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Maximaler Konsum im Marketingsystem

Alter und nicht mehr machbarer Ansatz

Ein klassischer Ansatz bei der Zielsetzung eines Marketingsystems ist jener des maximalen Konsums. Dieser Punkt ist in der Gegenwart kaum realisierbar, weil das Thema veraltet ist, dennoch gibt es die Zielsetzung weiterhin. Die Gesellschaft hat aber einen anderen Weg eingeschlagen.

Marketingziel maximaler Konsum und die Realität

Die Idee hinter dem maximalen Konsum ist die Motivation der Menschen, sich viele Dinge kaufen zu können. Ob es Lebensmittel, ein Auto oder Kleidungsstücke sind, die gekauft werden, spielt dabei nicht so eine wesentliche Rolle. Diese Motivation war in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg sehr stark am Markt zu beobachten.

Psychologisch gesehen war dies auch keine Überraschung: alles war zerstört, niemand hatte Geld und plötzlich begann die Wirtschaft dank Hilfsprogramme zu arbeiten und man konnte sich wieder etwas leisten. Man war nicht reich, aber das Glück kehrte zurück - und zwar in Form von Kundenzufriedenheit. Der Umsatz stieg stark an.

Da die Menschen kaum etwas besaßen, war der Wunsch nach vielen Produkten sehr groß, denn der Bedarf - das Streben nach diesen Dingen - war groß. Der Ansatz des maximalen Konsums greift in einer solchen gesellschaftlichen Situation stark. Ähnlich, wenn auch mit doch einigem Unterschied, war die Situation in der ehemaligen DDR nach dem Mauerfall. Man wollte so schnell wie möglich den Wohlstand und die Produktauswahl, wie er in der BRD längst gegeben war.

Maximaler Konsum vs. Sättigung

In der Gegenwart gibt es aber kaum mehr Länder, in denen eine solche Situation vorzufinden ist - sieht man von Kriegszonen auf der Erde ab. Daher ist der Markt oft gesättigt und die Menschen haben einen Schwenk gemacht. Sie wollen nicht möglichst viele Produkte erwerben, sie wollen gute Produkte und der Spruch "weniger ist mehr" wird zur Strategie beim Einkaufen. Statt 20 Produkte ohne Abdeckung des Nutzens möchte man lieber drei Produkte, die dafür die entsprechende Qualität aufweisen.

Ein Beispiel dafür ist auch die Bio-Welle. Bio-Lebensmittel sind teurer, sie werden aber wegen ihrer Qualität immer öfter gekauft. Ein anderes Beispiel sind die Fairtrade-Produkte zugunsten der Menschen armer Länder. Beim ersten Beispiel ist die Umwelt die Kaufmotivation, beim zweiten Beispiel das soziale Gedankengut.

Es ist also die Wertigkeit gestiegen, nicht aber die Quantität. Beim maximalen Konsum trifft man auch auf Thesen der Volkswirtschaft, weil man entscheiden muss, welches Produkt man kauft, da in vielen Haushalten nicht das Geld vorhanden ist, alles zu kaufen, was man gerne möchte. Die Werber wären zwar begeistert, bloß es fehlt am Geld und damit ist das Marketingziel vom maximalen Konsum interessant, aber auch dann nicht realisierbar, wenn das Interesse und die Nachfrage bestehen würden.

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Das Marketing steht nicht still und ändert sich auch stark in seiner Ausrichtung. Dennoch gibt es die vier wesentlichen Ziele als Orientierung für das eigene Marketingsystem. Maximaler Konsum ist das erste der vier Ziele, dem mit maximale Auswahlmaximale Lebensqualität und maximale Zufriedenheit die weiteren Folgen - Ziele als Mehrwert für die Kundinnen und Kunden und damit auch für das Unternehmen, weil glückliche Kunden sind gute Kunden.

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Marketingziel maximaler KonsumArtikel-Thema: Maximaler Konsum im Marketingsystem
Beschreibung: Der 📋 maximale Konsum ist ein Ziel und Ansatz im ✅ Marketingsystem, aber kaum mehr realistisch zu erreichen.

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