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Aktienhandel Blue Chips

Umsatzstärkste Werte an der Börse

Einsteiger, die noch nie mit dem Aktienhandel zu tun hatten, fangen mit dem Begriff der "Blue Chips" vorerst nicht viel an. Im ersten Moment könnte man annehmen, es handelt sich um Chips wie beim Roulette im Casino, tatsächlich handelt es sich bei den Blue Chips um sehr große und vor allem umsatzstarke Unternehmen, die an der Börse notiert sind.

Was versteht man unter Blue Chips? Was ist ihre Bedeutung an der Börse?

Blue Chips sind Aktien der größten und umsatzstärksten Unternehmen, die an einer Börse notiert sein können. Somit sind "Blue Chips" jene Unternehmen, die einen Aktienindex stützen und daher werden sie auch neben "Blue Chips" als Standardwerte bezeichnet. Beispielsweise der Dow Jones Index besteht aus solchen Unternehmen, denn der Index setzt sich aus den 30 größten US-Unternehmen zusammen. Auch der DAX der Frankfurter Börse umfasst die größten Aktiengesellschaften in Deutschland und ist nicht nur irgendein Aktienindex, sondern ein Signal für die wirtschaftliche Entwicklung im Land.

Blue Chips an der Börse

Und damit sind die Voraussetzungen auch schon genannt, wann ein Unternehmen und dessen Aktienkurs als Blue Chip bezeichnet wird. Es handelt sich immer um Unternehmen, die sehr groß sind und bei denen ein großes Handelsvolumen Platz greift. Diese Unternehmen sind nicht nur groß und haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie haben auch bekannte Marken und stehen für Stabilität und wirtschaftlichem Erfolg - zwei Faktoren, die für Anlegerinnen und Anleger sehr interessant sind.

Ihre Bedeutung ist damit eine sehr große, denn wenn es an der Börse hektisch zugeht und die Anlegerinnen und Anleger uneins sind, ob die Kurse fallen oder steigen, bleiben die sehr großen Werte wie eben die Blue Chips meist entspannt und reagieren nur zögerlich. Wenn diese auch um fünf bis zehn Prozent fallen sollten, dann hat die Börse ein Problem. Meist steht eine große Wirtschaftskrise dahinter. Mit dem Kursverlauf solcher großer Unternehmen kann man daher ablesen, was sich gerade abspielt, ohne den Kurs des Aktienindex selbst zu kennen.

Daher sind die Blue Chips indirekt auch der Motor für die Leitbörsen. Wenn die großen Standardwerte auf breiter Basis steigen oder fallen, steigt oder fällt etwa in Frankfurt der DAX und damit prägt man in ganz Europa das Börsengeschehen. Der DAX ist der Leitindex, an dem sich viele orientieren und das wiederum fußt vor allem auf der Entwicklung bei den Blue Chips.

Beispiele von Blue Chips

In Deutschland sind es Werte wie BMW, BASF, Siemens oder auch VW, die als "Blue Chips" oder Standardwerte angesehen werden. Auf diese Werte schaut man an normalen Tagen schon sehr interessiert, um die Aktienentwicklung ablesen zu können. Ganz besonders interessiert betrachtet man deren Kursentwicklungen, wenn die Börsen unter Druck geraten oder beispielsweise in einer Branche sehr gute oder sehr negative Nachrichten veröffentlicht worden sind.

Abhängig von der Reaktion der "Blue Chips" ziehen die kleineren Unternehmenswerte nach. Daher ist es für den Aktienindex von Vorteil, dass Kursschwankungen bei den großen Unternehmen eher gemäßigt ausfallen und deshalb bilden diese Werte die Basis der wichtigsten Indizes. Es sind keine Unternehmen, bei denen viel gezockt wird, viel mehr sind zahlreiche Anlegerinnen und Anleger mit Aktien jener Konzerne bestückt, um langfristig am Erfolg mitzunaschen.

Einige dieser Standardwerte sind auch schwere Aktien, also recht teuer in der Anschaffung und daher gibt es nicht das rasche Kommen und Gehen, wie das bei günstigeren Aktien der Fall ist. Auch das ist ein Grund, warum bei den Blue Chips manche Aktienreaktion mit Verspätung und gemäßigter eintritt.

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Die Aktien lassen sich auf verschiedene Art und Weise untergliedern. Ein wesentliches Kriterium ist ihr eigentlicher Charakter. Die Stammaktie ist der typische Fall eines Wertpapiers mit zusätzlichen Rechten. Anders sieht es bei der Vorzugsaktie aus, bei der man etwa kein Stimmrecht sein eigen nennt. Dazu gibt es die Gratisaktie und auch die nennwertlose Aktie.

Eine andere Art der Gliederung ist mit dem Wert und der Bedeutung machbar. Pennystocks sind etwa extrem günstige Aktien, bei denen man aber auch Erfahrung im Handel braucht. Ein bekannter Begriff ist jener der Blue Chips als Schwergewichte an den Börsen und damit eigentlich als Gegenteil zu den Pennystocks. Auch der Unterschied der leichten Aktie und der schweren Aktie ist typisch für Begriffe rund um den Wert des Wertpapiers.

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Infos zum Artikel

Blue Chips und ihre Bedeutung an der BörseArtikel-Thema: Aktienhandel Blue Chips
Beschreibung: Als Blue Chips bezeichnet man an der Börse die umsatzstärksten und größten Unternehmen ergo deren Aktien, die häufig auch hochpreisig sind (schwere Aktien).

Wir werden oft gefragt, ob man die Artikel für Studienarbeiten oder Schularbeiten verwenden darf und die Antwort ist ganz klar ja. Dafür haben wir diese Texte auch erstellt - zur Information und Weiterverwendung. Bitte aber bei Möglichkeit auf diese Seite verweisen.
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