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Börsenarten Nachbörse

Handel nach Börsenschluss

Der Börsenhandel kennt keine Öffnungszeiten, dennoch wird die Eröffnung der Börsensitzung auch medial gerne gezeigt und fast gefeiert und auch der Börsenschluss findet Eingang in die Medien, weil dann darüber berichtet wird, wie sich einzelne Aktien gehalten haben oder wie sich der Aktienindex der Börse, zum Beispiel der DAX in Frankfurt oder der Dow Jones Index in New York gehalten hat.

Ende des Börsentages ist nicht Ende des Börsenhandels

Aber damit ist der Börsenhandel nicht abgeschlossen, denn im Zeitalter von Internet ist es auch möglich geworden, Verkäufe und Käufe zu einer Zeit zu tätigen, zu der die betroffene Börse nicht geöffnet hat. Früher waren auch die Telefonvereinbarungen wesentlich für die Abhandlungen nach Börsenschluss verantwortlich. Es gibt auch heute noch, aber das Internet hat mit den Online-Brokerangeboten einen neuen Schwerpunkt aufgebaut.

Dieser Handel nach "Betriebsschluss" der Börse wird Nachbörse genannt, weil nach Schluss der Börsensitzung weitergehandelt wird und das hat natürlich Auswirkungen auf die Kurse. Ein Kurs schließt vielleicht mit 270 Dollar an Wert und wenn die Börse am nächsten Tag öffnet, freut sich der Anleger, dass er um günstige 270 Dollar Aktien kaufen kann und staunt nicht schlecht, weil die Aktie bei 280 Dollar liegt. Die Differenz ergibt sich aus dem Handel, der abseits der Börsenzeiten erfolgt war.

Die Nachbörse ist daher ein relevanter Faktor für den Börsenhandel geworden und darf nicht unterschätzt werden. Die Online-Anzeigen der jeweiligen Kurse, die rund um die Uhr im Internet angeboten werden, helfen, die dargestellte Überraschung zu verhindern, sodass man verfolgen kann, wie sich die Kurse verändern, auch wenn die Börse eigentlich geschlossen hält und sich der Nachtruhe oder des Wochenendes erfreut.

Gerade im Internet kann man auch verfolgen, dass sich die wesentlichen Kurse noch leicht ändern, obwohl die Börse eigentlich schon dicht gemacht hat. Die Nachbörse gilt aber auch nur für das Ende des Tages. Ab Mitternacht gibt es nämlich den nächsten Begriff mit der Vorbörse. Von der grundsätzlichen Bedeutung her ändert sich nichts, es ist nur ein neuer Begriff, weil man sich nun in den Stunden vor Öffnung der Börse für einen neuen Handelstag befindet.

Die Nachbörse kann dann besonders spannend sein, wenn man in Europa wahrnimmt, wie in den USA auf die Kursveränderungen reagiert wird. Das gilt natürlich besonders für global agierende Großunternehmen. Um nicht am nächsten Börsentag überrascht zu werden, agiert man lieber gleich - obwohl man natürlich auch völlig falsch liegen kann.

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Börsenarten NachbörseArtikel-Thema:
Börsenarten Nachbörse
letztes Datum:
29. 06. 2019

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