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Derivate Underlying

Der eigentliche Handelsgegenstand

Im Zusammenhang mit dem Handel von Derivate wie Optionen oder Futures gibt es eine Reihe von Begriffe, die als Grundlage für den Handel gelten. Ein solcher Begriff ist jener vom Underlying oder zu deutsch auch vom Basiswert. Damit wird umschrieben, worum es beim konkreten Handel eigentlich geht.

Was ist das Underlying?

Underlying ist der englische Begriff für den Basiswert eines Derivatenhandels, also zum Beispiel bei einer Option, bei einem Forward-Kontrakt oder auch bei den Futures. Das heißt, dass mit diesem Begriff umschrieben wird, was Gegenstand des Handels ist. Das können nun Aktien sein, auch Anteile am Aktienindex, auch Rohstoffe und Waren aller Art, die Edelmetalle oder auch Zinsgeschäfte. Damit stehen viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um in Form von Derivate tätig werden zu können.

Mit dem Underlying wird eine wesentliche Größe angegeben, die sich mit dem Preis und der Menge in Kombination zum Gesamtbild führen lässt. So kann etwa ein Bauer (Landwirt) seine Ernte in Tonnen anführen, die Grundlage für ein Derivat ist, um sicherzustellen, dass im Herbst die Ernte zu einem ansprechenden Preis verkauft werden kann oder umgekehrt kann ein Industrieller daran interessiert sein, weil er die Ernte braucht, um damit zu produzieren.

Es kann aber sein, dass das Underlying ein ganzes Aktienpaket ist, bei dem man einen günstigeren Kurs erwartet, um es erwerben zu können. Auch Währungen und andere Finanzprodukte können als Underlying eingesetzt werden.

Beispiel für Underlying und Handel (hier: Option)

Eine Call-Option kann so aussehen, dass zum Zeitpunkt X zum Kurs von 100 die Aktie Y in der Menge Z gekauft wird. Die Aktie Y ist in dem Fall das Underlying, also das eigentliche Produkt oder auch der Basiswert, der dem Handel zugrunde liegt. Bei einer Call-Option hat der Besitzer der Option das Recht, bei günstigem Kurs den Kauf auch wirklich auszuführen. Ist der Kurs nicht so wie gewünscht gelaufen, dann kann man von der Option auch zurücktreten. Es ist aber nicht möglich, auf eine andere Aktie zu wechseln. Einmal vereinbart, bleibt der Basiswert bestehen und es kommt zur Entscheidung, ob die Option gezogen wird oder nicht.

Der Hintergrund ist bei solchen Handelsaktionen, dass man sich beim Kauf und Verkauf vom Kursverhalten absichern möchte. Wenn der Kurs ungünstig verläuft, kann man von der Aktie auch zurücktreten. Bei Optionen ist dies zumindest möglich, bei einem Future hat man die Möglichkeit jedoch nicht.

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Eine sehr bekannte Form sind die Optionen für seine Geschäfte, wobei man die Unterschiede kennen sollte. Die Optionsarten (EUR vs. USA) unterscheiden sich in der Umsetzung doch ein Stück weit. Außerdem gibt es die Kaufoption und die Verkaufsoption als Varianten je nach eigener Position. Daraus ergaben sich auch die sehr häufig genutzten Begriffe von Short Position und Long Position. Wichtig sind auch die Parameter oder auch Determinanten bei Optionen.

Neben den Optionen gibt es noch weitere Möglichkeiten des Handels abseits von Aktien & Co. Dazu zählt der Forward-Kontrakt ebenso wie auch der Futures-Kontrakt oder auch das Termingeschäft sowie der Swap.

Losgelöst von der Variante gibt es immer ein sogenanntes Underlying als Grundlage des Handels. Underlying kann zum Beispiel eine Menge Rohöl sein, das man zu einem späteren Zeitpunkt zu einem festgelegten Kurs kaufen oder verkaufen will. Auch Aktienpakete, die Ernte im Herbst oder andere Waren und Produkte sind möglich.

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Underlying bei DerivateArtikel-Thema: Derivate Underlying
Beschreibung: Das Underlying ist das eigentliche Handelsgut bei Derivate wie Optionen, Forwards oder Futures, also der eigentliche Gegenstand des Handels.

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