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Passivgeschäft der Banken

Geld bei der Bank anlegen

Das Gegenteil des Aktivgeschäfts ist beim Bankinstitut das Passivgeschäft, ebenfalls ein wichtiger Teilbereich der Aktivitäten, die eine Bank anstreben kann. Das Passivgeschäft hängt mit dem Aktivgeschäft eng zusammen bzw. stellt es eigentlich die Grundlage hierfür dar, denn es spült das Geld herein, das man für Kredite und andere Funktionen braucht.

Passivgeschäft der Bank = Geld kommt herein

Banken Passivgeschäft BankeinlagenBeim Aktivgeschäft werden dem Bankkunden Gelder für die Finanzierung angeboten, beispielsweise in Form von Kredit oder Darlehen. Damit das überhaupt gemacht werden kann, braucht es Geld, das durch das Passivgeschäft hereinkommt. Denn beim Passivgeschäft arbeitet die Bank mit Geldern, die von den Bankkunden eingezahlt werden - in welcher Form auch immer.

Die Grundvoraussetzung des Passivgeschäfts ist es also, dass die Bankkundinnen und Bankkunden Interesse haben, ihr überschüssiges Geld anzulegen. Viele Jahrzehnte war dies durch das Sparbuch abgedeckt, heute gibt es auch aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen zahlreiche andere Möglichkeiten. Wesentlich ist, dass Geld von den Kunden an die Bank herangetragen werden mit dem Ziel, das Geld zu vermehren und für die Bank gibt es damit Geld, das verliehen werden kann.

Der Klassiker ist das Sparbuch, das an Bedeutung deutlich verloren hat, seit die Zinsen so gering geworden sind. Dennoch ist das System auch heute noch gültig, dass überschüssiges Geld zur Bank gebracht wird, um es zinsbringend und damit kapitalerhöhend anzulegen. Man braucht das Geld aktuell nicht und holt sich die Zinsen, um daraus mehr zu machen. Gleichzeitig hat die Bank den Vorteil, dass sie das Geld verwenden kann, um damit das Aktivgeschäft zu bedienen - die Bank arbeitet also mit fremdem Geld.

Und hier ist auch das Problem gegeben, denn die Bankkundin oder der Bankkunde kann jederzeit vorbeischauen und sich das Geld holen. Damit das seltener passiert und man genauer abschätzen kann. welche Geldmittel zur Verfügung stehen, werden höhere Zinsen angeboten, wenn das Geld auf eine bestimmte Zeitspanne eingelegt wird. Die Alternative ist längst das Ansparen oder eine Einlage auf einen Investmentfonds, der für mehrere Jahre läuft.

Ob Sparbuch oder Fonds - das eingezahlte Geld hilft der Bank, damit zu arbeiten und die Kreditfunktion im Aktivgeschäft sicherzustellen. Das Passivgeschäft ist somit die Ausgangsbasis und gleichzeitig findet ein Transfer zwischen diesen beiden Geschäftsmodellen statt.

Passivgeschäft der Bank und neue Trends

So einfach ist das Passivgeschäft nicht mehr. Früher kam Kunde A und brachte Geld und Kunde B bekam Geld. Bei A war es eine Spareinlage, bei B ein Kredit. Das ist zwar eine vereinfachte Darstellung, doch so funktioniert der Austausch zwischen dem Passivgeschäft (Kunde bringt Geld) und dem Aktivgeschäft (Bank gibt Kunde Geld).

Da die Zinsen aber auch als Folge der globalen Finanzkrise auf den Nullwert gesunken sind, bringt das Ansparen eigentlich nichts - im Gegenteil: durch die Inflation entwertet man das Geld. Deshalb ist auch bei Leuten, die lieber auf Nummer sicher gehen wollen, die Investmentfonds ein Thema geworden. Dabei gibt es keine Zinsen, aber eine Rendite, wenn der Fonds am Markt erfolgreich agieren kann. Verschiedenste Fonds kann die Bank anbieten, durch die die Kundinnen und Kunden ihr Geld einzahlen können, wenn das mit dem Sparbuch nicht viel Sinn macht. Einige dieser Fonds werden von den Banken selbst betreut, sodass man das Management übernommen hat und diese Fonds werden natürlich bevorzugt in der Beratung eingebaut.

So hat sich auch die Werbung verändert, denn früher hat man mit hohen Zinsen geworben, um mehr Geld in Form von Spareinlagen zu bekommen, heute wird mit einem besonders lukrativen Investmentfonds geworben, um mit dem erhofften Geld der Leute arbeiten zu können.

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