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Bank Kontodammdaten Girokonto / Depot

Informationen über das Konto oder Depot auf der Bank

Ein sensibles Thema ist der Datenschutz rund um das Bankgeschäft und zwar nicht im Sinne dessen, dass die Bank die Daten im Internet verraten könnte, wie das bei Webseiten oft befürchtet wird, sondern im Sinne dessen, welche Daten man von der Bank bekommen kann. Hier ist man schnell beim Kontoabrufverfahren der zuständigen Behörden und auch beim Thema Bankgeheimnis. Wesentlich ist dabei ein Begriff, nämlich jener von den Kontostammdaten oder Kontenstammdaten.

Was versteht man unter Kontostammdaten?

Mit den Kontostammdaten oder auch Kontenstammdaten werden die wesentlichen Informationen über ein Bankkonto oder auch ein Depot auf der Bank zusammengefasst, die im Falle eines Kontenabrufverfahrens durch die Behörden, vor allem die Finanzbehörden, von der Bank zur Verfügung gestellt werden müssen. Ein solches Verfahren wird nicht für jeden Bankkunden angestrengt, sondern hier muss es ernsthafte Verdachtsmomente geben, dass Geld gewaschen sein könnte oder andere illegale Aktivitäten auf dem Finanzsektor durchgeführt werden könnten.

Die Frage ist für den Laien die, welche Daten die Bank zur Verfügung stellt und was alles zu den Kontostammdaten zählt. Im Grunde sind es die wesentlichen Informationen über ein Konto oder ein Depot und das wären:

  • Kontonummer oder Depotnummer
  • Daten über die Einrichtung
  • Daten über die Auflösung (sofern durchgeführt)
  • Name des Inhabers
  • Geburtsdatum des Inhabers
  • Daten anderer Verfügungsberechtigter
  • Namen und Adresse anderer wirtschaftlich Berechtigter

Somit können Finanzbehörden ermitteln, ob es Konten gibt, wann sie eröffnet wurden, ob sie aufgelöst wurden und vor allem auch, wer darauf Zugriff hatte. Gibt es also ein Verfahren gegen bestimmte Personen, können die Kontostammdaten genutzt werden, um die Richtigkeit der Vorwürfe zu hinterfragen und Beweise zu sammeln, dass eine illegale Handlung erfolgt ist. In manchen Ländern nutzt man allerdings die Abfrage auch für die Sozialbehörden, um zu erheben, ob es Konten von scheinbar sozial bedürftigen Menschen gibt.

Was ist nicht Teil der Kontostammdaten?

Bank Bankkunden KontostammdatenDie Sache hat aber einen Haken, weil die Daten, die durch die Abfrage übermittelt werden, keine Kontostände und auch keine Kontobewegungen beinhalten. Das heißt, ob man jetzt viel Geld am Konto hat und Sozialhilfe beantragt oder ob man Millionen gewaschen hat, erfährt die Behörde nicht. Man kann aber die möglichen Konten eruieren und Verdachtsmomente verstärken, wenn es zu einem Steuerverfahren kommen sollte.

Kontoregister in Österreich ab 2016

In Österreich ist per Oktober 2016 das Kontoregister eingeführt worden, in dem alle Konten der Banken, aber auch Verträge der Versicherungen eingetragen werden müssen. Was von den Behörden abgefragt wurde, kann man über die Onlineverwaltung des FinanzOnline abrufen, auch ist zu finden, welche Daten im Register überhaupt zu finden sind.

Hintergrund ist, dass das Verschieben von Geld deutlich erschwert werden soll und damit soll die Steuerhinterziehung eingedämmt werden. Das in Österreich sehr lange hoch gehaltene Bankgeheimnis ist damit mehr oder weniger Geschichte.

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Kontostammdaten

Die Kontostammdaten sind die wesentlichen Informationen über Girokonto oder Depot in einer Bank und wesentlich für das Kontoabrufverfahren der Behörden.

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Als Kreditoren bezeichnet das Bankinstitut jene Bankkunden, die Geld eingezahlt haben, das die Bank damit eigentlich im Bedarfsfall schuldet.

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