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Kaufkraft im Sinne des Marketing

Wünsche, die wirklich erfüllt werden können

Der Mensch hat viele Bedürfnisse - Grundbedürfnisse wie Kleidung, Wohnung und Nahrung und viele weitere individuelle Bedürfnisse von sozialer Sicherheit bis zu einer schönen Wohnung und vielleicht einem Auto oder einer tollen Audioanlage. Der Haken dabei ist, dass die Liste der Wünsche größer ist als die Liste der Geldmittel.

Was ist die Kaufkraft?

Als Kaufkraft wird jene Summe von Bedürfnisse (oder auch Wünsche) bezeichnet, die mit Geld abgedeckt werden kann. Die Summe der Kaufkraft aller am Markt vorzufindenen Haushalte und Unternehmen ergibt eine Größe, durch die man die Dimension des Marktes und die Chancen für Anbieter besser beurteilen kann. Bei der Kaufkraft gibt es eine enge Überschneidung zwischen den Marketingkonzepte und den volkswirtschaftlichen Überlegungen.

Einkommen beeinflusst die Kaufkraft

Wenn man seinen Arbeitsplatz verloren hat und kaum Geld zur Verfügung steht, hat man trotzdem viele Bedürfnisse, aber die Kaufkraft ist deutlich reduziert. Man kann sich schlichtweg viele Dinge nicht leisten, die man sich gerne kaufen würde. Dabei werden jene Bedürfnisse, die nicht absolut notwendig sind, als erste von der Liste gestrichen und man reduziert sich auf jene Produkte und Dienstleistungen, die man unbedingt braucht von der Miete bis zu den Grundnahrungsmitteln.

Hat man mehr Geld zur Verfügung, steigt üblicherweise auch die Kaufkraft. Man kann sich mehr Produkte kaufen und mehr Bedürfnisse oder Wünsche abdecken. Das muss aber auch nicht zwangsläufig so sein, denn man kann auch für eine größere Investition das überschüssige Geld beiseite legen und ansparen. Dann ist es keine Kaufkraft im Sinne des Marktes mehr.

Denn als Kaufkraft zählt die Summe jener Gelder, für die Produkte erworben werden, um Bedürfnisse abzudecken. Dass gespartes Geld später zur Kaufkraft wird, um ein Auto, eine Wohnung oder ein Gartengrundstück zu erwerben, ist natürlich auch klar, aber zum Zeitpunkt der Marktbeobachtung stellt gespartes Geld keine Kaufkraft dar.

Marketing und Kaufkraft

Man muss verschiedene Marktsituationen berücksichtigen. Wenn die Leute kein Geld haben, die Löhne und Gehälter immer geringer werden und damit der Umsatz der Anbieter sinkt, sind die Möglichkeiten begrenzt. Egal wie viel Werbung man auch schaltet, die Leute haben einfach nicht genug Geld, um mehr einkaufen zu können. Es gibt aber auch das Szenario, dass die Leute lieber sparen, als das Geld auszugeben. Dann kann man mit Marketing durchaus ein paar Möglichkeiten ausprobieren, um die Kaufkraft zu erhöhen, ergo die Leute zum Einkaufen zu bewegen.

Eine Möglichkeit erlebt man fast täglich durch Sonderangebote im Lebensmittelhandel. Die Supermarktketten überschlagen sich geradezu mit Preisnachlässe für bestimmte Produkte mit der Idee, wenn die Leute wegen der Sonderangebote in das Geschäft (die Filiale) kommen, kaufen sie auch Produkte, die nicht günstiger angeboten werden. Das mag punktuell funktionieren, aber viele Leute gehen in das Geschäft, kaufen die günstige Ware und sind wieder verschwunden, womit der Plan dann nicht aufgeht.

Die Kaufkraft ist aber auch eine Orientierung. Wenn man weiß, dass in der Branche X bei den Produkten Y großes Interesse besteht und es gibt genug Leute mit genug Geld, hat man eine gute Ausgangsbasis. Das gilt es zu erheben, wobei der Haken natürlich darin zu sehen ist, dass diese Erkenntnisse die Konkurrenz auch gewinnt und damit muss man sich mit Mitbewerbern herumschlagen.

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Marketing und Volkswirtschaft überschneiden sich in wesentlichen Themen am Markt, vor allem im Sinne des Marktverhaltens. Wer erfolgreich wirtschaften will, muss wissen, ob welches Bedürfnis ein Kunde hat, wobei man das Bedürfnis aber auch wecken kann - etwa durch Werbung. Vom Bedürfnis kommt es zum Wunsch als Auswahl, wie das Bedürfnis gedeckt werden sollte.

Aber damit ist es noch nicht getan, denn es braucht auch das Geld dafür, um den Wunsch erfüllen zu können. Das führt zum Begriff der Kaufkraft und das führt zur Quantität der Nachfrage.

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Marketing und Kaufkraft am MarktArtikel-Thema: Kaufkraft im Sinne des Marketing
Beschreibung: Die 📋 Kaufkraft ist jener Teil der Bedürfnisse, die am Markt durch ✅ Geld befriedigt werden kann und der damit zur Nachfrage führt.

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