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Aktienhandel Chartanalyse

Chartanalyse: psychologische Beweggründe erforschen

Ein beliebtes Messinstrument an der Börse ist der Chart. Bei dieser Grafik handelt es sich um eine bildliche Darstellung der Kursentwicklung, wobei es sich um einen Aktienindex wie den DAX, ATX oder Dow Jones Index ebenso handeln kann wie um den Aktienwert eines bestimmten Unternehmens, das an der Börse notiert ist. Auch Investmentfonds werden auf diese Weise grafisch dargestellt und das gilt auch für die anderen Werte wie Währungen und Rohstoffe.

Aus dem Chart wird die Chartanalyse

Diese Grafik wird auch gerne für die Chartanalyse herangezogen. Dabei wird die Entwicklung des Kurses analysiert, um herauszufinden, wie sich der Kurs weiterentwickeln kann. Auf dem Chart sieht man in der vertikalen Skalierung die Kurswerte und in der horizontalen Skalierung den Zeitraum. Charts können unterschiedliche Zeiträume aufweisen - von 5 Tage bis zu 5 Jahre sind gängige Zeiträume vorstellbar. Meist wird aber ein Zeitraum von einem Jahr herangezogen, wenn man die letzten Entwicklungen genauer verfolgen will oder drei bis fünf Jahre, wenn man längerfristig den Kurs hinterfragen möchte.

Bei der Chartanalyse versucht man typische Merkmale herauszufiltern, die sich wiederholen können und dadurch Möglichkeiten bieten, um die weitere Kursentwicklung vorhersagen zu können. Worum es bei der Chartanalyse nicht geht, sind typische Faktoren des Unternehmens. Diese bleiben unangetastet, denn in der Analyse wird einzig und alleine die Kursentwicklung an der Börse als Kriterium herangezogen, um weitere Tendenzen ablesen zu können.

Ein Beispiel: Ein Kurs ist nach dem Start an der Börse mit einem Wert von 100 auf 150 gestiegen, dann auf 120 gefallen und wieder auf 150 gestiegen. Aktuell liegt der Kurs auf einem Wert von 125 und damit ist das Risiko gering, zu verlieren, weil unter 120 ist der Kurs zuletzt nicht gefallen, er ist aber zweimal auf 150 gestiegen. Aus dieser Chartanalyse heraus kann man erkennen, dass die Chance zu gewinnen viel größer ist als jene zu verlieren.

Vorteile und Nachteile der Chartanalyse

Wie es um das Unternehmen insgesamt bestellt ist und ob neue Produkte auf den Markt kommen, Märkte sich ändern oder ähnliche Überlegungen - all diese Faktoren sind nicht Thema der Chartanalyse. Somit gibt es verschiedene Faktoren, die nicht berücksichtigt werden. Das beginnt bei der Wirtschaftsentwicklung der betroffenen Branche und endet bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens.

Eine Kritik an der Börse ist spätestens seit der globalen Finanz- und Immobilienkrise von 2007 bis 2009, dass die Börse kein Abbild mehr der tatsächlichen Wirtschaft ist. Die Börse sollte dazu da sein, dass man Anteile in Form von Aktien kauft und behält, um daran teilhaben zu können, wenn das Unternehmen Gewinne einfährt. Tatsächlich wird mit Spekulation eine Unsumme an Geld verschoben, sodass die Kontrolle kaum mehr möglich ist und auch gut funktionierende Unternehmen verlieren an Wert, weil die Konkurrenz an Wert verliert.

Mit der Chartanalyse kann man feststellen, dass es vor sieben Monaten einen Einbruch im Kurs gab, aber nicht warum. Ob das reine Zahlenspiel ausreicht, um seriöse Analysen durchzuführen, wird man im Einzelfall überdenken müssen.

Als Vorteil kann man bei der Chartanalyse anführen, dass man sehr schnell die Entwicklung ablesen kann - sogar Laien sehen, wohin die Reise geht. Man kann auch den Verlauf sehen und sich überlegen, wie der weitere Verlauf erfolgen könnte.

Dabei kommt man aber schnell zum Nachteil. Neben den angesprochenen Faktoren im Unternehmen und am Markt, die sich ändern können, ist auch keine Garantie gegeben, dass die Kurse sich an die Vergangenheit halten. Nicht selten hat man angenommen, dass eine Aktie, die bei 150 liegt, fallen wird, weil höher als 150 hat es der Kurs nicht geschafft. Tatsächlich steigt sie aber bis auf 170 und man ärgert sich, weil man zu früh ausgestiegen ist. Das heißt, dass die Chartanalyse zwar in vielen Fällen eine gute Hilfe sein kann, wie sich der Kurs weiter entwickeln kann, aber das heißt nicht, dass es auch so sein wird.

Und gerade bei großen Änderungen im Unternehmen oder in einer Branche generell kann es starke Kursschwankungen geben, die in den vorherigen Perioden gar nicht möglich gewesen wären und daher in der Chartanalyse auch nicht berücksichtigt werden können.

Chartanalyse mit MACD

MACD ist die Abkürzung für Moving Average Convergence- Divergence und umschreibt eine Methode, bei der der Kursverlauf auf zwei Weisen festgestellt wird und durch Vergleich eine Aussage über die derzeitige Handelssituation erreicht werden kann. Es ist dies eine Analyse, die man mit Indikator für das Zusammen-/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts übersetzen kann und die mit verschiedenen Zeitlinien und deren Vergleich eine Aussage über die Handelsposition trifft.

1. Schritt: 12 Tage / 26 Tage = schnelle Linie

Grundlage sind zwei Kursverläufe. Der kurze Intervall umfasst 12 Tage, der lange 26 Tage. Die zweite Wertelinie wird von der ersten abgezogen, wodurch eine neue Wertelinie entsteht. Diese wird als "schnelle Linie" bezeichnet.

2. Schritt: langsame Linie erstellen

Von dieser schnellen Linie erzeugt man wieder eine neue Wertelinie, die sich auf 9 Tage ausdehnt. Die so ermittelte Linie wird als "langsame Linie" bezeichnet. Beide Linien - die schnelle wie die langsame - werden nun grafisch in ein Diagramm eingetragen.

3. Schritt: Vergleich der beiden Linien

Wenn die schnelle Linie die langsame Linie von unten nach oben schneidet, ist der Hinweis erbracht, dass das Wertpapier gekauft werden sollte. Schneidet die schnelle Linie die langsame von oben nach unten, dann ist der Zustand des Verkaufs gegeben.

MACD bietet daher eine Aussage an, wie man sich beim Aktienhandel verhalten sollte, indem zwei Zeiträume miteinander verglichen werden.

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Börse Aktien ChartanalyseArtikel-Thema: Aktienhandel Chartanalyse
Beschreibung: Die Chartanalyse ist eine Methode für das Hinterfragen einer Aktie und ihrer aktuellen Marktsituation auf Basis der bekannten Daten und Entwicklungen.

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