankgeschäften beauftragt. In vielen Bereichen - in Schulbüchern, bei Texten über Kreditformen und auch in Fernsehberichte - wird von der Hausbank gesprochen, aber gemeint ist eigentlich die Bank des Vertrauens und nicht die Hausbank eines Konzerns.

Der Begriff ist etwas schwierig, wenn man bei drei Bankinstitute regelmäßig seine Geldangelegenheiten klärt, aber für viele Privatpersonen ist dies nicht der Fall und auch Kleinunternehmen haben meist nur ein Bankinstitut, das in Geldangelegenheiten kontaktiert wird. Und in der Regel ist das die Bankfiliale ums Eck, weil man keine große Lust hat, einen weiten Weg zurückzulegen. Die Privatpersonen wollen das nicht und haben oft nach einem langen Arbeitstag nicht die Zeit und der Zeitfaktor ist auch bei den Unternehmerinnen und Unternehmern sowie deren Angestellten wichtig.

Hausbank und Sparmaßnahmen

Aber gerade der letzte Punkt ist ein wichtiger, weil die Bankinstitute sparen müssen. Sie haben immer mehr Konkurrenz durch das Internet und die Direktbanken und es haben sich große Mengen an Filialen angehäuft, die natürlich Fixkosten bedeuten. Der Druck am Markt wurde sehr viel größer und so werden zahlreiche Filialen Zug um Zug bei bekannten Instituten eingespart ergo geschlossen. Das heißt aber auch, dass der Faktor Hausbank und der Spruch "ich gehe einmal kurz auf die Bank" an Bedeutung deutlich verloren hat.

Eine Überlegung besteht darin, dass immer mehr Aktionen durch das Internet via Online-Banking durchgeführt werden und die Leute gar nicht mehr wissen, wer ihr Betreuer ist, eine andere ist natürlich die Kostenersparnis. Da die Kundinnen und Kunden sowieso kaum mehr in die Filiale kommen, macht das Einsparen Sinn, aber gleichzeitig hat man damit nicht mehr den persönlichen Kontakt, wie er früher üblich war. Frau Maier weiß nicht, wer der Betreuer ist oder an wen man sich bei einer Fragestellung wenden soll und der Betreuer hat außer den Daten auch nicht mehr sehr viel Ahnung über die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Kundschaft.

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