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SEPA-Überweisung

Viel schnellere Durchführung der Überweisungen

Die Überweisung ist eine Dienstleistung der Banken im Rahmen des Girokontos, die schon seit vielen Jahren ein völlig übliches Verfahren darstellt, um Geld von A nach B zu bringen, vor allem um Rechnungen zu bezahlen. Dabei wurde viele Jahre die Bankleitzahl (BLZ) und die Kontonummer verwendet und zwar vom zahlenden Konto und vom empfangenden Konto. Mit der BLZ konnte eruiert werden, welche Bank gemeint ist und die Kontonummer ist die Kennung für das Konto selbst.

Grundlagen zu SEPA

SEPA-ÜberweisungAber mit dem Jahr 2008 wurde das Projekt SEPA gegründet, das für "Single Euro Payments Area" steht, übersetzt auch einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Die Idee dahinter ist jene, dass in allen teilnehmenden Ländern und Gebieten die gleiche Methode angewandt wird, um eine Überweisung zu tätigen, womit die Überweisung auch international viel schneller vonstatten gehen soll als früher. Und das Argument der Zeit ist ein wichtiges.

Wenn man früher von Österreich nach Deutschland Geld überwiesen hat, dann hat es schon eine Woche oder gar länger dauern können, bis das Geld in Deutschland auch wirklich angekommen war. Heute hat SEPA dazu geführt, dass eine Überweisung binnen von 24 Stunden als angekommen bestätigt werden kann. Der Hintergrund ist dabei, dass ein einheitliches Verfahren die Verarbeitung auch deutlich erleichtert. Waren früher nationale Bezeichnungen hinderlich, weil dadurch die Verarbeitung verzögert wurde, so gibt es diese Problemstellungen mit dem SEPA-Projekt nicht.

Voraussetzung war natürlich die Umstellung der jeweiligen Banksysteme bei den Überweisungen und damit war auch die Bankleitzahl kein Thema mehr und die Kontonummer wurde zur IBAN.

SEPA-Überweisung mit IBAN und BIC

Statt der bisherigen Bankleitzahl, die in Österreich stets fünfstellig war, wurde in den Anfangsjahren bei der SEPA-Überweisung der BIC-Code angegeben. BIC oder genauer SWIFT-BIC steht dabei für "Bank Identifier Code" und hat die gleiche Funktion wie die gute alte Bankleitzahl. IBAN steht für "International Bank Account Number" und ersetzt die bisherige Kontonummer.

Diese beiden Werte werden bei Überweisungen im Euroraum auf gleiche Weise eingesetzt, egal, ob man in Italien, Deutschland oder Österreich Geld von A nach B bringen möchte. Bis zum Jahr 2014 war es auch möglich, die alten Daten zu nutzen, aber das System wurde verpflichtend umgestellt, wobei der finale Termin von Februar 2014 auf August 2014 verzögert wurde.

Das heißt, seit 1. August 2014 sind Überweisungen nur noch mit den längeren und sperrigeren Angaben möglich, dafür funktionieren die Überweisungen viel schneller und dem Ziel ist Genüge getan, den Zahlungsverkehr rund um Euro zu beschleunigen. Die SEPA-Überweisung ist dabei zum Begriff geworden und umschreibt einfach die gute alte Überweisung mit den neuen Kontodaten. Außerdem sind damit die Kosten für internationale Überweisungen innerhalb des Euroraums deutlich geringer geworden.

Überweisungen nur noch mit IBAN

Die Umstellung auf die SEPA-Überweisung erfolgte im Jahr 2014, mit Februar 2016 kam es zur nächsten Neuerung - einer Erleichterung. Denn ab diesem Zeitpunkt reicht es für die Überweisungen aus, wenn man die IBAN eingibt. Die sperrige BIC ist nicht mehr notwendig, was eine deutliche Erleichterung für die Bankkundinnen und Bankkunden darstellt. Denn deren Kennung war schwer lesbar und man konnte sich auch leicht vertippen oder bei der händischen Methode verschreiben.

Die IBAN ist zwar immer noch lang und irgendwie mühsam, aber etwa offizielle Stellen helfen insofern nach, als sie die IBAN nicht in einem Stück schreiben, sondern immer geteilt auf vier Ziffern, womit sie viel leichter gelesen und eingetragen werden kann. Außerdem beinhaltet die IBAN die alte Kontonummer, die die meisten ohnehin noch auswendig kennen.

Das Ergebnis der Umstellung ist also, dass man den Vorteil der schnelleren Überweisung weiterhin nutzt, die Überweisung ist günstiger und man braucht nur noch die IBAN für die Durchführung.

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