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Investmentfonds Garantiefonds

Geldleistungen werden garantiert

Unter einem Garantiefonds versteht man einen Investmentfonds, der eine bestimmte Laufzeit hat und der dem Anleger bestimmte finanzielle Leistungen verspricht. Dabei kann es sich um eine Rückzahlungsgarantie des eingesetzten Kapitals handeln oder auch zusätzlich um eine Zinsgarantie.

Garantiefonds Art der versprochenen Leistungen

Diese Form des Investmentfonds wird im täglichen Bankengeschäft gerne in Beratungsgespräche mit Kunden eingesetzt, um eine attraktive Anlageart präsentieren und anbieten zu können. Denn das Risiko ist reduziert und die Fonds sind natürlich dadurch sehr beliebt geworden. Nicht wenige Menschen haben noch nie mit der Börse zu tun gehabt und wünschen sich ein Börsenprodukt, das funktioniert wie das gute alte Sparbuch - am besten hohe Zinsen und Null Risiko, aber das gibt es eben nicht. Selbst bei recht sicheren Anleihenfonds gibt es ein Restrisiko. Daher ist die Aussicht auf eine Garantie ein attraktives Argument.

Im Falle einer Kapitalgarantie wird dem Anleger versprochen, dass sein Kapital am Ende der Laufzeit zu 100 Prozent rückerstattet wird, auch dann, wenn der Fonds wider Erwarten völlig einbrechen würde. Der Anleger hat damit Garantie, dass er seine Einlage nicht verlieren kann, was ihm beispielsweise beim Aktienhandel sehr wohl passieren könnte. Auch bei jedem anderen Fonds könnte es dazu kommen, wenn der Markt Probleme bekommt.

Darüber hinaus gibt es Investmentfonds, die eine Zinsgarantie oder eine Ertragsgarantie beinhalten. Aktuell setzt sich die Höchststandsgarantie immer öfter durch. Die Höchststandsgarantie wollen wir hier als Beispiel heranziehen.

Beispiel für die Höchststandsgarantie

Nehmen wir an, ein Investmentfonds-Anteil ist zum Zeitpunkt der Zeichnung EUR 100,-- wert. Der Fonds läuft fix sechs Jahre lang und nach drei Jahren hat er sich erfolgreich entwickelt und der Anteil liegt nun bei EUR 200,--, also bei einem Reingewinn von 100 Prozent. Am Ende der sechs Jahre bricht der Investmentfonds aber völlig ein und hat nur noch einen Wert von EUR 80,--.

Normalerweise würde man dann die EUR 80,-- erhalten, hätte also einen Verlust von EUR 20,-- und zusätzlich keinerlei Zinsertrag. Ein Sparbuch wäre dann die sicherere und bessere Variante gewesen. Durch die Höchststandsgarantie hingegen erhält der Anleger 80% des höchsten Standes, der erreicht worden ist, in dem Fall 80 % von EUR 200,--, also EUR 160,-- und damit wird ein Gewinn von EUR 60,-- erreicht, obwohl am Ende der Laufzeit der Fonds am Boden war.

Dass diese Varianten sehr beliebt sind, liegt auf der Hand. Die Fondsverwaltung spekuliert auch damit, denn so findet man viele Anlegerinnen und Anleger und kann mehr Geld für die Investitionen nutzen und auf der anderen Seite haben die Anlegerinnen und Anleger kaum Sorgen, dass etwas schief gehen könnte. Bei einer Aktie oder einem anderen Investmentfonds wäre man im aktuellen Beispiel mit einem Verlust ausgestiegen.

Die Idee ist natürlich nicht neu, denn es gibt auch im aktiven Börsenhandel Aufträge, sogenannte Order, die man so bestücken kann, dass sie ab einem bestimmten Wert die Aktiven verkauft. Steigt der Kurs aber, dann steigt auch dieser Verkaufswert und so gewinnt man zwar bei Kursgewinn, verliert diesen Gewinn aber nicht gleich wieder, wenn die Aktie einbricht. Diese Orderart nennt sich  Trailing-Stop-Order.

Und zumindest angelehnt an das Konzept gibt es die Höchststandsgarantie, bei der der Wert der 80 % vom Höchststand immer weiter steigt, je höher der Kurs geht, auch wenn es am Ende ganz böse aussieht.

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Börse Fonds GarantiefondsArtikel-Thema:
Investmentfonds Garantiefonds
letztes Datum:
19. 07. 2019

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