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Businessplan Kapitel Chancen & Risiken

Welchen Chancen gibt es, was könnte passieren?

Das Kapitel "Chancen und Risiken" ist im Businessplan vor allem für Geldgeber und mögliche Partner relevant. Damit wird bewiesen, dass man sich nicht in einer Märchenstunde befindet, sondern sich exakt mit seiner Geschäftsidee, seinen Möglichkeiten, aber natürlich auch den Risiken auseinandergesetzt hatte, die den Erfolg gefährden oder gar das Unternehmen beenden könnten.

Businessplan Kapitel Chancen und Risiken: der Inhalt

Businessplan und die Einschätzung der Entwicklung

Businessplan Chancen RisikenDas positive Teilkapitel der Chancen umfasst die Dokumentation, warum man glaubt, auf dem Markt nicht nur bestehen zu können, sondern auch Chancen sieht, eine erfolgreiche Weiterentwicklung durchführen zu können. Das könnte zum Beispiel mit der besonderen Serviceleistung zusammenhängen, aber auch mit Produkte, die viele Menschen brauchen können, die es aber bisher nicht gibt.

Das negative Teilkapitel Risiken ist natürlich größer. Natürlich deshalb, weil auch in den Medien die negativen Schlagzeilen sich besser verkaufen als die positiven. Im Falle des Businessplans ist es aber kein Verkaufen von Risiken, sondern die Beweisführung, dass man sich bewusst ist, was schief gehen kann und das können verschiedene Bereiche sein - interne wie externe.

Wenn es eine Rezession gibt, kann die eigene Geschäftsidee noch so gut sein, das Produkt davor noch so erfolgreich verkauft worden sein, jedes Unternehmen bekommt Probleme und solchen Risiken muss man mit entsprechender Planung so gut es geht vorbeugen. Das ist nicht immer möglich, denn wenn man vom Börsenkurs abhängig ist, dann gibt es einfach ein Risiko, selbst bei bester Wirtschaftslage. Das hat man 2008 erlebt, als es einen Boom in Europa gab, aber die Inflation durch den extrem hohen Ölpreis deutlich nach oben ging. Denn der Treibstoff wurde extrem teuer und selbst die Zustellung vom Mehl verteuerte sich, für Zusteller oder Speditionen war die Situation besonders schwierig.

Businessplan Chancen - welche Optionen sind erkennbar?

Im Businessplan gibt es viele Kapitel mit Pläne theoretischer Natur, Zahlenmaterial und der Präsentation der Geschäftsidee, des Produkts sowie des Unternehmens selbst. Das Kapital Chancen und Risiken stöbert ein wenig im praxisnahen Umfeld, wobei die Chancen den positiven Teil übernehmen.

Chancen der Geschäftsidee sind im Businessplan gerne gesehen und werden auch ebenso gerne gelesen, weil sich hier auch zeigt, woran man bei seiner eigenen Idee glaubt und wie man sie selbst im Zusammenspiel mit Konkurrenz, Markt und Kundenwünschen einschätzt. Die Chancen, die die eigene Geschäftsidee haben kann, beziehen sich dabei nicht alleine darauf, viel Geld zu verdienen.

Erfolg ist für viele Einsteiger schon einmal, wenn man sich auf dem Markt halten kann und sich Marktanteile sichert oder zumindest soviel Gewinn macht, dass die Fixkosten bedient werden können und noch ein wenig Geld zum Leben bleibt. Aber Geschäftsideen können weit darüber hinausgehende Möglichkeiten anbieten.

Verschiedene Ansätze für gute Marktchancen

Eine Chance besteht zum Beispiel darin, dass man mit seinem Kundenservice die Konkurrenz viel deutlicher schlägt, als es geplant ist und man damit auch mehr Umsatz macht und der Gewinn steigt. Die Chance kann auch sein, dass man ein neues Produkt auf den Markt bringt, das viel besser angenommen wird, als vorhersehbar war. Das sind Optionen, die man im Businessplan anführen sollte, die aber trotzdem eines sind: Optionen - man weiß einfach nicht, wie es danach laufen wird.

Neben Umsatz und Produkte sollte man auch andere Chancen nicht vergessen. Gerade im Bereich des Begriffes Netzwerk gibt es oft Chancen, beispielsweise ein vernetztes Vertreiben von Produkte oder Ideen, ein Zusammenführen von Partnern, um verstärkt auftreten zu können oder auch die Chance, durch das Know-How im eigenen Team ganz neue Zielgruppen über den ursprünglichen Plan hinaus erreichen zu können.

Businessplan Personalrisiko - viele Wechsel im Personal

Das Thema Personal ist eines der wichtigsten überhaupt. Denn gutes Personal ist schwer zu finden und wenn man es gefunden hat, ist man eigentlich auch davon abhängig und daraus lässt sich ein weiteres Risiko ableiten, das auch im Businessplan zum Thema wird. Das Personalrisiko lässt sich so definiert, dass es dann eintritt, wenn jemand kündigt und damit das Unternehmen und die Geschäftsidee verlässt. Das ist sein gutes Recht, aber wenn das jemand ist, der mit seinem Wissen wesentlich für den Erfolg beigetragen hat, dann ist das ein Problem. Noch größer wird das Problem, wenn es eine zentrale Stelle ist, die jetzt frei wird.

Hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bis dato ein Projekt geleitet oder war die/der einzige Programmierer(in), dann ist Feuer am Dach, weil man schnell Ersatz braucht. Wie man in so einem Fall vorzugehen gedenkt und ob man ein Netzwerk hat, durch das man schnell jemanden finden könnte, der diese Aufgaben übernimmt und den Normalbetrieb wieder herstellen kann sind Fragen, die im Businessplan bei "Chancen und Risiken" ausgearbeitet werden kann.

Kündigungen gibt es immer wieder und das ist nichts Ungewöhnliches, aber es kostet Zeit und auch Geld, denn neue Leute müssen erst einmal eingeschult werden. Das Risiko, dass der normale Ablauf durch einen Wechsel gestört wird, ist nicht zu unterschätzen, vor allem bei kleineren Vorhaben mit ein paar Leuten, wo ein bisher verlässlicher Mitarbeiter ein großes Loch reißt, wenn er das Unternehmen verlässt, um sich neu zu orientieren.

Das führt auch zu Überlegungen, wie man eine solche Kündigung im Vorfeld vermeiden kann und die Leute enger an das Unternehmen binden könnte. Das Risiko ist freilich immer gegeben.

Businessplan Technikrisiko - zu große Abhängigkeit von PC, Software & Co.?

Wenn dem Schmied im Mittelalter ein Werkzeug abhanden kam, dann nahm er ein anderes und konnte weiterarbeiten. Das Risiko, dass er aufgehalten wird, war gering. Dieses Risiko ist heute viel, viel größer geworden und heißt Technik.

Zuviel Abhängigkeit von der Technik?

Ein Webdesigner, der als Einzelunternehmer seinen Kundinnen und Kunden die Webseiten programmiert oder sie auch langfristig wartet, ist praktisch arbeitslos, wenn das Internet seinen Dienst nicht mehr verrichtet. Ob jetzt der eigene Computer einen Defekt hat oder der Anbieter gerade einen Ausfall beheben muss, spielt keine Rolle.

Das Risiko, dass die Technik streikt, ist eines, das im Businessplan eine Rolle spielt. Betreibt man eine Fabrik als Geschäftsidee und die Maschinen streiken, dann hat man Leerkosten, denn die Fixkosten laufen weiter, die Produktion aber nicht mehr.

Mittlerweile kennt nahezu jedes Unternehmen das Risiko, dass man per Internet nicht erreichbar ist. Ein Online-Shop, der nicht angesteuert werden kann, weil der Provider gerade einen Serverausfall hat, kostet Geld und verärgert mögliche Kunden. Läuft die Seite zwei Tage nicht, ist das schon eine mittlere Katastrophe. Funktioniert das Internet generell nicht, dann ist man auch nicht per E-Mail erreichbar und damit kann man auch keine Kundenanfragen beantworten und sorgt für Ärger, weil das versprochene Service nicht eingehalten wird.

Je abhängiger man von solchen technischen Einrichtungen ist, desto eher muss man sich einen Plan B überlegen, um umschalten zu können. Das ist aber wiederum eine Kostenfrage. Das Technikrisiko betrifft mittlerweile wirklich fast jeden und gerade bei Geschäftsideen ist es zu berücksichtigen. Andererseits gibt es beim Internet vielleicht einen recht günstigen Plan B, aber einen Reservemaschinenpark wird man kaum realisieren können.

Businessplan Wirtschaftsrisiko - was tun bei der nächsten Wirtschaftskrise?

Man kann seine eigene Geschäftsidee noch so gut planen, wenn von außen Gegenwind hereingetragen wird, hat man Probleme. Die Vorsorge entschärft diese Risiken natürlich, aber erstens kann man nicht immer im nötigen Ausmaß vorsorgen und zweitens hängt es auch vom Problem ab, mit dem man es zu tun bekommt.

Als Wirtschaftsrisiken könnte man diese Schwierigkeiten zusammenfassen, die unterschiedliche Grundlagen haben können. Meist ist aber die globale Wirtschaft gerade in Schwierigkeiten und das spürt jedes Unternehmen - ob groß oder klein. Wenn es eine Rezession gibt, dann haben die Leute weniger Geld in der Tasche und die Staaten müssen Förderprogramme entwickeln. Diese decken den Ausfall an Umsatz aber auch nicht ab.

Eine Rezession bedeutet, dass die Menschen wie die Regierungen sparen müssen und das erfolgt als erstes natürlich bei den Einkäufen. Jede Geschäftsidee bekommt dann Probleme, weil der Umsatz fehlt, ergo auch der Gewinn und wenn man Rücklagen gebildet hat, kommt man damit ein wenig über die Zeit, aber abhängig von der Dauer der Wirtschaftskrise wird es irgendwann eng und man muss über Konsequenzen nachdenken. Wie man vor so einem Fall vorsorgen möchte, ist Thema im Businessplan bei den Chancen und Risiken.

Zum Wirtschaftsrisiko kann auch das Fremdkapital werden. Schulden, die man bei Bank und Partner hat, werden verzinst und diese Zinsen können sich deutlich erhöhen - in Relation zum Zinssatz zum Zeitpunkt des Geldleihens. Das bedeutet, dass man für das Abbauen der Schulden mehr Geld aufwenden muss und das ist ein Finanzrisiko, dem man sich stellen muss bzw. das in den Plänen berücksichtigt werden muss.

In die gleiche Kategorie fallen wirtschaftliche Probleme, die dann entstehen, wenn Kunden nicht zahlen können. Ob sie sich verkalkuliert haben oder ob die Wirtschaft sie mitgerissen hat, ist dann nicht wesentlich, aber die Gelder fehlen zum Ausgleichen der eigenen Rechnungen.

Im Businessplan ist es daher empfehlenswert, auszuarbeiten, wie man die Risiken einschätzt und wie man vorsorgen möchte, damit bei Eintreffen die Wirtschaftslage des Unternehmens abgefangen werden kann.

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