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Aktienhandel EBIT

EBIT: Gewinn vor Zinsen und Steuern

Einige der Kennzahlen im Rahmen der Fundamentalanalyse an der Börse sind Berechnungen, um eine Quote feststellen und entsprechende Überlegungen durchführen zu können. Damit soll gelingen, dass man eine Entscheidung treffen kann, ob eine Aktie gekauft wird oder nicht. Es gibt aber auch Kennzahlen, die ohne Berechnung auskommen, die aber genauso bedeutsam sind. EBIT ist ein Beispiel für diese Gruppe von Kennzahlen.

Wofür steht die Kennzahl EBIT?

EBIT steht für Earnings before Interest and Taxes und heißt übersetzt, dass man den Gewinn auswertet und zwar vor den Zinsen bzw. Zinsaufwendungen und Steuern. Damit ist eine Größe gegeben, die auch international als Standard unter den Kennziffern gilt. Denn EBIT gibt einen guten Hinweis darauf, in welcher wirtschaftlichen Situation sich ein Unternehmen befindet, in das man möglicherweise sein Geld investieren möchte. So kann man die Aktiengesellschaft in ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation sehr gut und einfach hinterfragen.

Ist der EBIT ein positiver Wert, so wird damit festgehalten, dass ein gutes Geschäftsergebnis erreicht wurde. Außerdem lässt sich ablesen, dass das Unternehmen in der Lage ist, seine Schulden zu bezahlen, was für die Risikobewertung eine wesentliche Mitteilung darstellt. Der Vorteil dieser Kennzahl liegt auch im internationalen Geschäftsfeld.

Einmal angenommen, dass ein Unternehmen in fünf Ländern operiert. Das heißt, es gibt fünf Optionen für Zinsen und gesetzliche Vorschriften und natürlich auch fünf Stück an Steuerbelastungen. Durch die unterschiedlichen Vorgaben gibt es auch eine Verschiebung beim tatsächlichen Gewinn. Lässt man diese Unterschiede weg, dann hat man den EBIT als Kennzahl und ein sauberes Ergebnis, das in allen fünf Ländern Gültigkeit hat. Natürlich muss man die Aufwende und die Steuerzahlungen berücksichtigen, aber für die Aussage, wie das Geschäftsergebnis sich darstellt, sind die Zahlen ohne diesen Beträgen sinnvoller.

Ein vergleichbares Beispiel wäre der Benzinpreis, denn wenn man den Benzinpreis etwa in Europa vergleichen möchte, dann gibt es einen erheblichen Unterschied, ob man die Preise mit oder ohne Abgaben vergleichen. Die Steuern sind pro Land völlig unterschiedlich und zum Teil erheblich niedriger oder höher und damit wird der reine Vergleich des Benzinpreises schwierig bis unmöglich. Ungefähr so kann man auch über EBIT befinden.

Bedeutung von EBIT oder Gewinn vor Zinsen und Steuern

Wenn man aufmerksam die Finanznachrichten verfolgt, dann wird man öfter den Ausdruck "Gewinn vor Steuern" hören, der nicht ganz korrekt ist, weil man die Zinsen auch nennen sollte, aber Fachleute wissen, was gemeint ist. Es ist dies eigentlich der Wert EBIT und damit eine Vergleichsgröße für eine Aktiengesellschaft ergo für die Aktie als Anlageoption selbst.

Sobald also Quartalszahlen einer AG veröffentlicht werden, arbeiten die Journalistinnen und Journalisten diesen Wert heraus, um ihn mit früheren Werten zu vergleichen. So kann man etwa den Gewinn mit dem Gewinn von vor fünf Jahren vergleichen, ungeachtet dessen, ob sich in dem jeweiligen Land die Steuern verändert haben. Man hat damit eine viel bessere Vergleichbarkeit, weil alle anderen Kosten vom Personal bis zum Material auf gleiche Weise angefallen sind. Haben sich die Rahmenbedingungen bei Zinsen (Leitzins zum Beispiel) oder Steuern geändert, verfälschen diese Änderungen nicht die Kernaussage.

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Mit Kaufen und Verkaufen von Aktien ist es nicht getan, denn es gibt im Börsenhandel jede Menge Begriffe, wie etwa die Aktienbegriffe. Dabei sind die Unternehmen genauso gemeint wie die Wertpapiere selbst wie etwa die Aktienanalyse zur Einschätzung des Risikos als Anleger. Dabei gibt es verschiedene Informationen und Systeme wie die Aktienanalyse EBIT sowie die Chartanalyse und die Fundamentalanalyse.

Der Begriff Rendite spielt auch eine große Rolle wie bei der Gewinnrendite oder der Dividendenrendite, womit man auch schon bei der Dividende angelangt ist. Die Eigenkapitalquote sowie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sind weitere wichtige Aktienbegriffe rund um die Aktiengesellschaft selbst und die Risikoanalyse, wenn man Geld anlegen möchte.

In Sachen Aktiengesellschaft gibt es einige weitere wichtige Begriffe. Die Hauptversammlung ist eine besonders wichtige Funktion im Unternehmen und dabei kann es auch um eine Kapitalerhöhung oder um einen Aktiensplit gehen. Ein ganz anderer Weg ist der Ausstieg aus der Börse, der als Going Private bezeichnet wird. Damit verlässt man die Rolle als Anbieter von Wertpapieren am Aktienmarkt.

Weitere Begriffe rund um die Aktien sind etwa mit dem Vorkaufsrecht bei Aktien gegeben sowie mit den Small Caps.

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Aktienanalyse EBITArtikel-Thema: Aktienhandel EBIT
Beschreibung: EBIT ist eine Kennzahl an der Börse und steht für den tatsächlichen Gewinn vor Zinsen und Steuern und damit für das reine Betriebsergebnis.

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