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Businessplan Produkt

Welche Geschäftsidee liegt überhaupt vor?

Das nächste Kapitel im Businessplan ist das eigentlich entscheidende. Nachdem das Unternehmen skizziert wurde, das Team, die Berater und der Standort vorgestellt sind, geht es darum, den Grund für die ganze Aktion zu dokumentieren - das Produkt. Nun werden viele meinen, dass sie kein Produkt im Sinne des Handels oder im Sinne einer Produktion anbieten können, weil sie eine Dienstleistung zur Verfügung stellen wollen und das ist auch richtig so, da wir uns längst in einer Dienstleistungsgesellschaft befinden. Aber zwecks Vereinheitlichung von Businesspläne und um die Vergleichbarkeit zu ermöglichen, setzte sich der Begriff Produkt durch.

Businessplan Kapitel Produkt: der Inhalt

Businessplan Produkt - was ist die Geschäftsidee?

Businessplan ProduktUnter einem Produkt im Sinne des Businessplans versteht man eine Ware, ein produziertes Gut oder eben auch eine Dienstleistung, die Kundinnen und Kunden, anderen Unternehmen oder auch globalen Abnehmern angeboten werden soll. Dabei sind viele Faktoren zu berücksichtigen, die sich dann aber wirklich davon ableiten, was angeboten wird.

Ein Produkt, das selbst hergestellt wird, braucht eine Forschungsarbeit, wahrscheinlich Maschinen, eine Fabrik und Rohmaterial. Eine Dienstleistung braucht manchmal nur Know-How und einen Computer, manchmal auch einen Fuhrpark, wenn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Außendienst Kundengespräche führen müssen.

Abhängig vom Produkt des Unternehmens ist daher die Erfordernis eine völlig unterschiedliche und im Businessplan ist diese auszuarbeiten. Zu beachten ist aber bei Produkt wie Dienstleistung, dass es eine Konkurrenz gibt und dass diese ähnliche Angebote unterbreiten kann und vielleicht schon seit Jahren am Markt aktiv ist. Und dieser Faktor ist ein wesentlicher in der Ausarbeitung des Businessplans, weil man zu Beginn nicht wissen kann, wie gut die eigene Geschäftsidee ankommen wird. Mit der richtigen Analyse kann man aber das Risiko reduzieren, auf dem Markt zu scheitern.

Businessplan Produktvorstellung - was ist mein Produkt?

Wie eingangs bereits ausgeführt, kann ein Produkt auch eine Dienstleistung sein, also sowohl ein Kugelschreiber, ein kompletter PC, Büromöbel oder auch eine programmierte Webseite oder Dienstleistungen im Rahmen von Buchhaltung und Bilanzerstellung. Das Produkt ist die Geschäftsidee, für die man das Unternehmen zur Umsetzung braucht. Ein tolles Unternehmen nützt nichts, wenn es nichts anzubieten hat, das Produkt kann aber nicht angeboten werden, wenn es kein Unternehmen mit entsprechender Struktur wie Werbung und Vertrieb gibt. Beides ist nötig, doch das Unternehmen muss an die Erfordernisse des Produkts angepasst werden.

Was ist nun das Produkt? Dies gilt es im Businessplan festzulegen und zwar sowohl, was genau angeboten werden soll, als auch, worauf zu achten ist, in welchem Status man sich befindet und wie viel Aufwand nötig ist, um wirklich in die Angebotsphase eintreten zu können. Produziert man ein Produkt, dann sind vielleicht Maschinen vonnöten und vielleicht gibt es ein solches Gut auf dem Markt noch gar nicht.

Bringt man die 30. Schokolade auf den Markt, ist die Situation schon eine ganz andere und möchte man ein Handelsunternehmen mit Süßigkeiten aufbauen, dann ist das Produkt die Verkaufsleistung einschließlich Beratung und Freundlichkeit. Ein Beispiel für Dienstleistungen kann Webdesign und Grafikleistungen sein, um für Unternehmen Internetseiten zu programmieren. Ob das nun eine Einzelperson von zu Hause aus durchführt oder ob eine Agentur diese Leistung anbietet, führt zu den nächsten Punkten wie Konkurrenz und Risiko.

In erster Linie ist einmal im Businessplan festzulegen, was angeboten werden soll und ob man schon soweit ist, die Dienstleistung oder das Produkt Kundinnen und Kunden vorzustellen oder ob zum Beispiel noch Forschungsarbeit zu leisten ist, bis man diesen Status erreicht. Wer sich mit seinen Programmierkenntnissen als Dienstleistung anbietet, hat ein solches Problem nicht, wer ein Verkaufslokal aufmachen möchte vielleicht schon, weil das Lokal gibt es vielleicht noch nicht.

Nicht nur das Produkt spielt eine Rolle, sondern auch der Status quo und der spielt eine Rolle beim Finanzbedarf. Daher ist die Darlegung der aktuellen Situation sehr wichtig, um möglichen Partnern oder Geldgebern darlegen zu können, woran sie sind.

Businessplan Konkurrenzprodukt - warum man besser ist

Nachdem das eigene Produkt ergo die Geschäftsidee dargelegt ist, muss die Konkurrenz beachtet werden. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Marktanalyse, die folgt später im Kapitel Markt. Vielmehr wird der Vergleich hergestellt zwischen dem, was man selbst auf den Markt bringen möchte und anbieten wird und dem, was es schon an Vergleichbarem auf dem Markt gibt.

Ein Beispiel aus dem Bereich der Dienstleistungen könnte ein Webdesigner sein, der Webseiten für Unternehmen programmieren möchte. Solche Dienstleistungen gibt es aber schon und so kann er im Businessplan herausarbeiten, wie die Angebote bisher aussehen und wie er sich davon abheben möchte, also wie er potentielle Kundinnen und Kunden ansprechen möchte, um sich auf dem Markt durchzusetzen. Hier ist nicht die Frage, ob es 20 andere gibt, sondern, was sein Produkt besser kann oder besser macht als die Produkte, die vergleichbar sind, die es aber schon gibt - also: warum braucht man Nummer 21 auf dem Markt und warum sollte gerade das Angebot erfolgreich sein?

Vergleich der eigenen Idee mit jener der Konkurrenz anstreben

Alternativ könnte man ein Beispiel aus der Gastronomie wählen. Jemand möchte ein neues Lokal eröffnen und entwickelt Ideen, wie er sich von den bestehenden Lokalen in der näheren Umgebung oder vielleicht auch in der ganzen Stadt abheben will. Das kann eine spezielle Einrichtung sein, das kann eine wenig angebotene Art von Speisen und Getränke sein oder eine andere Geschäftsidee, durch die man sich unterscheidbar macht.

Und genau dieses Unterscheiden von den bestehenden Möglichkeiten und Produkte ist wesentlich im Ausarbeiten des Businessplans, um Geldgeber oder interessierte potentielle Partner an Bord zu holen. Wenn man die 30. Pizzeria gleichen Typs eröffnen möchte, kann das zwar klappen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man wenig Kundschaft erzielt, ist durchaus gegeben. Hat man aber zusätzliche individuelle Ideen, kann es auch mit der Pizzeria klappen.

In der Wirtschaft ist der Service zum wichtigsten Faktor geworden - siehe Versandhandel, siehe Kundencenter bei Provider oder genauere Beratungsgespräche im Handel. Die Produktidee muss nicht sensationell neu sein, aber durch Wartung, Kundenbetreuung und andere Dienstleistungen kann man das Produkt zum Erfolg führen - diese Überlegungen und Konzepte sollten im Businessplan eingebaut werden. Sie sind es auch oft, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden - über Punkten beim Kunden oder Kundenverlust.

Businessplan Produktzyklus - wie langfristig ist das Produkt?

Das Produkt im Sinne des Businessplans ist, wie eingangs erwähnt, nicht zwangsläufig eine Ware oder ein selbst gefertigtes Einzelstück, sondern kann auch eine Dienstleistung sein. Man kennt bei den Produkten den Produktzyklus von der Idee bis zur Einführung und von der Markteinführung bis zum Herausnehmen des Produkts aus dem Markt.

Wer nun eine Dienstleistung anbieten möchte, könnte auf die Idee kommen, dass der Produktzyklus dann nicht zutrifft und das ist falsch. Weil man den Produktzyklus als Begriff als Dauer umschreiben kann, die auch bei der Dienstleistung festlegbar ist, bis ein Kunde zufriedengestellt ist und man diese Überlegungen in seine Planungen übernehmen muss - also auch bei der Dienstleistung ein Thema für den Businessplan.

Dazu ein einfaches Beispiel: wenn jemand das Know-How hat und sich als Webdesigner selbständig macht, kann er als Einzelunternehmer bequem von zu Hause aus arbeiten, aber er hat ein Problem: er hat als Produkt die Dienstleistung, Internetseiten für Unternehmen zu programmieren, doch diese Aufgabe ist von Kunde zu Kunde irgendwann abgeschlossen und der Produktzyklus reicht von der Auftragsstellung bis zum Abschluss des Projekts. Üblicherweise wird dabei der Fehler gemacht, dass man intensiv an dem Projekt arbeitet, aber eigentlich währenddessen schon ein neues Projekt anwerben sollte. Denn wenn das Projekt abgeschlossen ist - der Produktzyklus beendet wird - steht man sonst ohne Auftrag ergo ohne Umsatz, Gewinn und damit Geld da.

Nach einem großen Projekt ist das vielleicht nicht so schlimm, weil man viel Geld einnehmen hat können, aber ein Risiko ist es trotzdem. Und hier zeigt sich, dass auch bei der Dienstleistung der Produktzyklus eine wesentliche Rolle spielt und gerne unterschätzt wird. Eine Internetagentur hat es einfacher. Während der Programmierer das Projekt umsetzt, kann das Marketing neue Projekte bereits an Land ziehen. Deren Problem ist eher, dass sie genug Aufträge für die hohen Fixkosten (Personal, Büro etc.) anwerben können.

Und natürlich ist der Produktzyklus im eigentlichen Sinn auch ein Thema für den Businessplan. Wenn man wirklich selbst Waren herstellt, muss man sie erst entwickeln, dann auf den Markt bringen und sich überlegen, wie lange man sie am Markt belässt und wann neue Produkte diese ablösen können oder sollen. Auch hier dient der Businessplan als Werkzeug und Hilfestellung, um systematische Denkfehler in der Konzeption aufzudecken.

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