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Pennystocks an der Börse

Sehr billige Aktien mit sehr großer Dynamik

Rund um die Aktien gibt es eine ganze Reihe von Begriffe, um die Aktien näher zu beschreiben. Sehr bekannt ist zum Beispiel der Ausdruck der Blue Chips als Schwergewichte im Aktienhandel, die große Unternehmen repräsentieren. Weniger bekannt ist hingegen der Ausdruck Pennystocks, der vor allem im US-amerikanischen Aktienhandel ein Thema ist.

Was versteht man unter Pennystocks?

Der Name bezieht sich auf den Penny und damit auf sehr geringe Geldmengen und umschreibt Aktien, die maximal fünf US-Dollar kosten, häufig aber sind Anteile um oder unter einen Dollar zu haben. Damit unterscheiden sie sich klar von schweren Aktien, für die man viel Geld auf den Tisch legen muss und bieten eine Fülle an Überlegungen an. Man kann die Pennystocks auch als "Ein-Dollar-Aktien" übersetzen, doch braucht es erstens eine große Menge Risikobereitschaft und zum anderen auch Zeit, um die richtigen Werte auszuwählen, wenn man sich dafür entscheiden sollte.

Pennystocks als sehr günstige Aktie an der Börse

Pennystocks-Grundlagen

Wie kommt es überhaupt zu solch geringen Werten? Häufig handelt es sich um Aktiengesellschaften, die entweder erst vor kurzem gegründet wurden und länger als erwartet brauchen, um Gewinne zu erwirtschaften oder umgekehrt um Unternehmen, die längerfristig Probleme haben. Dabei gilt aber auch zu beachten, dass man nicht ewig unter einem Dollar notieren darf. Als Beispiel wird hier gerne die NASDAQ genannt, die eine 30-Tage-Frist hat. Wenn man innerhalb von 30 Tagen kein einziges Mal die Marke von einem US-Dollar übertreffen konnte, fliegt man aus dem Index - man spricht auch vom "Delisting".

Pennystocks in der Börsenpraxis

Diese Aktien agieren anders als die üblichen Aktien. Einkauf und Verkauf sorgen für deutliche Kursveränderungen und so ist eine Empfehlung bereits vorweg, dass man nur ein bestimmtes Kontingent anstrebt und dabei den aktuellen Kurs berücksichtigt. Die Kurse bei den Pennystocks springen deutlicher in die eine oder andere Richtung und manche wählen zum Verlustausgleich bewusst solche Aktien, um ihren bisherigen Gewinn zu schmälern, andere wollen mit wenig Geld in die Rallye einsteigen und können durchaus respektable Gewinne einfahren.

Welche Bedeutung vor allem in den USA diese Aktien auch im Hinblick auf Einkommen, Gewinn und Steuern hat, zeigt die Zeitphase rund um den Jahreswechsel. Von Dezember bis Februar gibt es viel Bewegung, weil die einen noch schnell einkaufen, während die anderen schnell verkaufen - je nachdem, wie viel Steuern sie zahlen müssten und wie das Jahr sonst bisher gelaufen ist. Daher können die Kurse im Dezember noch deutlich ansteigen, fallen dann aber rapide, ehe im Februar wieder eingekauft wird. Erwischt man den günstigen Moment nach Jahreswechsel, kann man gut mitnaschen.

Dieser Börsenhandel sollte aber nur angestrebt werden, wenn man die entsprechenden Erfahrungen mitbringt, weil man sich sonst ins eigene Knie schießen könnte. Es klingt verlockend, wenn man Aktienpakete zu einem sehr geringen Preis beziehen kann, aber erstens springen die Kurse teilweise extrem hinauf und hinuntern und außerdem gibt es keine Garantie, dass ein lange nicht mehr erfolgreiches Unternehmen noch einmal die Kurve kriegt. Es ist schön, wenn die Anteile günstig angeboten werden, aber wer weiß, wie viel sie in einem Wert noch wert sind - oder gibt es die Aktiengesellschaft dann überhaupt noch?

Andererseits sind manche Unternehmen auch durch Pennystocks aufgefallen und starteten dann richtig durch. So wirklich genau ist es bei der Fülle der Angebote nicht zu erheben, welches Unternehmen den Turnaround schaffen kann und welches nicht.

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Die Aktien lassen sich auf verschiedene Art und Weise untergliedern. Ein wesentliches Kriterium ist ihr eigentlicher Charakter. Die Stammaktie ist der typische Fall eines Wertpapiers mit zusätzlichen Rechten. Anders sieht es bei der Vorzugsaktie aus, bei der man etwa kein Stimmrecht sein eigen nennt. Dazu gibt es die Gratisaktie und auch die nennwertlose Aktie.

Eine andere Art der Gliederung ist mit dem Wert und der Bedeutung machbar. Pennystocks sind etwa extrem günstige Aktien, bei denen man aber auch Erfahrung im Handel braucht. Ein bekannter Begriff ist jener der Blue Chips als Schwergewichte an den Börsen und damit eigentlich als Gegenteil zu den Pennystocks. Auch der Unterschied der leichten Aktie und der schweren Aktie ist typisch für Begriffe rund um den Wert des Wertpapiers.

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Pennystocks: sehr günstige AktieArtikel-Thema: Pennystocks an der Börse
Beschreibung: Pennystocks ist ein Börsenbegriff für Aktien, die für ein paar Dollar zu haben sind und damit sind sie sehr dynamisch, aber es gibt auch ein höheres Risiko.

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