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Businessplan Finanzplan

Finanzplanung: nötiges Geld vs. Einnahmen

Die Finanzplanung ist jener Teil des Businessplans, der am ehesten mit diesem Werkzeug in Verbindung gebracht wird. Doch ein Businessplan ist mehr als die Aufzählung der Finanzierung eines Projektes oder eines Unternehmens und doch ist die Finanzplanung ein zentraler Punkt.

Businessplan Kapitel Finanzplan: der Inhalt

Businessplan Finanzplan - wie schaut es mit dem Geld aus?

Geht das Geld aus, dann ist die Geschäftsidee in den meisten Fällen auch schon wieder gestorben, aber gleiches gilt auch für ein bisher erfolgreiches Unternehmen, das sich bei der geplanten Erweiterung übernimmt, weil man nicht alle Faktoren berücksichtigt hat. Und was die finanziellen Faktoren betrifft, ist die Finanzplanung der zuständige Teil im Rahmen des Businessplans. Dieser Bereich interessiert die potentiellen Geldgeber und möglichen Partner in der Regel am meisten.

Die Finanzplanung teilt sich dabei in verschiedene Bereiche und ist sehr umfangreich. Von der Geschäftsidee und den damit in Zusammenhang stehenden Notwendigkeiten hängt es schon einmal ab, wie viel Geld am Beginn benötigt wird. Maschinen einzukaufen hat einen anderen Finanzbedarf als einen einzelnen Computer samt Geräte wie Drucker. Auch die Zahl der Arbeitsplätze für die Mitarbeiter spielt in der Kostensituation eine Rolle.

Neben den Investitionen müssen laufende Kosten berücksichtigt werden. Diese betreffen nicht nur das Kopierpapier und die Stromrechnung, sondern auch die Gelder, die die Unternehmer/innen für ihr Privatleben brauchen, also die als Lohn einzubeziehen sind. In der Kalkulation wird darauf gerne vergessen und man muss ja auch von etwas leben können.

Und schließlich muss gegenübergestellt werden, mit welche Einnahmen man rechnet und welche Ausgaben gegenüberstehen bzw. was unterm Strich übrigbleibt - oder: ob überhaupt etwas unterm Strich übrigbleibt. Dieses Ergebnis zeigt schnell, ob sich die Geschäftsidee rechnen kann.

Businessplan Investitionen - welche Anschaffungen sind nötig?

Wenn der Businessplan für die Gründungsphase erstellt wird, dann ist die Investition für Anlagen, Arbeitsplätze, Büromöbel und dergleichen kaum zu vermeiden, es sei denn, man agiert als Einzelunternehmer und arbeitet von zu Hause aus. Dann hat man die Einrichtung sowieso zur Verfügung, nur bei Einrichtung eines eigenen Büroraums würden dann Gelder nötig werden.

Aber beim Aufbau von Bürogebäuden, beim Bestücken von Arbeitsplätze oder gar beim Aufbau eines Maschinenparks sind größere bis große Geldbeträge erforderlich, um überhaupt mit der Unternehmung beginnen zu können und diese Gelder stehen meist nicht zur Verfügung. Das gleiche gilt, wenn ein bestehendes Unternehmen sich erweitern möchte und ein zusätzliches Geschäftslokal aufgebaut werden soll oder das bestehende Lokal zusätzliche Räume erhält. Auch dann sind Gelder notwendig, um diese Maßnahmen überhaupt durchführen zu können.

Im Rahmen der Finanzplanung beim Businessplan spielt die Investition eine große Rolle, denn diese Aufstellung zeigt, welche Gelder nötig sind, um überhaupt starten zu können. Davon leitet sich aber auch gleich ab, welche Gelder bereitgestellt werden können, also privat in das Unternehmen getragen werden können und welcher Finanzbedarf daher von externer Stelle notwendig ist.

Das ergibt eine Geldmenge x, die als Verhandlungsgrundlage schon einmal im Raum steht und aufgrund der Einnahmenkalkulationen eine Schätzung ermöglicht, ob sich die Geschäftsidee rechnen kann, denn die Gelder wie Kredite und ähnliche externe Mittel müssen verzinst wieder zurückgezahlt werden. Und etwaige Geldgeber können auch leichter abschätzen, ob sich die Idee rechnet, wenn man fix weiß, mit welche Anfangsausgaben zu rechnen sein wird.

Businessplan laufende Kosten - wie viel Geld braucht man im Alltag?

Das Kapitel Finanzplanung beim Businessplan bezieht sich nicht nur auf die Investitionen, um Maschinen kaufen und Arbeitsplätze einrichten zu können, sondern es gilt auch abzuschätzen, welche Kosten ständig anstehen, die durch die Umsätze ausgeglichen werden müssen. Je höher die laufenden Kosten sind, desto anspruchsvoller muss auch der Betrag sein, der durch den Umsatz wieder hereingespielt werden sollte.

Zu den laufenden Kosten zählen alle Beträge, die nicht einmal, sondern meist monatlich anstehen wie Personalkosten, Kosten für Energie wie Gas und Strom, Internetgebühren, Verbrauchsmaterial und je nach Unternehmen und Geschäftsidee auch Rohstoffe und andere Materialien für die Fertigung, soweit in Frage kommend. Bei einer Dienstleistung fallen solche Posten natürlich weg, es können aber auch laufende Kosten für Fahrzeuge in Frage kommen.

Also sind bei den laufenden Kosten die regelmäßigen Ausgaben anzuführen, ohne die das Unternehmen gar nicht arbeiten kann. Diese Beträge ergeben zusammen mit Rückzahlungen, Zinsen und Löhne für die Geschäftsführer den Betrag x, der Monat für Monat erwirtschaftet werden muss, um mit plus/minus Null aussteigen zu können. Das ist nicht das wirtschaftliche Ziel, aber eine gute Basis, auf die man aufbauen kann und einmal eine fixe Größe, über die es sich lohnt, nachzudenken.

Gerade die laufenden Kosten sind es nämlich, über die man gerne stolpert. Den Kauf von Büromöbel oder Computeranlagen hat man schnell parat, aber was an kleinen Beträgen Monat für Monat, manchmal vierteljährlich bezahlt werden muss - das sind Beträge, die man nicht so im Griff hat und hier hilft der Businessplan ungemein, denn durch die Finanzplanung vermeidet man das Risiko, wichtige Zahlungen zu vergessen und kommt der Kostenwahrheit schon deutlich näher.

Businessplan Überbrückung - was tun, wenn Einnahmen später kommen?

Ein spezieller Punkt in der Finanzplanung ist das Missverhältnis zwischen den Kosten und den Einnahmen, denn die Kosten sind immer pünktlich, die Einnahmen nehmen es mit der Zeit nicht so ganz genau und das ist eine Falle, in die schon viele gestolpert sind. Bei einem Verkaufslokal als Handelsbetrieb mit Laufkundschaft ist das Problem eigentlich selten gegeben. Der Kunde kommt herein, wählt einen Artikel aus und zahlt. Damit ist die Angelegenheit abgeschlossen und der Umsatz erhöht.

Ganz anders sieht es aber aus, wenn man eine größere Aktion durchführt, die Rechnung schickt und später erfolgt die Bezahlung. Je nachdem, wie groß die Aktion ist, kann es auch länger dauern, bis man sein Geld sieht oder manchmal gibt es auch vertragsmäßig längere Zeitabstände. Wird eine Toilette als Handwerksbetrieb ausgetauscht, wird die Rechnung üblicherweise binnen eines Monats ausgeglichen.

Bei einem Internetprojekt kann es schon länger dauern, auch abhängig von den Vereinbarungen. Und im Bauwesen sind bestimmte Fristen zu berücksichtigen, die beide Seiten vereinbaren. Das bedeutet aber auch, dass es immer wieder in der Wirtschaft vorkommt, dass man zwar laufende Kosten hat, denen aber vorerst keine Einnahmen gegenüberstehen.

Und daraus folgt, dass es zu Überbrückungen kommen kann, also zu der Vorfinanzierung von Geldern, die man später gesichert für bereits erfolgte Leistungen erhält. Diese Überbrückung muss aber auch irgendwie finanziert werden und daher ist die Überlegung oder auch das Risiko der Überbrückung in die Finanzplanung einzubauen und im Businessplan zu integrieren. Denn wenn die Überbrückung nicht klappt, ist das ganze System gefährdet - umso mehr, als man sich davon vielleicht auch noch überraschen lässt.

Businessplan Planbilanz - geht sich die Geschäftsidee finanziell aus?

Besonders wichtig beim Businessplan und dem Kapitel Finanzplanung ist die Gegenüberstellung der erwarteten Kosten und der erwarteten Einnahmen, wobei dies durch die Planbilanz erfolgt. Die Planbilanz ist zum einen die Bilanz selbst, aber auch die Plan-GuV-Rechnung (GuV = Gewinn und Verlust bzw. Gewinn- und Verlustrechnung).

In der Bilanz selbst sind die Größen eingetragen wie Anlagen, Fuhrpark, Privateinlagen, Kundenforderungen und Lieferverbindlichkeiten und zeigt einmal abgeschätzt, um welche Größenordnungen es sich handelt und in welchem Gleichgewicht sich die Aktiva mit der Passiva befindet.

Sehr großes Interesse wird aber speziell der Plan-GuV-Rechnung entgegengebracht, denn diese zeigt, ob sich die geplante Geschäftsidee überhaupt rechnen kann oder nicht. Man rechnet dabei sehr häufig drei Szenarien durch, die man Worst Case, Realistic Case und Best Case bezeichnet und womit unterschiedliche Rahmenbedingungen in die Rechnung einbezogen werden.

Der Worst Case ist der schlimmste anzunehmende Fall im Alltag des geplanten Unternehmens und geht von geringem Umsatz und hohen Kosten aus. Das könnte die Simulation einer Wirtschaftskrise sein, bei der die Leute beim Einkaufen sparen oder aber auch, dass das Produkt nicht so zieht, wie gewünscht.

Der Best Case ist das Optimum und geht von einer guten Wirtschaftslage aus und der Umsatz ist entsprechend hoch. Über eine solche Situation würde man sich natürlich sehr freuen und wenn sich selbst dann die Geschäftsidee nicht rechnet, dann wird man wohl über die Sinnhaftigkeit nachdenken müssen.

Der Realistic Case ist eine Geschäftssituation, die zwischen den beiden Extremen liegt und aufzeigt, wie es im üblichen Alltag laufen könnte - wie hoch wären die Ausgaben, wie hoch schätzt man den Umsatz und was kommt unterm Strich heraus. Passt die Rechnung, rechnet sich die Idee oder muss man nachbessern oder nochmals überhaupt lange darüber nachdenken?

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Businessplan FinanzplanArtikel-Thema: Businessplan Finanzplan
Beschreibung: Grundlagen über den Businessplan und den Finanzplan mit der Darstellung von Investitionskosten, laufenden Kosten und erwarteten Einnahmen.

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Wer das letzte Bearbeitungsdatum angeben will oder muss: letztes Datum: 20. 08. 2020