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Marketing Kundenwunsch Bedürfnis

Mangel und Motivation des Menschen

Das Bedürfnis ist eine Mangelerscheinung, die ein Mensch empfindet und die zu den wesentlichen Spielregeln auch für den Markt im Sinne der Volkswirtschaft zählt. Das kann ein Kind sein, das gerne Schokolade essen würde, eine Frau, die sich neue Röcke wünscht oder ein Mann, der die Ausrüstung braucht, um sich erstmals als Maler zu versuchen.

Kundenwunsch und Bedürfnis: was brauchen die Kunden?

Die Liste lässt sich schier endlos fortführen, wobei die Liste der Bedürfnisse, also der Mangelerscheinungen, nicht von sich aus eine Werbefunktion hat, aber durch die Werbung gefördert werden kann. Wenn man Hunger hat, ist das keine Idee der Werbung, sondern ein Konzept der Natur. Dass man gerne diese Schokolade haben möchte, die man eben im Werbespot gesehen hat, ist eine andere Geschichte.

Bedürfnis der Kunden im Marketingsystem

Die Bedürfnisse lassen sich in verschiedene Bereiche untergliedern und je nach Mensch sind sie auch unterschiedlich gewertet. Jeder Mensch muss essen und braucht eine Bleibe zum Schlafen, außerdem braucht es Kleidung - ungeachtet der kulturellen Gepflogenheiten vor Ort. Man spricht von den Grundbedürfnissen, die diese Gruppe zusammenfasst. Weiters gibt es die sozialen Bedürfnisse wie das Zugehörigkeitsgefühl oder auch Zuneigung. Und es gibt das Bedürfnis nach Sicherheit und individuelle Bedürfnisse.

Die Marktforschung wird deshalb sehr häufig eingesetzt, weil man herausfinden will, was die Menschen bewegt und das ist nicht einfach. Denn für den einen ist das Zugehörigkeitsgefühl gar nicht so wichtig, aber er will sich in seiner Wohnung sehr wohlfühlen können, für andere ist es genau umgekehrt, weil sie gerne fortgehen und Geld für Tickets brauchen, um sich Konzerte mit Freunden anschauen zu können.

Auch der Umgang mit den Bedürfnissen ist verschieden möglich. Überblicksmäßig kann man ein Bedürfnis zwar erkennen, aber auch wieder zurückstellen oder überhaupt entsorgen, weil man sich Haus, Auto oder neuen Computer nicht leisten kann. Oder man sucht nach einer Lösung, damit das Bedürfnis befriedigt werden kann.

Marketing und Bedürfnis

Die Volkswirtschaft informiert, dass das Bedürfnis den Wunsch definiert, was man haben will, aber die Nachfrage ergibt die tatsächlichen Umsatzmöglichkeiten aus Sicht der Anbieter. Man wünscht sich mehr, als man sich leisten kann. Manche müssen sich etwas wünschen, weil eine angesehene Kleidung Voraussetzung für den neuen Arbeitsplatz ist, andere wünschen sich lockere Kleidung für daheim als Ergänzung zu den bisherigen Stücken.

Es gibt daher die verschiedensten Zugänge und außerdem die verschiedensten finanziellen Möglichkeiten. Bei einer Schokolade wird man nicht das Geld zum Kriterium machen, bei technischen Geräten schon eher. Und es gibt Zugänge, ob man bekannte Produkte vom Markt verdrängen möchte, um selbst dem Kundenwunsch zu entsprechen oder ob man neue Wünsche provozieren will.

Beispiele

Mit dem iPhone hat Apple ein erstes Mobiltelefon auf den Markt gebracht, das im Vergleich zu den früheren Modellen viel mehr technische Lösungen anbietet. Apple hatte erkannt, dass ein Bedarf nach diesen Geräten besteht und hatte recht damit, wenngleich die erste Version noch gar nicht so viel konnte. In diesem Fall hat man zwar bestehendes Interesse genutzt, aber doch auch zusätzliche Bedürfnisse geschaffen.

Eine andere Idee ist eine Bank, die eine Filiale genau dort eröffnet, wo es schon zwei andere Bankfilialen gibt. Die Idee ist, dass die Leute eine Bank brauchen und dort ohnehin hingegen, weil es zwei Mitbewerber gibt. Hat man attraktive Angebote, braucht man Kunden nicht zu suchen, man muss sie aber überzeugen, dass das eigene Angebot besser ist. Der Bedarf ist geklärt, weil nahezu jeder ein Girokonto hat und entsprechende Dienstleistungen braucht, egal ob arm oder reich.

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Marketing und Volkswirtschaft überschneiden sich in wesentlichen Themen am Markt, vor allem im Sinne des Marktverhaltens. Wer erfolgreich wirtschaften will, muss wissen, ob welches Bedürfnis ein Kunde hat, wobei man das Bedürfnis aber auch wecken kann - etwa durch Werbung. Vom Bedürfnis kommt es zum Wunsch als Auswahl, wie das Bedürfnis gedeckt werden sollte.

Aber damit ist es noch nicht getan, denn es braucht auch das Geld dafür, um den Wunsch erfüllen zu können. Das führt zum Begriff der Kaufkraft und das führt zur Quantität der Nachfrage.

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Marketing und Bedürfnis der KundenArtikel-Thema: Marketing Kundenwunsch Bedürfnis
Beschreibung: Das Bedürfnis der Menschen ist sowohl in der Volkswirtschaft wie auch für das Marketing der Antriebsmotor des Marktes und ein wesentliches Kriterium für Anbieter.

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