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Investmentfonds oder Fonds

Alternative Anlageform mit zahlreichen Möglichkeiten

Viele Jahrzehnte war das Sparbuch die klassische Form der Geldanlage, wenn man gewinnbringend überschüssiges Geld auf die Seite legen wollte. In Zeiten geringer oder gar keiner Sparzinsen ist dem Sparbuch viel von seiner Attraktivität genommen worden und andere Möglichkeiten wurden beliebter. Die Aktien gab es immer schon, sind aber für viele Leute keine Option, weil das Risiko ihrem Empfinden nach zu hoch ist. Dazwischen gibt es aber auch schon sehr lange den Investmentfonds, der immer häufiger als Anlageform gewählt wird.

Grundlagen zum Investmentfonds
Hinter einem solchen Fonds, wie er in der Börsensprache meist bezeichnet wird, steht eine Fondsgesellschaft und ein Fondsmanager - wobei es auch mehrere Hauptverantwortliche geben könnte. Die Grundaufgabe besteht darin, einbezahltes Geld gewinnbringend anzulegen, was bedeutet, dass man in verschiedenste Finanztitel wie Aktien oder Währungen investiert. Es gibt aber auch ganz andere Formen, bei denen die Fondsgesellschaft und damit anteilsmäßig jeder Fondsanleger Häuser besitzt und durch die regelmäßigen Mieteinnahmen entstehen ebenfalls Gewinne.

Zumeist ist es aber eine Frage des Börsengewinns, also durch den Anstieg von Aktien, in die die Fondsgesellschaft investiert hat. Für die Anlegerin und den Anleger heißt dies, dass man alternativ zum Sparbuch sein Geld auch in einen solchen Investmentfonds einzahlen kann und bei gutem Verlauf auch deutlich höhere Gewinne erzielbar werden. Das hängt aber von verschiedenen Rahmenbedingungen ab, die es zu beachten gilt, nämlich Risiko, Wirtschaftslage sowie Kosten.

Generell ist der Investmentfonds von der Investition in eine Aktie insofern zu unterscheiden, als ein Fonds das einbezahlte Geld aufteilt und nicht auf einen Wert setzt. Wenn man EUR 500,-- in eine Aktie einbezahlt gewinnt man bei Kursgewinn und verliert man bei Kursverlust an Wert des Geldes. Beim Investmentfonds gilt dies nur, wenn alle Werte fallen oder steigen. Es gibt also eine Streuung und damit reduziert sich das Risiko.

Investmentfonds und Risiko
Banken bieten oft Investmentfonds als Anlageform an, wobei die Bankinstitute selbst oft eigene Fonds führen. Mit fünf Punkten wird eine Skala angeboten, wie riskant die Anlage ist. Ein Fonds mit zwei von fünf Punkte gilt als relativ sicher, ein Fonds mit vier von fünf Punkten ist hingegen schon eine riskantere Angelegenheit, was heißt, dass man sein Geld auch komplett verlieren könnte.

Was steht hinter dem Risiko? Wenn ein Investmentfonds in Unternehmen in Deutschland und Österreich investiert, ist das Ausfallsrisiko überschaubar. Investiert er aber in Krisenregionen, dann kann das Geld komplett weg sein. Investiert er in beides, dann können Gewinne im deutschsprachigen Raum die Verluste in Krisenregionen abfedern. Außerdem kann ein Investmentfonds in verschiedene Branche investieren, er kann aber auch nur eine Branche wählen - wählt er den Urlaubssektor (Fluglinien, Urlaubsanbieter, Hotelketten etc.) und bekommt diese Branche Probleme, dann steigt das Ausfallsrisiko - streut man in verschiedene Branchen, kann man wieder das Risiko reduzieren.

Wenn es natürlich eine globale Weltwirtschaftskrise gibt, wird man generell ein Problem haben und die Kurse fallen - auch jene der Investmentfonds.

Investmentfonds und Kosten
Ein Punkt sind die Kosten. Viele Fonds haben 3 % Abschlagskosten bei Investition. Wenn man also EUR 500,-- einzahlt, dann hat man nicht wirklich diesen Betrag in den Fonds bezahlt, sondern EUR 485,--, der Rest geht in die Fondsgesellschaft oder auch an die Vermittler. Das heißt, man hat automatisch einen Verlust und muss erst einem mit Kursgewinn diesen hereinbringen. Damit ist es unwirtschaftlich, sofort die Fondsanteile wieder zu verkaufen und somit ist es eine längerfristige Angelegenheit, die aber auch eine Rendite von fünf oder mehr Prozent bringen kann.

Fonds und Laufzeit
Zu beachten gilt es auch, dass es Fonds gibt, die ein Ablaufdatum haben. Für eine bestimmte Zeitspanne kann man investieren, dann wird der Fonds in Ruhe gelassen und man kann nicht weiter sein Kapital erhöhen. Man spricht vom geschlossenen Fonds, der nach Laufzeitende aber in einen neuen übernommen werden könnte. Der offene Fonds hingegen bietet jederzeit die Möglichkeit, sein Kapital zu erhöhen oder zu reduzieren.

Begriffe zum Investmentfonds

Aktienfonds
Der Aktienfonds ist ein Investmentfonds mit dem Potential für viel Gewinn durch starke Dynamik, aber mit dem Nachteil des höheren Risikos.

Anleihenfonds
Der Anleihenfonds hat eine geringere Dynamik als der Aktienfonds, ist aber trotzdem eine attraktive Möglichkeit des Investmentfonds.

Arten der Fonds
Der Investmentfonds kann in verschiedener Form sein Geld anlegen und die Möglichkeiten reichen vom reinen Aktienfonds bis zu den Anleihen oder Immobilien.

Branchenfonds
Der Branchenfonds ist ein Investmentfonds, der sein Fondsvermögen ausschließlich in einer bestimmten Branche anlegt - mit Vorteile und Nachteile.

Dachfonds
Der Dachfonds ist ein eigener Investmentfonds, der eine noch stärkere Streuung zur Risikoreduktion wählt, indem er selbst in Fonds Geld veranlagt.

Geschlossener Fonds
Ein geschlossener Fonds ist ein Investmentfonds, der bis zu einem bestimmten Termin Einzahlungen ermöglicht und danach nur noch mit dem Geld arbeitet.

Länderfonds
Länderfonds sind Investmentfonds, die in ihrer Ausrichtung in bestimmen Ländern ihr Geld investieren und damit in den Aktionen regional tätig sind.

Mischfonds
Der Mischfonds ist ein Investmentfonds, der die dynamischeren Aktien und die sichereren Anleihen zusammenführt und ein interessantes Paket darstellt.

Offener Fonds
Der offene Investmentfonds ist ein solcher, bei dem man jederzeit einsteigen kann, um sein Geld anzulegen und so unterscheidet er sich auch vom geschlossenen Fonds.

Publikumsfonds
Der Publikumsfonds ist ein Investmentfonds, der für alle interessierten Investoren nutzbar ist - vom kleinen Privatanleger bis zu große Investorengruppen.

Spezialfonds
Der Spezialfonds ist das genaue Gegenteil beim Investmentfonds zum Publikumsfonds, denn er wird nur bestimmten Anlegergruppen angeboten.