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Börsenarten Zitterbörse als unsichere Börsensituation

Sehr nervöse Marktsituation

Das Leben an der Börse kann aus Sicht der Anlegerinnen und Anleger sehr einfach sein. Wenn die Kurse steigen, ärgert man sich vielleicht, nicht früher investiert zu haben, aber man kann weiter Aktien kaufen, um vom Anstieg zu profitieren. Sinken die Kurse, dann ist man froh, wenn man rechtzeitig verkauft hat, um den Verlust zu reduzieren. Ob das immer so klug ist, ist die Frage und es ist eigentlich nicht im Sinne der Unternehmen, deren Aktienwerte sich noch weiter reduzieren.

Zitterbörse als sarkastische Umschreibung

Börsenarten ZitterbörseAber die Situation ist klar. Und dann gibt es die Zitterbörse. Zitterbörse ist keine spezielle Börsenart, sondern ein Begriff für eine Situation, in der sich eine Börse bald befinden kann, nämlich immer dann, wenn es weder sichtbar rauf noch runter geht und wenn auch keine Tendenz ablesbar ist. Das ist dann vor allem der Fall, wenn es keine Krise gibt, aber wirtschaftlich auch nicht viel weitergeht. In solch einer Marktsituation weiß man nicht, wie man sich verhalten soll.

Und genau diese Unsicherheit löst nervöse Handlungen aus. Oft reicht es, wenn ein großer Anleger zu verkaufen beginnt und alle anderen machen es ihm nach - obwohl es rational gesehen keinen Grund dafür gibt. Die Kurse stürzen und je weiter sie stürzen, desto mehr Leute verkaufen ihre Anteile, wodurch sich die Situation noch verschärft. Es kann aber auch in die Gegenrichtung gehen und alle kaufen ein, weil sie zu erkennen glauben, dass die Kurse deutlich ansteigen und die Erwartung für Gewinne steigt ebenso stark.

Da man aber nicht weiß, welche der beiden Situationen zutrifft, ist die Börse in ihrer Gesamtheit nervös und so war der Begriff Zitterbörse fast logisch. Es handelt sich also um eine Marktsituation, die schwer auszurechnen ist und die es immer wieder beim Handel mit Aktien, Investmentfonds, aber auch mit Rohstoffen und Währungen gibt. Gerade aber bei den Aktien gibt es oft heftige Reaktionen, wenn ein Teil der Anlegerinnen und Anleger zu erkennen glaubt, wie es weitergeht - und liegen oft falsch.

Die Zitterbörse kann sich noch stärker ausprägen, wenn es mehrfach solche Reaktionen mit Gegenreaktionen gibt, denn dann ist die Verunsicherung nur noch größer und Profis warten meist ab, wie es weitergeht, denn Hektik hat in so einer Handelssituation selten geholfen. Spannend ist es dann auch mit der Nachbörse und Vorbörse, also dem Handel nach Börsenschluss und der Verlauf bis zum Eröffnungskurses des nächsten Tages.

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