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Computerbörse

Internet veränderte auch den Börsenhandel

Der Börsenhandel war ursprünglich auch als Präsenzbörse zu umschreiben, weil die Akteure vor Ort in der Börse vorhanden waren. Sie erteilten den Händlern ihre Aufträge für den Kauf oder Verkauf von Aktien und anderen Wertpapieren sowie Waren oder Termingeschäften. Heute ist das völlig anders gestaltet, weil auch der Bereich des umfangreichen Börsenhandels durch das Internet eine ganz andere Geschwindigkeit erfahren hat.

Was versteht man unter einer Computerbörse?

ComputerbörseMan könnte meinen, dass mit der Computerbörse ein automatisiertes System gemeint ist und das ist nicht ganz falsch, aber vollkommen richtig ist es auch nicht. Der Begriff Computerbörse umschreibt die Gesamtheit des Börsenhandels mit der Möglichkeit, von zu Hause aus oder auch vom Büro aus seine Aufträge für Verkäufe und Käufe von Wertpapieren und anderen Finanzprodukten erteilen zu können. Die Begriffe Vorbörse und Nachbörse haben damit auch eine Aufwertung erfahren, weil fern der Öffnungszeiten der Börse weiter Handel betrieben werden kann. Man ist längst nicht mehr auf die tatsächlichen Öffnungszeiten begrenzt - es gibt den Handel von Montag bis Sonntag von 0 bis 24 Uhr.

Das gab es zwar davor auch schon durch den Telefonhandel, bei dem abseits der Börse die Besitzverhältnisse von Aktien & Co. verändert wurden, aber mit dem Internet wurde das Handeln ungeachtet von Tag und Uhrzeit noch intensiver. Zwar ist der Börsentag weiterhin wichtig, weil man die Entwicklungen genauer beobachten kann und auch entsprechende Reaktionen umsetzt, aber die Computerbörse ist eigentlich das Eingangsportal für viele Nutzer, die über unterschiedliche Zugänge am Börsenhandel teilhaben können - selbst während des Urlaubs am Strand. Ein Handy und der Zugang zu einem Portal mit den Depotdaten ist schon völlig ausreichend.

Computerbörse als Standardpaket

Weiterhin kann man telefonisch seine Aufträge an die Börsenhändler am Floor oder zu Deutsch Parkett erteilen, aber viel öfter wird über das Internet entsprechend agiert. Die Hausbanken bieten in der Regel den Handel mit Aktien und anderen Wertpapieren wie auch Fondsanteilen an, dazu gibt es viele Anbieter, bei denen man Depots buchen und erstellen kann. Damit ist man in der Lage, Aufträge zu formulieren und verschiedene zusätzliche Möglichkeiten zu nutzen.

Denn es bleibt nicht nur dabei zu kaufen und zu verkaufen, man hat auch Einstellungsmöglichkeiten wie etwa bestimmte Limits, damit bei einem starken Kursrückgang automatisch die Anteile zum eingestellten Preis verkauft werden, bevor der Kurs noch weiter fällt. Automatisierte Lösungen sind daher auch eine Hilfestellung in schwierigen Zeiten, wenn man die Entwicklung der einzelnen Kurse nicht so leicht ablesen kann.

Die meisten Börsen weltweit sind als Computerbörsen zu umschreiben und sind vernetzt mit verschiedensten Anbietern und erhalten täglich unzählige Aufträge. Das Internet hat natürlich auch die Welt kleiner gemacht. Wenn in China Panik herrscht, ist in Europa das Klima bei Öffnung der Börsen auch nicht so erfreulich und das pflanzt sich bis zu den US-Börsen fort. Das ist nicht immer praxisgerecht, weil oft psychologische Reaktionen der Grund für Kursstürze sind und nicht realwirtschaftliche Veränderungen, zeigt aber einmal mehr die Vernetzung von Informationen und natürlich dem Börsenhandel selbst.

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