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Wunsch der Kunden als Auftrag für das Marketing

Form der Befriedigung des Bedürfnisses

Das Bedürfnis ist die Mangelerscheinung, die ein Mensch empfindet, wenn er etwas braucht oder haben will, was zur Zeit nicht zur Verfügung steht. Die Art und Weise, wie dieses Bedürfnis befriedigt wird, ist Ausdruck des Wunsches und damit teilt sich das Verhalten der möglichen Kundinnen und Kunden je nach der Art, wie man sein Bedürfnis abdeckt - soweit das finanziell möglich ist.

Aus der Volkswirtschaft: vom Bedürfnis zum Wunsch

Wenn man von den Grundbedürfnissen ausgeht, dann könnte man als gutes Beispiel die Ernährung bzw. das Stillen des Hungers heranziehen. Von der Südspitze Australiens bis zu den Menschen auf Grönland haben alle irgendwann Hunger. Das heißt, dass das gleiche Grundbedürfnis vorliegt, das den Menschen plagt.

Aber das heißt noch lange nicht, dass die Leute auf Grönland das gleiche essen oder essen können, was in Australien gefragt ist und umgekehrt. Das liegt zum einen an den Möglichkeiten, zum anderen auch an den kulturellen Rahmenbedingungen. Was in Indien mit Genuss verspeist wird, muss in Deutschland noch lange nicht beliebt sein und auch hier gilt es umgekehrt ebenso. Das Bedürfnis ist der Hunger, der durch Nahrung gestillt werden soll, was gegessen wird, bestimmt der Wunsch - natürlich vorausgesetzt, dass man die Möglichkeit hat, den Wunsch zu erfüllen. Leider ist das weltweit gesehen nicht in allen Regionen der Erde der Fall.

Die nächste Ebene beim Wunsch abseits des Bedürfnisses ist der Einfluss von außen. Dass man Hunger hat, ist ein Grundbedürfnis, dass man aber dann nur im Lokal X die Speise Y bestellt, liegt an Tipps von Freunden oder an der Werbung. Das bedeutet, dass das Bedürfnis immer gleich bleibt, aber der Wunsch verändert sich. Hat man früher Bröselnudeln gegessen, so werden solche Rezepte kaum mehr umgesetzt, dafür essen viel mehr Leute Spaghetti, Pizza, Chinesisch oder andere Speisen, die beliebt sind.

Somit erkennt man aufgrund volkswirtschaftlicher Beobachtung, dass der Wunsch Ausdruck ist, wie das Bedürfnis befriedigt wird, kann sich aber in völlig unterschiedliche Richtungen bewegen und wird durch Werbung und Lifestyle, gesellschaftliche Veränderungen und neue Trends manipuliert. Eine Haltelinie ist dabei die Frage, ob man überhaupt das Geld hat. Bei der Milch wird das weniger ein Problem sein, beim Luxusauto sehr wohl schon.

Marketing und der Wunsch

Das Marketing muss die Nachfrage berücksichtigen, wie viel sich die potentiellen Kundinnen und Kunden wirklich leisten können, aber davor muss man verstehen, was die Menschen motiviert und in welche Richtung sie denken. Wenn sie einen schnellen Computer für die Spiele daheim kaufen wollen, wird ein Computer mit mäßiger Ausstattung das Bedürfnis nicht abdecken. Der Wunsch nach Computer wäre zwar gedeckt, das Geld für die Nachfrage ist vorhanden, das Angebot passt aber nicht.

Also muss das Marketing zum einen dies verstehen und zum anderen ein besseres Angebot zusammenstellen. Das gilt für Dienstleistungen genauso wie für Produkte vom Brot bis zum 3D-Drucker, von der Eintrittskarte bis zur Gartenausrüstung.

Der Wunsch ist dabei eine komplexere Ebene als das Bedürfnis. Das Bedürfnis kann man so definieren, dass ein Mensch sich für den Garten eine neue Sitzgruppe wünscht, aber dabei gibt es mittlerweile von der 08/15-Lösung, die sehr günstig ist bis zu fast schon luxuriöse Gartenmöbel viele verschiedene Angebote und dazu unterschiedliche Anbieter und verschiedene Marken. Manche Sitzgruppen sind für vier Personen ausgelegt, bei anderen kann man bis zu 12 Personen unterbringen. Man kann sich im Marketing darauf konzentrieren, sehr große Sitzgruppen anzubieten oder auch sehr teure mit ausgefallenen Materialien oder man bietet massentaugliche Produkte an. Welche am meisten gewünscht werden, teilt die Marktforschung und die eigene Erfahrung mit. Das an sich einfache Beispiel zeigt, wie komplex die Thematik ist, wobei Ebenen wie Werbung, Befragung und Konkurrenzsituation noch gar nicht beurteilt sind.

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Marketing und Volkswirtschaft überschneiden sich in wesentlichen Themen am Markt, vor allem im Sinne des Marktverhaltens. Wer erfolgreich wirtschaften will, muss wissen, ob welches Bedürfnis ein Kunde hat, wobei man das Bedürfnis aber auch wecken kann - etwa durch Werbung. Vom Bedürfnis kommt es zum Wunsch als Auswahl, wie das Bedürfnis gedeckt werden sollte.

Aber damit ist es noch nicht getan, denn es braucht auch das Geld dafür, um den Wunsch erfüllen zu können. Das führt zum Begriff der Kaufkraft und das führt zur Quantität der Nachfrage.

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vom Bedürfnis zum Wunsch im MarketingArtikel-Thema: Wunsch der Kunden als Auftrag für das Marketing
Beschreibung: Der 📋 Wunsch ist der Ausdruck der Befriedigung eines Bedürfnisses im Sinne vom ✅ Marketing und wie die Unternehmen darauf eingehen können.

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