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Retail-Banking oder Mengengeschäft

Bankangebote für die breite Masse

Bei der Analyse der Bankgeschäfte gibt es vier wesentliche Säulen, welche Aktivitäten die Bankinstitute anbieten oder durchführen könnten, wobei das Aktivgeschäft mit der Kreditvergabe und das Passivgeschäft mit den Spareinlagen die größten Bereiche sind. Aber auch innerhalb dieser Bereiche gibt es Unterschiede, die mit der Kundenstruktur zu tun haben und damit kommt man zum Begriff vom Retail-Banking, das in der deutschen Sprache mit dem eher unbekannten Mengengeschäft eine Übersetzung fand.

Was ist das Retail-Banking?

Retail-Banking oder auch Mengengeschäft umschreibt jene Geschäftsfelder der Banken, die mit Privatkunden und der breiten Masse abgewickelt werden. Das heißt, dass Retail-Banking die Kreditvergabe an Privathaushalte ebenso umfasst wie etwa die Spareinlagen der vielen Menschen, die als Bankkundinnen und Bankkunden einen Ertrag erwarten. Das Gegenteil zum Retail-Banking ist das Wholesale-Banking, in dem mit Großkunden agiert wird, etwa mit Konzerne, dem Staat und seinen Behörden oder ähnlich großen Organisationen.

Während man beim Wholesale-Banking weit weniger Kunden hat, die aber viel größere Beträge bewegen oder auch bei einem Kredit ganz andere Summen für Investitionen benötigen, ist das Retail-Banking in Summe auch ein großer und wichtiger Bereich, der sich aber durch viele kleine Beträge zusammensetzt. Würde es diese Geschäftsfelder nicht geben, hätte die Bank ein Problem, denn ein wesentlicher Umsatz erfolgt in diesem Aktionsfeld, weshalb nicht nur die Großkunden heiß begehrt sind, sondern auch die kleinen Kunden, die in der Masse doch viel Geld hereinspülen können.

Ein weiterer wichtiger Bereich neben den Spareinlagen und der Kreditvergabe ist die Lohnverrechnung ergo die Tatsache, dass die Kundinnen und Kunden eines Bankinstitutes über ein Girokonto verfügen. Auch wenn pro Quartal nur eine geringe Summe an Kontogebühren anfällt, ist insgesamt damit ein großer Betrag als wesentliche Umsatzgröße erreicht. Daher ist der Kampf auch um die kleinen Kunden ein wesentlicher Beitrag zur Zukunftssicherung der Banken. Aktionen wie das erste Sparbuch für Kinder oder ein sehr günstiges Studentenkonto sind Ideen, um bereits frühzeitig die Leute an das Institut zu binden und weiterhin viele Kunden im Rahmen des Retail-Banking betreuen zu können.

Wholesale-Banking vs. Retail-Banking

Banken, die in allen Geschäftsfeldern tätig sind, wählen eine gesunde Kombination aus Großkunden und der breiten Masse. Beide Gruppen sind sehr umkämpft, weil zu den ohnehin zahlreichen Bankinstituten auch die neueren Internetbanken kommen und Menschen wechseln heute öfter ihre Bank als sie es früher getan haben.

Beim Wholesale-Banking gibt es mehr Treue, aber man erwartet sich seitens der Großkunden auch mehr Entgegenkommen. Beim Retail-Banking hat man es mit einer großen Zahl an Kunden zu tun, die ebenfalls sehr gut vergleichen, dennoch auch weiterhin in großem Maße treu sind, wenn das Angebot stimmt. Dabei ist man seitens der Bankinstitute aber schon unterschiedlich bemüht, denn trotz der großen Masse wünscht man sich vor allem jene Kundinnen und Kunden, bei denen das Risiko eines Ausfalls gering ist. Gute Kunden, die man auch als erste Adresse umschreibt, werden von den Banken aktiv beworben und man bemüht sich noch mehr als bei Kunden, die finanziell nicht so gut dastehen und daher geringere Möglichkeiten haben.

Aber wesentlich ist beim Retail-Banking die große Zahl an Kunden. Geht bei einem etwas schief, ist das nicht weiter tragisch. Schwierig wird das Umfeld für die Bank, wenn man zwar Angebote zusammenstellt, aber sich niemand dafür interessiert oder die Konkurrenz die besseren Lösungen anbietet. Erfolgreich ist das Bankgeschäft, wenn genug Geld hereingespült wird, um damit die Kredite bedienen zu können.

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Das Passivgeschäft ist die wichtige Einnahmenquelle der Banken durch Spareinlagen und viele verschiedene andere Anlageformen, durch die Bankkundschaft Geld zur Bank bringt. Das genaue Gegenteil ist mit dem Aktivgeschäft gegeben, denn dann steht Geld zur Verfügung, das für Kredite verliehen werden kann, sei es für Privathaushalte oder für Unternehmen sowie Behörden.

Nahezu jeden Tag hat man mit der dritten Kategorie der Bankgeschäfte zu tun. Denn die Dienstleistungen der Banken umfasst zum Beispiel das Girokonto, Überweisungen oder Daueraufträge. Schließlich gibt es auch den vierten Bereich mit dem Eigengeschäft der Bank und somit Anlageformen zum Ziel, selbst als Unternehmen erfolgreich tätig sein zu können und zu dürfen.

Es gibt aber auch Begriffe rund um die Bankgeschäfte, die nicht so geläufig sind. Das Cross-Selling der Banken ist ein solcher oder auch das Wholesale-Banking sowie das Retail-Banking.

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Retail-Banking BedeutungArtikel-Thema: Retail-Banking oder Mengengeschäft
Beschreibung: Mit dem Ausdruck 🏦 Retail-Banking oder zu deutsch ✅ Mengengeschäft umschreibt man jene Bankbereiche für die breite Masse wie Sparen und Kreditangebote.

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