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Franchising und seine Formen

Die möglichen Varianten des Franchising Konzepts

Franchising wird mit tausenden verschiedenen Systemen weltweit betrieben, alleine in Österreich gibt es hunderte unterschiedlicher Systeme und in Deutschland sind es noch viel mehr. Damit sind zig tausende Einzelunternehmen Teil eines Systems, das mit gleichem Auftritt auf die Kundinnen und Kunden zugeht.

Franchising Arten: Inhalt

Arten von Franchising

Man unterscheidet beim Franchising die Form, die sich auf drei verschiedene Varianten bezieht. Es gibt

  • das Produktionsfranchising
  • das Vertriebsfranchising
  • das Dienstleistungsfranchising

Franchising Formen MöglichkeitenAlle drei Formen haben die gleichen grundsätzlichen Charakterzüge, nämlich eine Kooperation zwischen dem Franchise-Geber und dem Franchise-Nehmer, wobei der Geber ein etabliertes System anbieten kann und sein Wissen sowie die Markenrechte zur Verfügung stellt, während der Nehmer ein eigenständiges Unternehmen aufbaut und im Sinne des Systems nach außen auftritt. Der Nachteil aus Sicht eines Unternehmensgründers besteht dabei darin, dass man weniger eigenständige Entscheidungen treffen kann, der Vorteil ist natürlich, dass man eine bekannte Marke vertritt und somit Teil eines Systems wird, das sofort die Kundinnen und Kunden ansprechen kann. Man muss also nicht bei Null beginnen, um Geschäftserfolg zu haben.

Jede der drei genannten Formen umfasst dabei verschiedene Konzepte und Bereiche. Würden nur die Rechte übertragen werden, dann wäre es eine Lizenz-Kooperation, daher geht Franchising viel weiter. Es gibt ein Konzept für die Beschaffung, für den Absatz und für die Organisation, die der Geber dem Nehmer überträgt. Die Nutzungsrechte sind natürlich auch Teil des Systems und auch die Ausbildung des Nehmers wird durch den Geber gewährleistet, schließlich braucht er gute Franchise-Nehmer, die ihm wiederum Erfolg sichern.

Außerdem verpflichtet sich der Geber, den Nehmer zu unterstützen, sodass es eine intensive Kooperation gibt, bei der beide Teile gewinnen wollen. Der Geber ist nur erfolgreich, wenn der Nehmer es auch ist und umgekehrt ist der Nehmer abhängig vom Gesamtsystem des Gebers.Daher ist das System auch kein fixes und in Stein gemeiseltes Wirtschaftskonzept, sondern eines, an dem immer wieder nachzuarbeiten ist.

Produktionsfranchising: Franchising auf Basis der Herstellung

Eine der möglichen Formen für ein Franchising-System ist das Produktionsfranchising, bei dem die Herstellung im Mittelpunkt der Kooperation steht. Diese Form des Franchising ist der seltenere Fall, weil der Handel (Vertrieb) und der Sektor Dienstleistung häufiger gewählt werden, dennoch darf auch diese Variante nicht unterschätzt werden.

Im Fokus der Kooperation steht das Recht des Franchise-Nehmers, im Sinne der Vorgaben des Franchise-Gebers Produkte herstellen zu dürfen. Das umfasst nicht nur das Recht, die Waren fertigen zu dürfen, sondern auch das Wissen, wie es zur Herstellung kommen kann, was nötig ist, welche Maschinen gebraucht werden und häufig findet auch eine Vermischung der einzelnen Formen statt, die das Franchising kennt, sodass zwei verschiedene Formen angewandt werden.

Denn neben der reinen Herstellung wird auch der Vertrieb angestrebt, sodass sowohl das Produktionsfranchising als auch das Vertriebsfranchising zum Thema werden. Auch im Sinne des Franchising-Gebers bringt dieser Mix Vorteile, weil der Absatz damit gesteigert werden kann und man den Vertrieb in den eigenen Händen hält. Für den Vertrieb der selbst erzeugten Waren braucht es dann natürlich auch das Wissen und die Tipps des Gebers, damit der Nehmer entsprechend erfolgreich agieren kann und vor allem dass er seinen Geschäftserfolg bald erreichen mag. Davon profitiert der Geber ebenfalls.

Ein gern genanntes Beispiel für das Produktionsfranchising ist dabei die Getränkeindustrie, bei der nicht nur die Grundstoffe für die Herstellung bereitgestellt werden, sondern auch das Know-How weitergegeben wird, wie die Getränke abgefüllt werden müssen. Von außen ist wie bei allen Formen des Franchising nicht erkennbar, ob die Abfüllung durch eine Filiale oder durch einen eigenständigen Franchise-Betrieb erfolgt.

Vertriebsfranchising: Franchising auf Basis von Marken

Weit häufiger als das Produktionsfranchising trifft man auf das Vertriebsfranchising, einer weiteren Form dieses Systems. Hierbei wird der Vertrieb aus Sicht des Gebers erweitert und aus Sicht des Nehmers hat man den großen Vorteil, dass man vom ersten Tag an bekannte Marken und Produkte verkaufen kann, als wären es die eigenen Ideen. Für die Kundinnen und Kunden ist nicht erkennbar, ob man eine Filiale des Unternehmens ist oder ob man auf eigene Rechnung arbeitet.

Das Vertriebsfranchising kann sich dabei auf unterschiedlichen Ebenen abspielen, was vom System und dem Unternehmen des Franchise-Gebers abhängt. Der Geber kann die Waren für den Vertrieb zur Verfügung stellen, was eine Variante darstellt. Er kann aber auch vorgeben, welche Waren vertrieben werden sollen, womit diese Vereinbarungen und Vorgaben wesentliche Teile der Kooperation darstellen und meist werden die Bestellungen vom Franchise-Geber bei den Lieferanten für die verschiedenen Nehmer durchgeführt.

Beispiele gibt es sehr viele, bei denen das Vertriebsfranchising zum Einsatz kommt. Wieder gilt, dass von außen ein Unterschied zu einem Filialsystem kaum auszumachen ist. Der Möbelmarkt ist häufig auf Franchise-Basis aufgebaut, sodass jedes weitere große Möbelhaus durchaus auch ein weiterer Franchise-Nehmer sein kann, der das System des Gebers ausbaut und gleichzeitig auf eigener Rechnung bekannte Marken und Produkte anbieten kann.

Auch bei den Bäckern kann es das System geben, ebenso wie bei Elektronikgeräte, Sportgeschäfte und vielen weiteren möglichen Betrieben im Rahmen des Einzelhandels. Der Franchise-Geber hat den Vorteil, dass sein Netz größer wird und er die Menschen direkter erreichen kann, gleichzeitig hat der Nehmer den Vorteil, dass die Produkte bekannt sind und man von der gemeinsamen Werbung profitieren kann. Für die Kundinnen und Kunden gibt es ebenfalls etwas zu gewinnen, denn die Wege zur scheinbar nächsten Filiale sind kürzer, auch wenn es eigentlich keine Filiale ist. Für den Einkauf ist dies aber nicht wesentlich.

Dienstleistungsfranchising: Franchsing auf Basis von Beratungsangeboten

Neben dem Vertriebsfranchising ist auch das Dienstleistungsfranchising sehr häufig im Einsatz. Diese beiden Formen werden deutlich öfter eingesetzt als das Produktionsfranchising, was natürlich auch die Dienstleistungsgesellschaft und den hohen Bedarf im Vertrieb repräsentiert.

Beratungsleistung als Teil eines bekannten Systems

Beim Dienstleistungsfranchising agiert der Franchise-Nehmer im Namen des Franchise-Gebers und dessen Marke, wobei nicht der Verkauf im Mittelpunkt steht wie beim Vertrieb, sondern Beratung und Dienstleistung im eigentlichen Sinne. Dass es hier zu Mischformen auch kommen kann, wenn zum Beispiel eine Versicherungsgesellschaft ein System aufbaut und man Beratung und Verkauf kombiniert, ist häufig eine Tatsache, wobei diese Mischformen auch bei Produktion und Vertrieb im Rahmen des Franchising oft gewählt wird.

Wie bei den anderen Formen des Franchising bietet der Franchise-Geber Informationen an, schult den Nehmer und übermittelt das Konzept für das Unternehmen, sodass ein einheitliches Erscheinungsbild und ein abgestecktes Produktangebot entsteht. Beispiele für das Dienstleistungsfranchising gibt es sehr viele.

Häufig wird diese Form der Kooperation beim Aufbau von Hotels gewählt, wobei das Hotel in Österreich genauso aussieht und agiert wie jenes in Italien oder Deutschland, weil es sich in Wirklichkeit nicht um ein einzelnes Hotel handelt, sondern um einen Franchise-Nehmer, der nach Vorgaben des Gebers das Haus und die Räume gestaltet. Auch zusätzliche Dienstleistungen für die Gäste sind zentral abgestimmt, sodass immer das Angebot zur Verfügung gestellt werden kann, das typisch für die Marke ist.

Auch in der Gastronomie gibt es viele Betrieb, für die gleiches gilt und viele weitere Dienstleistungen bedienen sich dieser Form des Franchising. Der Bogen reicht von der Autovermietung bis zur Unternehmensberatung. In all diesen Fällen agieren die Nehmer wie Filialen des Gebers, arbeiten aber auf eigener Rechnung. Wie bei allen Formen des Franchising sollte eine win-win-win-Situation entstehen. Der Franchise-Geber hat eine Erweiterung seines Netzes und profitiert vom Erfolg des Nehmers, der Nehmer profitiert von der Bekanntheit des Gebers und der Kunde von der Nähe des Anbieters für Dienstleistungen, die er sich wünscht.

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