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Leitzins der Zentralbank

Wichtige Größe für das Geldwesen

Mit dem Zins wird Geld von der Bank in ihrem Wert erhöht, wenn man es ihr zur Verfügung stellt, wie zum Beispiel mit dem klassischen Sparbuch. Bei guter Zinslage kann sich damit die Spareinlage erhöhen. Grundlage ist dafür der Eckzinssatz, aber was hat es dann mit dem Leitzins auf sich und was ist seine Aufgabe?

Bedeutung des Leitzins

Bank Zinsen LeitzinsDer Leitzins wird von der Zentralbank festgelegt, wobei das auch eine überregionale Zentralbank sein kann wie etwa die Europäische Zentralbank für die Eurozone in Europa. Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Banken gegen Sicherheiten bei der Zentralbank Geld beschaffen können. Das heißt, je höher der Leitzins ist, umso teurer wird es, sich Geld zu organisieren und entsprechend verändern sich sämtliche anderen Geldprodukte der Bank.

Steigt der Leitzins, dann steigen auch die Zinsen, wenn man einen Kredit für ein Auto oder eine Immobilie haben möchte und gleichzeitig steigen aber auch die Zinsen für eine Einlage auf das Sparbuch - mit oder ohne Bindung. Hier kommt dann der angesprochene Eckzins auch wieder ins Spiel, denn der Zins repräsentiert den Preis für das Geld, das für eine dreimonatige Einlage bezahlt wird. Bei einer sehr geringen Leitzinshöhe gibt es so gut wie keinen Zinsertrag, selbst mit Bindung sind kaum die Inflationsraten möglich. Steigen aber die Leitzinsen, dann wird auch das Sparen wieder interessanter.

Und damit ist man auch schon bei der Bedeutung des Leitzins. Denn von diesem Zinssatz ableitend wird das gesamte Geldwesen gesteuert und diese Steuerfunktion nutzen die Zentralbanken auch aus. Je höher die Zinsen sind, desto weniger wird man sich einen Kredit leisten können oder wollen, weshalb die Investitionen zurückgehen, während man die Lust zum Sparen bekommt, weil der Zinsertrag steigt. Sinken hingegen die Leitzinsen, dann macht der Kredit mehr Spaß, weil er günstiger wird, dafür ist das Sparen relativ sinnlos, weil man das Geld gleich unter dem Kopfpolster belassen könnte.

Leitzins und Währung

Die Zentralbank hat also mit einem einzigen Wert die Möglichkeit, das Verhalten rund um das Geld und die Themen Sparen und Investieren zu beeinflussen. Aber noch ein Faktor spielt ganz eng mit den Leitzinsen eine zentrale Rolle - die Währungen. Wenn die Fed den Leitzins erhöht, die EZB aber nicht, hat das unmittelbaren Einfluss auf den Euro-Dollar-Kurs, also den Vergleichskurs vom US-Dollar und dem Euro als Gemeinschaftswährung der Eurozone in der EU. Bei umgekehrter Handlung gilt gleiches, das heißt, dass alleine schon die Möglichkeit, dass an den Leitzinsen Änderungen durchgeführt werden, ausreicht, um die Spekulationen an der Börse anzuheizen.

Nicht selten steigen die Wechselkurse vor einer Sitzung der Zentralbank deutlich an, um dann wieder zu fallen, weil es doch keine Erhöhung gab und umgekehrt. Man kann also die Richtschnur so sehen, dass zuerst der Leitzins verändert wird, daraufhin verändern sich die Börsenkurse und nachfolgend wird auch bei den Bankprodukten eine Anpassung durchgeführt - bei Spareinlagen und Kreditvergaben.

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Leitzins

Der Leitzins wird von der Zentralbank festgelegt und hat für das gesamte Geldwesen und speziell für die Währungen sehr große Bedeutung.

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