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Einzelbewertung als Vorschrift in der Buchhaltung

Vermögen wird individuell analysiert

Als letzter und zehnter Grundsatz in der Buchhaltung gilt der Grundsatz der Einzelbewertung. Damit ist gemeint, dass Vermögensgegenstände welcher Art auch immer einzeln zu bewerten sind. Ausnahmen können bei großer Stückzahl gemacht werden, damit die Arbeit nicht ausufert, aber ansonsten gilt der Grundsatz generell. Dieser Grundsatz ist aber wiederum auf die doppelte Buchhaltung bezogen, denn bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gibt es die Bewertung nicht.

Was ist die Einzelbewertung in der Buchhaltung?

Der Grundsatz der Einzelbewertung schreibt vor, dass jede einzelne Position von offenen Rechnungen bis zu Grundstücke auch einzeln hinterfragt werden muss. Es ist also nicht zulässig, alle Rechnungen als Gesamtheit anzusehen, um präzise Aussagen pro Kunde und Rechnung treffen zu können. Damit bleibt die Buchhaltung auch nachvollziehbar und man kann alle Vorgänge vom Grundstück bis zu den offenen Rechnungen jederzeit überprüfen und hinterfragen.

Beispiele für die Einzelbewertung

Wenn das Jahresende näher rückt und die Bilanz erstellt wird, gibt es die Situation, dass man von Kunden noch Beträge erwartet, die als Kundenforderungen eingebucht sind. Diese dürfen dem Grundsatz nach nicht gesamtbewertet werden, sondern müssen Kunde für Kunde individuell bewertet werden, da sich darunter Forderungen befinden können, bei denen man weiß, dass der Kunde in Konkurs geht und das Geld vermutlich nicht mehr einlangen wird. Würde man eine generelle Bewertung vornehmen, dann beträfe dies auch Kundenforderungen, die man sehr wohl im nächsten Jahr erhalten wird.

Daher ist eine Methode, bei der man die ähnlichen Posten gesamtbetrachtet schwierig, ungenau und eigentlich auch nicht den Tatsachen entsprechend. Der Grundsatz der Einzelbewertung schreibt daher vor, dass davon Abstand zu nehmen ist. Jede Lieferantenverbindlichkeit ist ebenfalls individuell zu betrachten und gleiches gilt für das Anlagevermögen und alle Vermögenswerte, die einer Bewertung zu unterziehen sind.

Nur durch die Einzelbewertung ist ein präzises Maß bei der Beurteilung möglich, weshalb die Bewertung auch einen wesentlichen und wichtigen Teil der Bilanzarbeiten in der Buchhaltung darstellen. Außerdem wirken hier noch die anderen Spielregeln mit, weil man die Klarheit sicherstellt und nachvollziehen kann, was mit jeder Position, mit jeder Rechnung und mit allen Außenständen oder Schulden passiert sein mag. Würde man mit einem Betrag arbeiten, wäre diese Möglichkeit nicht mehr gegeben.

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Dazu passt auch der Grundsatz der Vollständigkeit in der Buchhaltung. Das bedeutet, dass man keinen Geschäftsfall auslassen darf. Alle Geschäftsfälle im betroffenen Zeitraum müssen auch eingearbeitet werden.

Wichtig ist auch die Identität oder auch Bilanzidentität. Das heßt, dass die Beträge in der Eröffnungsbilanz mit jenen der letzten Schlussbilanz zusammenpassen müssen.

Auf der Seite Grundsätze finden Sie die gesamte Liste der Vorschriften und Regeln für die Arbeit in der Buchhaltung.

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Buchhaltung EinzelbewertungArtikel-Thema: Einzelbewertung als Vorschrift in der Buchhaltung
Beschreibung: Der Grundsatz der Einzelbewertung in der Buchführung ist eine Vorschrift, wonach Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten individuell zu bewerten sind.

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