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Planungssaufgabe in der Buchführung

Die Buchhaltung als Planungszentrale

Der Vorteil der Buchhaltung für das eigene Unternehmen besteht darin, dass die Zahlen nach den stets gleichen Spielregeln erarbeitet wurden. Zwar gibt es immer wieder gesetzliche Änderungen, aber die Rahmenbedingungen beim Erfassen der Geschäftsfälle sind doch meist gleich.

Unternehmensplanung durch Buchhaltung

Buchhaltung und PlanungsfunktionDas bedeutet, dass man die Ergebnisse der Bilanz, aber auch jedes Konto für sich gut vergleichen kann. So kann man sich die Ergebnisse der letzten drei Jahre anschauen und Entwicklungen feststellen. Damit ist man auch schon mitten in der Planungsfunktion der Buchhaltung. Sie ist zwar Quelle der Steuerhöhe, aber sie ist auch ein Werkzeug, um Fehlentwicklungen aufzuzeigen, die man dann unternehmerisch abstellen kann. Es ist also falsch, die Buchführung einzig im Zusammenhang mit der Steuerbelastung zu sehen - was oft aber passiert. Vielmehr kann man das Zahlenmaterial auch selbst nutzen und sich selbst hinterfragen.

Man muss die Probleme aber auch kennen und durch die nackten Zahlen der Buchhaltung wird man darüber informiert. Das bedeutet aber auch, dass die Buchhaltung nicht mit dem Abschluss der Bilanz erledigt ist, sondern mit den Zahlen muss dann auch aktiv gearbeitet werden. So ist nicht nur im negativen Sinn eine Fehlentwicklung zu erkennen, sondern im positiven Sinn lässt sich ein Finanzplan für neue Projekte erstellen.

Die Zahlen aus der Buchhaltung zeigen die Potentiale und wie viele Überschüsse genutzt werden könnten, um das Sortiment zu erweitern, eine neue Geschäftsstelle zu eröffnen oder vielleicht diese Ideen um ein Jahr zu verschieben, weil es wirtschaftlich sonst knapp werden könnte, da die Wirtschaftsentwicklung aktuell nicht sehr gut ist. Diese und ähnliche Überlegungen bietet die Buchhaltung an.

Planung aufgrund bestehender Zahlen

Die grundsätzliche Problematik besteht darin, dass eine Planung nie so wirklich gesichert sein kann. Man kann annehmen, dass ein neues Projekt erfolgreich laufen wird, aber man weiß es nicht. Was man aber weiß, ist der Ist-Zustand. Die Buchführung liefert das Zahlenmaterial, von welcher Ausgangsbasis aus man eine neue Geschäftsidee in Angriff nehmen könnte. Schon die Frage, ob man sich eine neue Mitarbeiterin leisten kann, beantwortet das Zahlenmaterial und wenn immer mehr offene Rechnungen gespeichert sind und das Geld der Kundinnen und Kunden immer später einlangt, weiß man sofort, dass man länger Geld selbst auslegen muss. Das ist dann nicht so optimal, wenn man eigentlich investieren möchte.

Daher bietet sich das System der Buchführung mit ihren detaillierten Konten und Eintragungen hervorragend an, um einmal für sich selbst sicher sein zu können, dass man eine gute Basis für eine weitere Aktion hat. Darauf kann man dann aufbauen und die Planung neuer Projekte oder Erweiterungen angehen.

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      Die Dokumentationsaufgabe der Buchhaltung ist dadurch gegeben, dass jeder einzelne Geschäftsfall eingetragen wird und jederzeit abgerufen werden kann.
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    • Ermittlungsfunktion
      Die Ermittlungsaufgabe der Buchhaltung führt zu der Höhe der Steuern, der Sozialversicherung und anderer Abgaben, sie führt aber auch zum tatsächlichen Gewinn des Geschäftsjah
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    • Kontrollfunktion
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    • Aufgaben der Buchhaltung
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    • Doppelte Buchhaltung
      Grundlagen über die doppelte Buchhaltung als am meisten verwendete Form der Buchhaltung in einem Unternehmen mit dem Prinzip Soll und Haben.
    • Konto
      Grundlagen über das Konto in der doppelten Buchhaltung vom Bestandskonto über das Ertragskonto bis zum Bilanzkonto.
    • Belege und Belegarten
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    • Kontenrahmen
      Grundlagen über den Kontenrahmen und seine Aufgabe in der doppelten Buchhaltung zur Strukturierung der Geschäftsfälle und Konten.
    • Buchungsbeispiele
      Buchungsbeispiele zeigen, wie in der doppelten Buchhaltung (Buchführung) Geschäftsfälle behandelt, interpretiert und schließlich korrekt verbucht werden.
    • Bilanz
      Grundlagen über die Bilanz als Jahresabschluss und die Bilanzarten mit dem Trend, wie es um das Unternehmen steht.
    • Anlagevermögen
      Das Anlagevermögen ist ein wesentlicher Bestandteil der Aktivseite einer Bilanz ergo eines Unternehmens, unterscheidet sich aber je nach Unternehmen und Branche.
    • Umlaufvermögen
      Grundlagen über die Buchhaltung und das Umlaufvermögen, das die kurzfristigen Vermögenswerte eines Unternehmens zusammenfasst.
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    • Rechnungsabgrenzung
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    • Rückstellungen
      Die Rückstellungen sind in der doppelten Buchführung Beträge, die als präventiv angesetzte Ausgaben des Unternehmens im Vorfeld berücksichtigt werden.
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