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Investmentfonds Anleihenfonds

Investieren in Anleihen und Pfandbriefe

Der Investmentfonds hat sich zu einem sehr beliebten Instrument entwickelt, um Geld anzulegen. Das gilt für Großanlegerinnen und Großanleger genauso wie für Investmentbetriebe oder auch Kleinanlegerinnen und Kleinanleger. Von 50 Euro bis zu Millionenbeträge kann man sein Geld in der Hoffnung anlegen, dass man einen möglichst hohen Ertrag erreichen wird. Das weiß man aber nie genau und daher gibt es mehr Risiko als beim Sparbuch. Es unterscheiden sich aber auch die Fondsarten. Ein Aktienfonds birgt weit größeres Risiko als ein Anleihenfonds, dem man mehr Sicherheit nachsagen kann.

Was versteht man unter einem Anleihenfonds

Ein Investmentfonds, der so heißt, investiert in Anleihen. Das sind festverzinsliche Anleihen, Pfandbriefe und Obligationen. Das heißt, dass man sein Geld in Beteiligungen an Unternehmen oder auch Nationalstaaten investiert und eine fixe Verzinsung als Gegenleistung erhält - die Unternehmen borgen sich mit diesen Anleihen (oder Renten) Geld am Finanzmarkt, um ihre Engpässe zu finanzieren oder auch neue Investitionen.

Ihr Wesen ist so gestaltet, dass es Sprünge wie bei den Aktien nicht im gleichen Ausmaß gibt, aber dennoch ist ein gewisses Risiko immer gegeben. Generell gelten aber Anleihen als weniger ertragreich, dafür sicherer als Aktien. Anleihenfonds werden daher gerne als sicherer Sparvariante empfohlen, Aktienfonds sind für Leute mit höherer Risikobereitschaft, dafür kann der Ertrag auch höher sein. Der Verlust seines Geldes oder Teile davon ist aber auch höher.

Ein Anleihenfonds bietet sich für verschiedene Zwecke an, es gibt sie weltweit. So wie bei den Aktienfonds oder auch Mischfonds (Aktien und Anleihen im Paket) kann man in Europa, in den USA oder weltweit Schwerpunkte im Fonds setzen und wer sein Geld investieren möchte, prüft, welche Anleihen das Thema des angebotenen Fonds darstellen. Davon leitet sich auch das Risiko ab. Wer sich in Südamerika Anleihen zulegt, hat ein weit höheres Risiko als bei Anleihen in Mitteleuropa. Die Anleihe als Begriff selbst sagt also noch nichts über das tatsächliche Risiko aus.

Sichere Anleihen und riskante Anleihen

Der Anleihenfonds darf nicht als besseres Sparbuch angesehen werden. Auch beim Anleihenfonds kann man Geld verlieren, abhängig davon, in welchen Fonds man investiert und in welche Anleihen dieser Fonds wiederum die Gelder anlegt. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, Anleihen in Österreich oder Deutschland auszuwählen. Dabei ist das Risiko wirklich überschaubar, der Ertrag aber auch. Man könnte aber auch in Anleihenfonds investieren, die ihren Schwerpunkt in Südamerika oder in den Schwellenländern haben. Da sieht die Geschichte schon anders aus, weil Zinsänderungen oder plötzliche wirtschaftliche Überraschungen sind viel wahrscheinlicher und damit steigt auch das Risiko. Man kann zwar mit einem großen Gewinn aussteigen, aber der Verlust ist genauso ein Problem.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, dass man sich ein Depot anlegt und verschiedene Wege geht. Dabei kann man sein Geld streuen, sodass man vor allem Dachfonds weltweiter Natur wählt, die als recht sicher gelten und je nach Lust und Laune auch Anleihenfonds hinzunimmt, die sich auf die Schwellenländer beziehen. Diese sorgen für Dynamik und ein wenig mehr Risiko, werden aber durch die globalen Dachfonds abgefedert. Gibt es also negative Entwicklungen, kann man durch die Streuung das Risiko zum Teil abfangen.

Und dennoch: ein Aktienfonds hat weit mehr Dynamik und höheres Risiko, dennoch darf der Anleihenfonds nicht unterschätzt werden. Weder, was den Ertrag betrifft, noch was das Risiko anbelangt. Der Anleihenfonds gilt oft als Plan B zum Aktienfonds und ist stabiler, aber eben abhängig davon, wofür man sich entscheidet.

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Börse Fonds AnleihenfondsArtikel-Thema:
Investmentfonds Anleihenfonds
letztes Datum:
19. 07. 2019

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