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Versandhandel mit anderem Handelskonzept

Handelskonzept per Versand

Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es nicht lange, bis die Wirtschaft wieder sich von den Wunden des Krieges erholt hatte und es neue Ideen für die Vermarktung gab. Eine Idee, die in den 1960er-Jahren bereits sehr beliebt wurde und ab den 1970er-Jahren kaum mehr aufzuhalten war, ist jene vom Versandhandel.

Was ist der Versandhandel überhaupt?

Generell gesehen handelt es sich bei Unternehmen des Versandhandels um ganz normale Handelsunternehmen, die aber nicht mit Straßengeschäfte ihre Waren anbieten und verkaufen, sondern über ein großes Lager und eine perfekte Logistik möglichst viele Menschen erreichen wollen. Die ganz großen Anbieter gibt es seit Jahrzehnten und haben einen dicken Katalog mit Produkte von Modeartikel über Freizeitwaren bis zu Spielzeug und Technik wie TV-Geräte oder Computer. Vom Vorhang bis zu den Fußballschuhen, von der Unterwäsche bis zum neuesten MP3-Player kann man alles bestellen und bei Bedarf auch mit Teilzahlungsraten bezahlen.

Für die Vermarktung günstig ist die Tatsache, dass man sich nirgends hinbegeben muss. Man kann direkt von zu Hause aus bestellen und lange Zeit ist dies durch das Telefon erfolgt. Viele bestellen auch heute noch so, doch auch die Unternehmen des Versandhandels sind längst im Internet aktiv und bieten die gleiche Möglichkeit auf der Webseite an, sodass man im Onlineshop suchen, aussuchen und bestellen kann.

In Wirklichkeit war der Versandhandel die frühe Form des Onlinehandels - aber eben ohne Computer und Internet, doch mit Katalog und Anruf zur Bestellung oder alternativ mit Bestellkarte.

Entwicklung des Versandhandels

Aber das Internet hat auch zu großen Verschiebungen geführt. War in den 1970er- und 1980er-Jahren der Versandhandel in einer sehr starken Position, so kann heute auch ein kleiner Anbieter mit seinem Onlineshop viele Menschen per Internet erreichen und es hat sich der Handel mit der Bestellung von zu Hause aus stark verändert. Es gibt viel mehr Konkurrenz, weil viele ehemalige Straßengeschäfte nun auch mitmischen und auch Einzel- oder Kleinunternehmen ihr Glück versuchen.

Häufig ist die Kombination anzutreffen: man hat ein Straßengeschäft und gleichzeitig bietet man die Bestellung per Internet an, wodurch man zweispurig fahren kann. Als Folge haben selbst die großen Klassiker des Versandhandels große Umsatzprobleme bekommen. Trotzdem ist diese Form des Handels weiterhin interessant, aber es gibt eben nicht nur die bisherigen großen Häuser, sondern viele andere Möglichkeiten.

Selbst die Supermärkte bieten abseits ihres Filialnetzes Webseiten an, in denen sie zusätzliche Angebote präsentieren. So kann man die Milch und das Brot im Laden kaufen und online einen Swimmingpool, Fitnessgeräte oder verschiedene andere Produkte erwerben. Als dies spüren nicht nur die bisherigen Versandhäuser, sondern auch der Fachhandel mit seinen Straßengeschäften, weil sich immer mehr Einkaufstätigkeiten auf das Internet verlagern.

Versandhandel pro und contra

Der Vorteil des Verschickens von Waren besteht natürlich in der Bequemlichkeit. Man kann auch aus anderen Ländern bequem bestellen und hat keinen Aufwand. Außerdem kann man die unterschiedlichsten Waren gemeinsam bestellen und kann über das Internet auch einen schnellen Preisvergleich erreichen.

Aber wie schon in den frühen Zeiten des Versandhandels muss man auch auf das Geld aufpassen. Viele haben Waren bestellt, aber gar nicht mitbekommen, dass sie diese nicht zahlen können. Man kann leicht den Überblick verlieren und dass bei der Schuldnerberatung der Versandhandel häufig ein Thema ist, ist kein Zufall.

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Bei den Handelsunternehmen hat sich extrem viel verändert. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es die typische persönliche Bedienung selbst bei einfachsten Lebensmittel, wie das lange noch durch die Greißler auch erfolgt war. Der Supermarkt mit der Möglichkeit, sich die Waren selbst auszusuchen, veränderte die Sachlage enorm. Die Steigerung ist der SB-Großhandel mit großer Verkaufsfläche für die Unternehmerinnen und Unternehmer.

Ein wesentliches Thema bei den Handelsunternehmen sind die Strukturen. Man will möglichst viele  Menschen erreichen und braucht daher selbst bei großen Verkaufsflächen (Möbelmarkt, Baumarkt, Fachmärkte) verschiedene Standorte. Das war die Grundüberlegung zu den Filialunternehmen von Supermarktketten bis zu Fachmarktketten. Ganz anders läuft es etwa im Versandhandel ab, wo man gar keine Standorte braucht, um aus tausenden oder Millionen Angeobte die bestellten den Kundinnen und Kunden schicken zu können.

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Handel VersandhandelArtikel-Thema: Versandhandel mit anderem Handelskonzept
Beschreibung: Der 🛒 Versandhandel ist eine fast schon traditionelle Handelsform, bei der per ✅ Angebot und/oder Katalog Waren von zu Hause aus bestellt werden können.

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