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Aktienhandel Fundamentanalyse

Fakten und Zahlen als Grundlage

Die Chartanalyse bietet die Möglichkeit aufgrund von Muster eine Aktie in ihrer aktuellen Situation zu beurteilen. Emotionen, wie sie von den Anlegerinnen und Anlegern entwickelt werden - Hoffnungen, Enttäuschungen, Ängste - sind die Grundlage dieser Bewertungsform, denn diese führen zu Anstieg oder Rückfall des Kurses und der Kurs mit seiner Entwicklung ist die Basis der Chartanalyse und damit der Aktienanalyse. Es geht aber auch anders, denn die Alternative ist die Fundamentalanalyse, die rein nach Betriebszahlen agiert.

Fundamentalanalyse: Unternehmensdaten als Grundlage

Börse Aktien FundamentalanalyseDie Fundamentalanalyse interessiert sich nicht für die Befindlichkeiten der Anlegerinnen und Anleger und damit der Veränderungen des Kurses in den letzten Wochen oder auch Jahren, sondern orientiert sich an den Fakten des Unternehmens. Entwicklungen beim Umsatz spielen eine Rolle, Vergleichszahlen der letzten Perioden sind ebenfalls ein Thema. Doch das Unternehmen besteht aus verschiedenen Abteilungen und eigentlich möchte man wissen, ob man die Aktie kaufen soll oder ob man besser die Finger davon lässt.

Damit diese Möglichkeit besser beantwortet werden kann, verwendet die Fundamentalanalyse nicht einfach Zahlen, sondern setzt sie ein, um zu Kennzahlen zu kommen. Dabei haben sich verschiedene Werte entwickelt wie beispielsweise das KGV. KGV steht für das Kurs-Gewinn-Verhältnis und zeigt an, wie sich die Relation zwischen dem möglichen Gewinn des Unternehmens und dem aktuellen Kurs pro Aktie darstellt, um eine Aussage zu finden. Bei dieser Kennzahl würde ein niedriger Wert von einer billigen Aktien ausgehen, wobei auch hier gilt, dass man nur Schätzwerte zur Verfügung hat, denn der genaue Wert ist nicht bekannt. Also arbeitet man bei solchen Kennzahlen zwar nicht mit Emotionen wie bei der Chartanalyse, aber im voraus geschätzte Zahlen sind auch nicht absolut sicher und eine mögliche Situation, die so nicht eintreffen muss.

Es gibt eine Reihe solcher Kennzahlen, die sich mit der Rendite, mit der Eigenkapitalquote und ähnlichen Überlegungen auseinandersetzen, um die Aktie und das Unternehmen besser einschätzen zu können. Somit blickt man hinter die Kulissen und orientiert sich an der Realwirtschaft und weniger an den Prognosen an der Börse, die manchmal so wirken, als wären sie mit der Glaskugel erstellt worden.

Bedeutung der Fundamentalanalyse

Man könnte jetzt die Aussage treffen, dass die Chartanalyse viel ungenauer ist, weil ehemalige Spitzenwerte nach oben und unten bekannt sind, die aber nicht immer stimmen müssen. Nicht selten steigt eine Aktie weit über den ehemaligen Spitzenwert, wodurch alle Überlegungen der Chartanalyse fast hinfällig sind.

In der Fundamentalanalyse geht man von den realwirtschaftlichen Daten der Aktiengesellschaft aus und ist damit auf sicherem Boden. Ist man das aber wirklich? Das würde voraussetzen, dass man weiß, wie sich ein Markt entwickelt und es gibt genug Beispiele von großen Gewinnern wie IBM in der Computerbranche oder Nokia bei den Mobiltelefonen, die von einem Tag auf den nächsten große Probleme bekamen - aus verschiedenen Gründen.

Die Märkte sind immer in Bewegung und das darf man nie vergessen. Dennoch ist es weniger Raterei, wie ein Unternehmen dasteht, weil man die Bilanzwerte berücksichtigt und auch das Verhältnis der echten Wirtschaftsdaten mit der Entwicklung des Aktienkurses vergleichen kann. Damit bekommt man schon konkrete Aussagen, ob eine Aktie kaufbar ist oder ob man sich doch eher etwas anderes suchen sollte. Das hängt natürlich auch von der Gesamtsituation ab, denn wenn ein bekanntes Unternehmen einen neuen Geschäftsbereich aufbaut, weiß man noch nicht, wohin die Reise geht. Man kann aber überprüfen, was das Unternehmen bisher vollbracht hat und daraus seine Schlüsse ziehen.

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