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Einnahmen-Ausgabe-Rechner: die Gewinnermittlung

Gewinnermittlung: Einnahmen - Ausgaben

Im Grunde verfolgen die doppelte Buchhaltung und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (oder Überschussrechnung) das gleiche Ziel: die Ermittlung der Gewinnhöhe oder - wenn es nicht so gut lief - der Verlusthöhe. Der Unterschied besteht in den Aufzeichnungen und in der Technik.

Gewinnermittlung bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Bei der doppelten Buchhaltung gibt es den Kontorahmen und die Konten, das fällt bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung hingegen weg. Die Grundlage für die Gewinnermittlung ist in diesem System die Sammlung der Belege und die Aufstellung der Beträge der Geschäftsfälle. Theoretisch könnte man auf die Aufzeichnungen verzichten, aber nur theoretisch.

Denn die Belege in gesammelter Form wären Beweis genug für die Geschäftsfälle, doch für die Ermittlung der monatlichen oder in manchen Fällen vierteljährlichen Umsatzsteuer, die abzuführen ist, braucht es die Belege als gelistete Aufzeichnung. Hier werden nicht Konten verwendet, sondern eine Liste der Zahlungen und Einnahmen, beispielsweise als Tabellenkalkulation oder auch als simples, kleines Buchhaltungsprogramm. Mit Konten kann man trotzdem arbeiten, muss es aber nicht. Das hängt auch davon ab, mit wie vielen Geschäftsfällen man es zu tun hat.

Und so, wie die Umsatzsteuer mit diesen Aufzeichnungen ermittelt wird, arbeitet auch die Gewinnermittlung bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Es werden die Summen der Betriebseinnahmen zusammengefasst und davon die Summen der Betriebsausgaben abgezogen. Waren die Einnahmen höher, dann hat man einen Gewinn erwirtschaftet, waren sie niedriger, dann gab es einen Verlust.

Einfache Darstellung der Gewinnermittlung:

Summe der Einnahmen - Summe der Ausgaben = Ergebnis.

Ist das Ergebnis negativ, hat man einen Verlust eingefahren, ist das Ergebnis positiv, hat man einen Gewinn erwirtschaftet.

Kein Übertrag wie in der doppelten Buchhaltung

Zumeist wird bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung als Belegbasis ein Kassabuch geführt, die Bankbelege sind relevant und dann die Aufstellung der jeweiligen Geschäftsfälle. Es kann natürlich sein, dass die Bewegungen ausschließlich über das Bankkonto erfolgt sind, aber das ist unrealistisch, weil das Büromaterial wird bar bezahlt und schon ist ein Geschäftsfall genannt, der nur dann über die Bank laufen würde, wenn man immer mit Bankomatkarte zahlt.

Allerdings geht der Trend auch zu dieser Zahlungsform über, wobei die Frage auch ist, was man für ein Unternehmen hat. Denn im Handel ist die Zahlung per Bankomatkasse üblich geworden, ein Dienstleister als Einzelunternehmer hat solch eine Einrichtung nicht, bekommt aber meist das Geld ohnehin per Überweisung auf das Bankkonto eingezahlt.

Neben der Tatsache, dass man keine Konten verwendet und nicht im richtigen Sinne bucht, ist der nächste Unterschied, dass der Gewinn keinem Kapital zugerechnet wird und es keine Jahresübertragung gibt. Es gibt bei den Einnahmen und Ausgaben auch keine Abgrenzungen. Alles was vom 1.1. bis zum 31.12. passiert gilt, Zahlungen vom letzten oder im nächsten Jahr sind kein Thema, Abgrenzungen gibt es nicht.

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Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist die vereinfachte Alternative zur doppelten Buchhaltung, jedoch mit dem gleichen Auftrag und Ziel, nämlich der Erfassung der Geschäftsfälle samt Ermittlung der Steuerhöhe. Die Gewinnermittlung erfolgt daher auch vereinfacht, ist aber gleichfalls eine Überschneidung mit einem der Verfahren der doppelten Buchhaltung.

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Einnahmen-Ausgaben-Rechnung GewinnermittlungArtikel-Thema: Einnahmen-Ausgabe-Rechner: die Gewinnermittlung
Beschreibung: Die Gewinnermittlung bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erfolgt durch den Vergleich der gesamten Einnahmen und Ausgaben.

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