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Variable Kosten und degressiver Kostenverlauf

Kosten pro Stück gehen zurück

Anders als beim proportionalen Kostenverlauf können sich die variablen Kosten in Relation zur Herstellungsmenge auch abweichend darstellen. Wenn die Kosten sinken, dann spricht man von einem degressiven Kostenverlauf.

Ein degressiver Kostenverlauf ist dann gegeben, wenn sich die Stückkosten bei ansteigender Herstellungsmenge geringer werden. Dazu eine kleine Aufstellung:

MengeGesamtkosten (EUR)Kosten (EUR)
10 200 20
20 360 18
30 480 16

Degressiver Kostenverlauf bei variablen Kosten

In der Tabelle geht man im ersten Fall davon aus, dass 10 Stück hergestellt werden. Das Stück verursacht Kosten von insgesamt EUR 20,--. Wenn statt 10 20 Stück produziert werden, erhöhen sich die Gesamtkosten aber nicht auf die erwarteten EUR 400,--, sondern nur noch auf EUR 360,-- wodurch auch die Stückkosten von 20 auf 18 Euro absinken. Das heißt, dass das Produzieren bei der doppelten Stückzahl um zwei Euro pro Stück zurückgeht.

Das kann den Grund haben, dass man genau weiß, welches Rohmaterial und welche Verbrauchsgüter man für die Herstellung benötigt und einen Lieferanten hat, der ab einer bestimmten bestellten Menge einen Rabatt einräumt. Damit sinken automatisch die Stückkosten und ein degressiver Kostenverlauf ist gegeben.

Bei 30 Stück geht der Betrag der Kosten pro Stück sogar noch weiter zurück und diese Kurve kann immer weiter führen, aber es kommt irgendwann zu einer Änderung des Kostentrends, weil man so viel produzieren würde, dass mehr Personal und/oder Maschinen benötigt werden, um die Herstellung überhaupt durchführen zu können. Damit steigen die Fixkosten und die Kosten pro Stück sind dann auch andere und natürlich deutlich höhere als zuvor.

Das ist aber ohnehin klar, bei kleineren Stückzahlen ist der degressive Kostenverlauf hingegen ein großes Thema. Man kann so ermitteln, bei welcher Stückzahl man wirtschaftlich besonders gut aussteigen würde, wobei es vom Produkt und der Nachfrage abhängt. Nur weil man günstiger produzieren könnte, kaufen deshalb die Leute nicht mehr von diesen Produkten.

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Die Kostenrechnung heißt nicht zufälligerweise so, weil es geht um Kosten und in der Ausbildung ist die Herausforderung immer die vielen verschiedenen Begriffe. Man hat es mit Fixkosten zu tun, mit Grenzkosten und mit Mischkosten und vielen weiteren Begriffen.

Bei den Fixkosten oder auch fixe Kosten untergliedert man weiter in Kosten zum genutzten Teil sowie in Leerkosten und Nutzkosten. Neben den Fixkosten gibt es als Alternative die variable Kosten. Weitere wichtige Kostenbegriffe sind die Gesamtkosten und die Stückkosten.

Ein besonderer Fall sind die Mischkosten mit unterschiedlicher Ermittlung. Man kann die Mischkosten buchtechnischmathematisch oder auch planmäßig erfassen.

Zu beachten sind auch die Grenzkosten sowie die proportionale Kosten sowie die Progressive Kosten und die degressive Kosten.

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Kostenrechnung degressiver KostenverlaufArtikel-Thema: Variable Kosten und degressiver Kostenverlauf
Beschreibung: Die variablen Kosten und der degressive Kostenverlauf, bei dem die Stückkosten bei höherer hergestellter Menge sinken.

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