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Aktienindex MSCI

Weltweite Aktienindizes

MSCI als Finanzdienstleister bietet verschiedene globale Aktienindizes an, die man als Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung und natürlich auch zum Investieren nutzen kann. Selbst Kleinanlegerinnen und Kleinanleger haben hier Möglichkeiten, Geld anzulegen. Dabei gibt es mit dem MSCI World einen weltweiten Aktienindex der Industriestaaten und mit dem MSCI Emerging Markets einen für die Schwellenländer. Es geht aber gemeinsam und dann in Form vom MSCI All Country World Index.

MSCI All Country World Index

MSCI steht für den US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International und bietet den Aktienindex als globales Instrument an. Das gilt sowohl für die Überprüfung, wie sich die Wirtschaft auf dem Planeten Erde entwickelt als auch als Möglichkeit, sein Geld anzulegen. Im Gegensatz zu den vorgenannten Aktienindizes beinhaltet der All Country Index sowohl die 23 Industriestaaten oder entwickelten Staaten, die im MSCI World zu finden sind als auch 21 Schwellenländer, die man im Emerging Markets findet. Damit verändert sich die Wertigkeiten, was die Anteile betrifft.

Die USA, die im World Index über 50 Prozent Anteil haben, haben auch im All Country World Index mit über 48 Prozent den mit Abstand größten Anteil. Großbritannien und Japan sind mit rund acht Prozent auch stark vertreten, Deutschland mit 3,5 % hat eher einen geringeren Anteil, China als größtes Schwellenland ist mit knapp über zwei Prozent Anteil zu finden. Dabei gilt es natürlich zu bedenken, dass diese Anteile sich immer wieder verändern und somit auch die Prozentwerte sich verschieben, aber generell ist das große Kapital wieder in den USA zu finden.

Spannend ist der Aktienindex allemal, weil man ablesen kann, wie sich die globale Wirtschaft verändert. Gerade in Krisenzeiten ist interessant zu beobachten, wie der Index nach oben geht, während die Unternehmen noch mit Problemen behaftet sind. Diese brauchen länger, bis die positive Stimmung bei ihnen angekommen ist.

Spannend ist der Index aber auch aus einem anderen Grund. Denn die US-Großkonzerne stellen die größten Werte im globalen Vergleich, agieren aber häufig mit Fabriken in den Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien und anderen Nationen. Das bedeutet, dass es eine wechselseitige Wirkung gibt. Wenn in China die Wirtschaft Probleme bekommt, wirkt sich das auch auf die USA und die US-Unternehmen aus und umgekehrt. Gleiches gilt natürlich auch im positiven Sinne, wenn in China die Wirtschaft boomt und die Nachfrage steigt.

Es ist spannend, den MSCI World mit dem Emerging Markets zu vergleichen, um zu sehen, wie die entwickelten Staaten im Vergleich zu den Schwellenländern dastehen. Aber gleichzeitig ist die Zusammenführung dieser Länder auch interessant, um einen weiteren Zugang zum Thema zu erhalten.

MSCI Emerging Markets Index

MSCI steht für den US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International und mit dem Emerging Markets Index wird zum World Index eine Alternative angeboten. Beides sind Aktienfonds, aber das Investieren in diese Fonds stellt sich sehr unterschiedlich dar. Während trotz eines doch erheblichen Risikos das Investieren selbst für Kleinanlegerinnen und Kleinanleger in die Industriestaaten (MSCI World Index) überlegenswert ist, muss man wissen, was man tut, wenn man in die Emerging Markets investiert.

Übersetzt handelt es sich dabei um die Schwellenländer oder Länder der sogenannten Zweiten Welt. Das sind sowohl große Nationen als auch kleinere Länder. Die kleineren Länder sind zum Beispiel europäische Staaten wie Bulgarien oder auch Rumänien, Es gibt aber auch Giganten wie das aufstrebende China oder Brasilien, Indien, Südkorea und Südafrika. Wenn man sich die Dynamik in China betrachtet, ist es bald schon nicht mehr möglich, von einem Schwellenland zu sprechen.

Beim MSCI World stellen die USA mehr als 50 % aller Aktienwerte, beim MSCI Emerging Markets ist die Aufteilung anders gewichtet. China hat die Führerschaft mit fast 20 % Anteile, aber Südkorea mit über 16 % oder Taiwan mit 12 % sowie Brasilien mit 10 % sind ebenfalls wesentlich vertreten.

Dieser Aktienindex zeigt die Entwicklung der Schwellenländer in wirtschaftlicher Hinsicht. Wie beim MSCI World gibt es aber natürlich das Problem, dass die Aktien weit schneller steigen können, als die Wirtschaft in der Realität. Damit kann man manchmal ablesen, dass es stark aufwärts geht, aber das muss nicht zwangsläufig heißen, dass dies auch der Fall ist.

In diese globalen Aktienindizes kann man auch als Kleinanleger/in investieren, doch das Risiko ist zu beachten. Ein globaler Aktienfonds streut natürlich, aber die Schwankungen sind bei den Industriestaaten geringer. In China hatte man schon ein Plus von bis zu 30 % in einem Jahr erlebt, aber es kann im Krisenfall auch deutlich nach unten gehen. Daher ist zu überlegen, ob man dieses Risiko eingehen möchte.

MSCI Frontier Markets oder auch Grenzmärkte

In diesem Fonds sind 26 Nationen enthalten, deren Volkswirtschaft man wirtschaftlich den Grenzmärkten zuordnen kann. Das sind Länder, die also eine Entwicklung vor sich haben, um in den Status von China, Indien & Co. aufzurücken. Darunter findet man osteuropäische Länder genauso wie auch Länder aus Asien, Afrika und Südamerika.

Kroatien aus Europa ist hier genauso ein Thema wie Vietnam aus Asien oder Nigeria aus Afrika. Manche Länder wie Katar haben ein hohes Einkommen, aber die Volkswirtschaft hat noch viel Luft nach oben, um zu wachsen. Und dieses Wachstum ist für die Investoren von großer Bedeutung, wobei sie von Markt zu Markt springen. In China gab es enorme Zuwachsraten, doch nun ist Stabilität angesagt und prompt wechseln Anlegerinnen und Anleger gerne auf die Frontier Markets, um mit ihrem Geld wieder viel Profit zu erwirtschaften.

Das Problem der Definition

Dabei ist es sehr schwer zu erheben, was ein Grenzland und was ein Schwellenland ist. Die ölfördernden Länder haben hohe Einnahmen, aber das betrifft nicht alle Menschen und daher ist die Volkswirtschaft entwicklungswürdig. Andere Länder haben keine so großen Einnahmenquellen, aber die Volkswirtschaft wächst deutlich.

Die Frontier Markets oder zu deutsch Grenzmärkte beziehen sich daher nicht auf einen bestimmten Wert, sondern auf das Potential des Wachstums und hier vor allem der Volkswirtschaft und ihrer Möglichkeiten. Anstiege von bis zu 30 Prozent, wie das bei China, Indien & Co. schon erlebt wurden, sind durchaus möglich, aber gleichzeitig hat man als Anleger auch ein weit höheres Risiko zu tragen.

MSCI World Index

MSCI steht für den US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International und der Index wird seit 1969 angeboten. Es gibt ihn als Kursindex, als Performanceindex ohne und als Performanceindex mit Berücksichtigung der Quellensteuer, wobei er meist nur als Kursindex verwendet und zitiert wird.

Grundlage dieses globalen Aktienindex sind die Aktien von 23 Industrieländer, die da wären: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien und USA. Insgesamt hat der Aktienindex MSCI World Index 6.000 verschiedene Aktienwerte zusammengefasst, was bedeutet, dass man weltweit den Trend in der Wirtschaft ablesen kann. Somit bietet sich ein Blick auf den Index an, wenn man wissen will, wie es um die globale Wirtschaft bestellt ist.

Wesentlich ist aber auch, dass Entwicklungsländer in diesem Aktienindex kein Thema sind, auch Aktien kleinerer Unternehmen werden nicht berücksichtigt. Und wie bei jedem Aktienindex ist eine 1:1-Analyse nicht möglich. Nicht selten steigt der MSCI World deutlich an, während in den Unternehmen noch nicht viel davon zu merken ist. Die Realwirtschaft braucht zum Beispiel nach einer schweren Krise weit länger, um wieder Erfolge melden zu können, als der globale Aktienindex, bei dem die Werte viel schneller in die Höhe steigen können.

Interessant ist auch die Gewichtung. Durch die großen Kapitalmengen in den USA an den Börsen steuern die Vereinigten Staaten von Amerika über 50 Prozent der 6.000 Aktienwerte bei. Europa bringt es nicht einmal auf ein Drittel. Das bedeutet auch, dass ein weltweiter Boom, bei dem die USA nicht mitmacht, sich im Aktienindex kaum zeigen kann oder umgekehrt, dass ein US-Wirtschaftswunder den Index viel stärker prägt, auch wenn in Japan und Europa die Krise zu Hause ist.

Ein Problem ist auch die Tatsache, dass der MSCI World als Kursindex zum Vergleich angeboten wird. Das heißt, man vergleicht zum Beispiel einen Performanceindex wie den DAX aus Frankfurt mit dem MSCI World als Kursindex, was zur Folge hat, dass der Vergleich hinkt. Denn beim Performanceindex wird angenommen, dass die Gewinne (Dividenden) refinanziert und wiederveranlagt werden, was eine komplett andere Ausgangsposition darstellt als beim reinen Kursindex.

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Börse Aktienindex MSCIArtikel-Thema:
Aktienindex MSCI
letztes Datum:
19. 07. 2019

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