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Sparbuch mit Bindung

Höhere Zinsen

Das Basisprodukt für das Beiseitelegen von Geld ist das Sparbuch und mit dem Begriff meint man damit auch das Sparbuch ohne Bindung. Das heißt, dass man überschüssiges Geld auf das Sparbuch übertragen kann und man kann sich dieses Geld auch wieder holen, wenn man es braucht. Als Belohnung bekommt man den Eckzins verrechnet, aber der kann je nach Wirtschaftssituation auch bei Null Prozent liegen. Die Alternative ist das Sparbuch mit Bindung.

Sparbuch mit Bindung

Bank Sparen Sparbuch mit BindungDas Sparbuch ohne Bindung kennt man auch durch den Slogan "jederzeit abhebbar", was für die Banken bedeutet, dass das Geld jeden Tag wieder abgeholt werden kann. Man kann mit dem Geld zwar arbeiten, aber man weiß nie, wie viel Geld zur Verfügung steht, weil es eben jeden Moment wieder fort sein kann. Für die Bedienung eines Kredits ist das daher eine eher unberechenbare Situation, auch wenn man aus der Masse der Sparbücher sich eine Quote ausrechnen kann. Nicht alle holen sich heute ihr Geld zurück.

Interessanter ist daher das Sparbuch mit Bindung und zwar für beide Seiten. Wenn man Geld zur Verfügung hat, das man aktuell nicht braucht, kann man es zum Beispiel für zwei Jahre auf ein Sparbuch einzahlen und erhält als Gegenwert höhere Zinsen. Umgekehrt weiß die Bank, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass das Geld auch wirklich zwei Jahre zur Verfügung steht - weil die Bankkunden wollen den Zinsvorteil nicht verlieren.

Natürlich können die Kunden das Geld auch früher abheben, wenn sie es brauchen, doch dann gilt nur der übliche Eckzinssatz und man verliert die höheren Zinsen, die eigentlich fix für diese Sparform vereinbart worden sind. Letztlich hat man den Ertrag erwirtschaftet, den man mit einem Sparbuch ohne Bindung auch geschafft hätte. Es hängt aber auch von den Rahmenbedingungen ab, wie viel man wirklich verliert, denn bei mäßigen Zinsen ist auch das Sparbuch mit Bindung keine Offenbarung.

Entwicklung beim Sparbuch mit Bindung

Das Angebot der höheren Zinsen ist interessant, weil mit dem Eckzinssatz ist nicht mehr viel Land zu gewinnen. Als der Eckzins noch bei 2,5 % lag, war das interessanter, vor allem, wenn man kurzfristig das Geld wieder brauchen würde. Gebundene Sparbücher hatten drei oder mehr Prozent Zins anzubieten. Als Folge der globalen Finanzkrise wurde aber viel Geld von den Zentralbanken in den Markt geblasen und die Folge war, dass das Geld an Wert verlor, also auch der Eckzinssatz, der gegen Null ging. Die Lösung war das Sparbuch mit Bindung auch nicht, weil mehr als ein Prozent war kaum zu holen und bei einer Inflationsrate von bis zu zwei Prozent hat man trotzdem einen Realverlust.

Dazu muss man wissen, dass die Laufzeit eine Rolle spielt. Ausgangspunkt ist der Eckzinssatz und von diesem aus steigt das Angebot der Zinsen immer weiter, je länger man das Geld anlegen möchte. Meist gibt es die Abstufung von drei Monate über ein halbes Jahr bis zu einem Jahr, 1,5 Jahre und 2 Jahre. Man kann ein Sparbuch auch für fünf Jahre abschließen, nur dann ist die Frage, ob man nicht mit einem Fonds besser fährt.

Trotzdem haben sich viele für das Sparbuch entschieden, weil es keine Gebühren wie beim Investmentfonds gibt, aber gut gefahren ist man damit nicht. Wenn die Zinsen wieder steigen, kann aber ein Sparbuch mit Bindung eine starke Konkurrenz zum Fonds sein, bei dem in der Regel drei Prozent der Einzahlungssumme an Gebühren anfallen. Das heißt, man muss erst einmal die drei Prozent mit einem Kursanstieg hereinholen und dann erst beginnt man zu gewinnen. Beim Sparbuch gewinnt man auf sichere Weise - aber auch nur, wenn das Zinsniveau entsprechend ist.

Daher ist der immer wieder gerne durchgerechnete Vergleich von Fonds zu Sparbuch und zu Sparbuch mit Bindung davon abhängig, wie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aussehen. Bei hohen Zinsen fährt man oft mit dem Sparbuch besser, obwohl die Zinsen trotzdem nicht berauschend klingen, aber bei Fonds mit 5 % Wertzuwachs muss man die Kostensituation berücksichtigen und damit relativiert sich der Vergleich.

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