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Nachfrage im Marketingsystem

Aktive Befriedigung der Bedürfnisse

Die Nachfrage ist im Sinne der Volkswirtschaft sowie eines Marketingsystems die Summe Geld, die aktiv im Markt umgesetzt wird, um Bedürfnisse zu befriedigen. Es handelt sich dabei um die tatsächliche Kaufkraft, die im Marktsystem gegeben ist und ist der finale Wert in Sachen Kundenwusch, der mit dem Bedürfnis seinen Ausgangspunkt hat.

Was ist die Nachfrage im Marketing?

Am Beginn steht das Bedürfnis, dass man etwas braucht und daraus ergibt sich der Wunsch, etwas erwerben zu wollen. Es folgt die Kaufkraft als weiterer volkswirtschaftlicher Begriff, wie viele der Wünsche man sich leisten kann und zuletzt gibt es die Nachfrage. Der Unterschied zwischen der Kaufkraft und der Nachfrage ist, dass die Kaufkraft die Möglichkeit darstellt, sich Produkte kaufen zu können, die Nachfrage ist die tatsächliche Summe, die am Markt für Produkte oder Dienstleistungen ausgegeben wird. Abhängig von der Region und der Art des Marktes ist die Kaufkraft unterschiedlich hoch, in den Industriestaaten ist sie weit höher als in den ärmeren Regionen der Erde.

Die Kaufkraft selbst besagt aber noch nicht, dass das zur Verfügung stehende Geld auch wirklich ausgegeben wird. So kann es gut sein, dass ein Teil oder sogar ein erheblicher Teil zurückgehalten und gespart wird, weil man ein großes Ziel hat. Die Nachfrage repräsentiert jenes Interesse an Produkte, das tatsächlich am Markt stattfindet und somit kann man hier auch den Begriff des Umsatzes aus Sicht der Unternehmen ansetzen.

Beispiel für die Nachfrage

Wenn jemand abzüglich seiner Fixkosten 1.000 Euro zur Verfügung hat und er kauft um 300 Euro ein, dann ist die Kaufkraft bei 1.000 Euro, denn um diesen Betrag könnte er einkaufen. Die Nachfrage ist hingegen mit 300 Euro deutlich geringer, weil um diesen Betrag hat die Person tatsächlich eingekauft und das ist auch der Umsatz aller Unternehmen, bei denen der Einkauf erfolgt ist. Ob das Lebensmittel waren oder eine neue Festplatte, spielt keine Rolle. Aus Sicht des Marktes fehlen hier 700 Euro, die die Person vielleicht für eine große Investition sparen möchte.

Was bedeutet die Nachfrage für das Marketing?

Je höher die Nachfrage ist, desto stärker verändert sie den bekannten Spruch von "Angebot und Nachfrage", womit der Markt sich in der Phase der Preisfindung befindet. Je stärker die Nachfrage ist, desto größer ist auch das Interesse, als Anbieter aufzutreten. Das ist aber nicht bei jedem Produkt möglich und auch nicht in jeder Sparte, sodass es auch nicht immer die gleiche Marktsituation gibt.

Damit stehen viele individuelle Parameter zur Verfügung, aus der sich der Markt zusammensetzt und die Kundenwünsche sind stets der Motor. Man kann diesen Motor zwar mit Werbung versuchen anzutreiben, aber wenn es gerade eine Wirtschaftskrise gibt, werden die Menschen trotzdem ihre Kaufkraft nicht vollständig ausschöpfen, sondern etwas Geld zurücklegen.

Je stärker die Nachfrage jedoch ist, umso dynamischer entwickelt sich der Markt, selbst dort, wo man schon davon ausgegangen ist, dass er gesättigt sein könnte. Wenn man genug Geld hat, kauft man vielleicht doch etwas teurere Lebensmittel oder man leistet sich mehr Modestücke als man brauchen würde. Man geht vielleicht öfter essen oder auf ein Konzert, das man sich früher nicht hat leisten können.

Aber es hängt auch davon ab, wie die Leute denken. Viele haben Sorgen wegen einer möglichen Wirtschaftsabschwächung und sparen für schlechte Zeiten. Das heißt, sie haben Geld, möchten das aber nicht ausgeben und hier versucht man zu motivieren, doch ein Angebot zu nutzen. Will jemand auf ein konkretes Ziel sparen wie eine Wohnung, ein Auto oder andere typische große Projekte, dann wird man wenig erreichen. Spart eine Person aus der Emotion heraus ohne konkretes Ziel, kann man vielleicht die Nachfrage leicht erhöhen, wenn man das richtige Angebot bietet.

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Marketing und Volkswirtschaft überschneiden sich in wesentlichen Themen am Markt, vor allem im Sinne des Marktverhaltens. Wer erfolgreich wirtschaften will, muss wissen, ob welches Bedürfnis ein Kunde hat, wobei man das Bedürfnis aber auch wecken kann - etwa durch Werbung. Vom Bedürfnis kommt es zum Wunsch als Auswahl, wie das Bedürfnis gedeckt werden sollte.

Aber damit ist es noch nicht getan, denn es braucht auch das Geld dafür, um den Wunsch erfüllen zu können. Das führt zum Begriff der Kaufkraft und das führt zur Quantität der Nachfrage.

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Nachfrage der Kunden im MarketingArtikel-Thema: Nachfrage im Marketingsystem
Beschreibung: Die 📋 Nachfrage am Markt im Sinne des Marketingkonzepts ist jene ✅ Summe an Geld, die tatsächlich durch Einkäufe eingesetzt wird.

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