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Investmentfonds Rechenschaftsbericht

Was passierte mit dem veranlagten Geld?

Der Rechenschaftsbericht ist eine verpflichtende Berichterstattung jeder Kapitalanlagegesellschaft über jeden Investmentfonds, den die Gesellschaft betreibt. Dieser Rechenschaftsbericht ist als Jahresbericht jährlich durchzuführen und zusätzlich gibt es die Auflage, einen Halbjahresbericht zu veröffentlichen.

Rechenschaftsbericht: was ist mit dem Geld passiert?

Im Rechenschaftsbericht werden die gesamten Daten eingebaut, damit die Anlegerinnen und Anleger über die aktuelle Situation informiert sind. Dazu zählen die Einnahmen, die Ausgaben, die Umsatzveränderungen und die Entwicklung des Unternehmens generell. Es wird im Rechenschaftsbericht angeführt, ob und wenn, in welcher Höhe eine Ausschüttung erfolgt ist und natürlich ist auch ein Verzeichnis des vorhandenen Anlagevermögen anzuführen.

Der Rechenschaftsbericht bezieht sich oft auf ein Kalenderjahr, es kann aber auch ein sogenanntes Fondsgeschäftsjahr die Basis sein, ausgehend vom Datum der Eröffnung des Investmentfonds. Es kann also auch ein Jahr vom 1. März bis zum 28. Februar des Folgejahres verlaufen.

Durch die Veröffentlichung des Rechenschaftsberichts sind die bestehenden Anlegerinnen und Anleger in der Lage, sich zu informieren, welche Entwicklung der Fonds gerade durchläuft und wie die Gewinnaussichten aktuell dargestellt werden. Potentielle neue Anlegerinnen und Anleger haben die Möglichkeit, genauer zu prüfen, ob es Sinn macht, jetzt in den Investmentfonds zu investieren. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich um einen offenen Investmentfonds handelt, in den man jederzeit einsteigen kann.

Rechenschaftsbericht in der Praxis

Allerdings ist es so, dass die meisten Anlegerinnen und Anleger mit diesen Berichten nicht in Kontakt treten. Die Menschen wenden sich an ihre Hausbank, um überschüssiges Geld anlegen zu können und lassen sich über die Option des Investmentfonds beraten. Sie entscheiden sich für einen Fonds, zeichnen ihre Anteile und überweisen das Geld vom Konto auf die Fondsverwaltung und das war es dann. Vielleicht schauen sie im Internet nach, wie sich der Kurs nach ein paar Monaten entwickelt hatte, aber mehr Aktivitäten setzen sie nicht. Ob sich im Fonds irgendetwas geändert hat oder nicht, bekommen die meisten nicht mit.

Anders sieht es bei den Hausbanken aus, denn es kann sein, dass der Kurs deutlich nach oben gegangen ist und die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund des Berichts die Chance für ihre Kundinnen und Kunden sehen, einen erheblichen Ertrag einzustreifen und kontaktieren diese, ob sie nicht ihre Anteile verkaufen wollen, um den Gewinn zu realisieren. Der Rechenschaftsbericht ist eine Form, die es natürlich auch abseits der Investmentfonds gibt, zum Beispiel bei sozialen Organisationen, die berichten, was mit den Spendengeldern passiert ist. Im Falle der Fonds ist es auch eine Möglichkeit, die weitere Entwicklung besser ablesen zu können.

Vor allem sind alle wichtigen Eckdaten eingetragen und man kann den Status des Fonds ablesen. Noch spannender wird es, wenn man diesen aktuellen Bericht mit dem vorjährigen vergleicht, was sehr ähnlich ist mit dem Bilanzvergleich in der Buchführung. So lässt sich erkennen, wie die Anteile sich verschoben haben, was bei einer Verlagerung des Schwerpunkts auch passieren kann.

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Börse Fonds RechenschaftsberichtArtikel-Thema:
Investmentfonds Rechenschaftsbericht
letztes Datum:
19. 07. 2019

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