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Betriebsnachfolge Chancen

Gute Möglichkeiten durch bestehendes Unternehmen

Wenn man sich eine Betriebsnachfolge überlegt, steht man vor einem ganzen Katalog an Fragestellungen. Aber das wäre bei einer reinen Unternehmensgründung auch nicht anders und von daher gibt es zwar einige große Unterschiede, aber auch einige Abweichungen, letztlich ist der Aufwand aber der gleiche.

Betriebsnachfolge Chancen: Inhalt

Gute Optionen durch vorhandenes Unternehmen nutzen

Betriebsnachfolge Chancen VorteileZu den Abweichungen zählen auch die Chancen, die sich aus der Betriebsnachfolge ergeben. Diese können natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich sein und es hängt auch davon ab, um welches Unternehmen es sich handelt, das übergeben werden soll, wie groß das Unternehmen ist, in welcher Branche es tätig ist und wie erfolgreich bisher gewirtschaftet wurde.

Im Überblick lässt sich meist sagen, dass der Vorteil einer Betriebsnachfolge gegenüber der reinen Gründung darin besteht, dass man nicht ganz vorne beginnen muss. Handelt es sich um ein Unternehmen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dann stehen Leute zur Verfügung, die den Laden gut kennen und hilfreich sein. Und die Kundinnen und Kunden kennen das Unternehmen auch schon, also muss man nicht das Unternehmen erst vorstellen, wie dies bei einer reinen Unternehmensgründung der Fall wäre.

Außerdem gibt es schon Zahlenmaterial, wie das Geschäft läuft und so lässt sich abschätzen, welchen Erfolg man erwarten kann. Auch dieser Vorteil ist nicht gegeben, wenn man bei Null mit dem Wirtschaften beginnen muss.

Aus diesen Faktoren lassen sich wichtige Chancen herauslesen, die die Betriebsnachfolge bringen können. Diese Chancen können der Impuls sein, sich für diese Form der Unternehmensgründung zu entscheiden, aber man darf nicht vergessen, dass diese Vorteile den Nachteilen als Risiken gegenüberstehen. Erst der Gesamtüberblick wird zeigen, ob sich eine Nachfolge lohnen könnte.

Infrastruktur ist schon vorhanden

Was passiert, wenn man ein neues Unternehmen gründet? Man muss alles erst einmal aufbauen - das Geschäftslokal, die Infrastruktur wie Computeranlage, Kopierer, Büromöbel und vieles mehr. Rechnet man mit einem größeren Umsatz, dann muss man vielleicht auch gleich die richtigen Leute einstellen und damit hat man einen ganzen Katalog an Aktivitäten.

Bestehende Infrastruktur nutzen

Eine der Chancen bei der Betriebsnachfolge ist nun, dass man sich diesen Katalog sparen kann. Denn das Unternehmen gibt es schon, ist überall angemeldet, hat ein Geschäftslokal, das fertig eingerichtet ist und das Personal steht auch zur Verfügung. Die Anlagen funktionieren und man kann sich in sein Büro setzen und zu arbeiten beginnen.

Diese Chance kann man nun natürlich auch verschieden interpretieren. Denn der große Vorteil ist natürlich, dass man sich um den Aufbau nicht kümmern muss und in dem Fall ist es wirklich ein großer Vorteil, wenn man mit dem bestehenden System glücklich sein kann. Hat man aber als Betriebsnachfolger andere Ideen für den gesamen Aufbau, dann sind die Chancen und dann ist der Vorteil auch schon dahin. Daher ist die Chance der fertigen Infrastruktur immer individuell zu sehen. In manchen, vielleicht sogar in den meisten Fällen gewinnt man viel Zeit und Energie, weil man sofort mit den Aktivitäten loslegen kann und die Firma nicht aufbauen muss.

Infrastuktur: Chance und Risiko zugleich

In manchen Fällen ist die Chance keine, weil man zwar Personal, Kundenstock und Netzwerk hat, das Unternehmen selbst aber erst modernisiert werden muss, um wieder zeitgemäß arbeiten zu können. Daher gibt es nicht *die* Betriebsnachfolge und *die* Chancen, sondern die Möglichkeit von Chancen, die mal zutreffen können und mal nicht.

Dazu kommt, dass es die unterschiedlichsten Branchen, die unterschiedlichsten Unternehmensgrößen und viele weitere Faktoren gibt. Ein Unternehmen mit ein paar Mitarbeitern im Dienstleistungssektor stellt ein weit geringeres Risiko dar als ein Industriebetrieb, bei dem das Know-How im Maschinenpark notwendig ist. Denn ob man so schnell Leute finden kann, die die Maschinen gleich gut beherrschen wie die bisherigen, ist nicht gesichert.

Daher ist bei der Bewertung der Infrastruktur notwendig zu wissen, was man machen möchte, wie bisher gearbeitet wird und ob dies übereinstimmt oder ob man es nicht doch ohne Übernahme selbst von Null auf wagt.

Das Personal ist schon da

Wer schon einmal Personal für sein Unternehmen gesucht hat, weiß, was dies heute bedeutet. Wenn man einen Arbeitsplatz ausschreibt, gibt es im besten Fall ein paar hundert, manchmal aber auch ein paar tausend Bewerbungen und die Auswahl wird zum Fulltime-Job, vor allem dann, wenn man ein kleines Unternehmen führt und eine eigene Personalabteilung nicht vorhanden ist.

Vorhandenes Personal nutzbar

Und deshalb kann man es als eine große Chance bei der Betriebsnachfolge ansehen, wenn man sich um diese Fragestellung in vielen Fällen nicht kümmern muss. Denn der Betrieb, den man übernehmen könnte oder auch wollen würde, wird mit dem Personal übernommen und das hat zwei große Vorteile und bringt Chancen.

Der erste Vorteil ist die Tatsache, dass man sich die Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sparen kann. Die Leute sind schon da und sie sind vielleicht sogar schon lange im Unternehmen. Der zweite Vorteil hat mit der Überlegung zu tun, denn man kann von der Erfahrung dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren, die genau wissen, wo es im Unternehmen lang geht, wer was macht wie und warum und auf diese Weise ist das Wissen ein großer Wert für den Beginn der Tätigkeit nach der Übernahme.

Natürlich gibt es auch Betriebsübernahmen, bei denen dieser Faktor keine Rolle spielt, nämlich dann, wenn man ein Einzelunternehmen übernimmt. Auch bei Unternehmen, die von Beginn an umstrukturiert werden müssen, gibt es eher Nachteile als Vorteile. Daher ist die Chance nicht immer gegeben, aber oftmals ist es von großem Vorteil, dass man ein fertig eingeschultes Personal sein eigen nennt, auf das man sich verlassen kann und das am Beginn eine große Hilfestellung darstellt.

Personal, Notwendigkeiten und eigenes Wissen

Die Überlegungen gehen noch ein gutes Stück weiter, denn das Personal hat praktische Erfahrung unabhängig von der Branche. Diese Erfahrung hat man selbst vielleicht gar nicht und fängt neu an. Dann ist es umso wichtiger, dass man sich auf Leute verlassen kann, die wissen, was zu tun ist - etwa Techniker bei Maschinen, Planer für den Fuhrpark oder auch Leute in einer Redaktion, die die Abläufe genau kennen und schnell erfassen, wenn es wo zwickt.

Blöd wird die Sache, wenn das Personal mit dem neuen Chef nicht kann, aber das ist ein Argument, das man schnell ausräumen kann, weil letztlich geht es auch um den eigenen Arbeitsplatz, den man nicht verlieren will und häufig wird das Argument einfach so in den Raum geworfen und ist in der Praxis kaum ein Thema.

Übergeber: vom Vorbesitzer lernen

Die meisten Betriebsübergeber sind nicht so unterwegs, dass sie drei Sekunden nach erfolgter Übergabe das Unternehmen vergessen haben. Viele haben ihr Unternehmen in Jahrzehnten aufgebaut und wollen gerne, dass es weiter erfolgreich läuft und sind daran interessiert, was aus ihrem "Baby" wurde.

Übergeber und Betriebsübergabe

Damit das auch gelingen kann, braucht es zwei Dinge: einen Betriebsnachfolger, der genau das gleiche Interesse hat und das Wissen, dass der Betriebsübergeber, also der Vorbesitzer des Betriebes, aufgebaut hatte. Und daher kann man von diesem Menschen viel mehr lernen als von allgemein gehaltenen Ratschlägen und Büchern.

Denn der Vorbesitzer weiß ganz genau, worauf zu achten ist, wo die Stärken und wo die Schwächen des Unternehmens liegen. Verstehen sich Betriebsnachfolger und Betriebsübergeber sehr gut, ist das die größte Chance, die man bei dieser Form der Unternehmensgründung als junger Mensch überhaupt haben kann. Denn jahrzehntelang wurde oft Erfahrung gesammelt und die ist meist im Kopf gespeichert und nicht dokumentiert.

Der Umgang mit bestimmten Lieferanten, kleine Tipps zum Umgang mit dem Personal oder auch bekannte Schwachstellen im Unternehmen und wie man sie lösen kann, sind nur ein paar Gedanken, wie Wissen hilfreich sein kann. Dabei kommt es auch zu der Situation, dass der Betriebsnachfolger eine gute Idee hat, wie man das eine oder andere lösen kann, die dem Vorbesitzer noch nicht in den Sinn gekommen war und das gefällt beiden - der neue hat einen Ansatz zur Verbesserung und der "alte" sieht, dass es mit seinem Betrieb erfolgreich weitergeht.

Das wäre überhaupt die beste win-win-Situation und diese gibt es öfter, als man meint. Gerade bei langjährigen Unternehmen ist das Interesse der Übergeber groß, dass das Unternehmen erhalten bleibt und weiter erfolgreich läuft und dementsprechend hoch ist auch die Motivation, beim Start zu helfen und das ist die größte Chance in der Betriebsnachfolge.

Der Unternehmer ist neu, hat aber schon Kunden

Der wohl größte Unterschied zwischen einer neuen Unternehmensgründung und einer Betriebsübernahme besteht darin, dass das Unternehmen, das man neu gründet, unbekannt ist. Das Unternehmen, das man übernimmt, kennen die Leute hingegen schon und es gibt ein Netzwerk bestehend aus Partnern und Kunden.

Unternehmen hat schon Kunden

Denn in zweiterem Fall gibt es normalerweise einen Kundenstock und auf den kann man aufbauen. Und das kann vor allem in den ersten Monaten nach der Betriebsübernahme sehr wichtig sein, weil man Laufkundschaft bereits begrüßen kann und mit dem Umsatz kann man auch fix rechnen. Ob diese Kundenlandschaft ausreicht, um seine wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, ist eine andere Geschichte und hängt auch davon ab, in welcher Branche man tätig ist, wie erfolgreich das Unternehmen bisher war und welche Pläne man hat.

Dass es die Kunden schon gibt, ist daher eine große Chance, weil damit auch Geld hereingespielt wird, während beim ganz neuen Unternehmen es schwierig ist, die ersten Kunden zu bekommen und selbst wenn dies gelingt, reicht die Auslastung meist nicht aus, um die Kosten zu decken. Das weiß man bei der Unternehmensgründung natürlich, dennoch wäre es viel leichter, wenn man auch schon einen Kundenstock zur Verfügung hätte. Außerdem haben die Kundinnen und Kunden oft positive Erfahrungen gemacht und kein Interesse, dass das Unternehmen zusperrt. Man muss aber auch deren Interessen berücksichtigen und darf sie nicht enttäuschen.

Die Chance sollte man daher nutzen und die bestehenden Kundinnen und Kunden möglichst zufriedenstellen, damit sie auch erhalten bleiben. Vielleicht kann man sie dann auch dazu motivieren, das Unternehmen noch weiter zu empfehlen, wodurch sich die Kundenstruktur noch erweitert.

Analyse der Kunden

Bei der Analyse eines Unternehmens, das einen Nachfolger sucht, ist die Kundenstruktur abhängig vom Geschäftsbereich auf jeden Fall eine wichtige Größe. Dabei ist aber zu beachten, dass die Chance nur dann eine große ist, wenn man es mit zufriedenen Kundinnen und Kunden zu tun hat. Lässt sich etwa ablesen, dass immer mehr zur Konkurrenz abwandern, dann ist das auch eine Chance, weil man den Bedarf an Änderungen erkennt, aber nicht die gleiche Situation wie bei Leuten, die gerne weiter hier einkaufen würden.

Auswertung der Unternehmensdaten aus der Statistik

Und noch einen Unterschied neben Kundenstock und Personal gibt es beim Unternehmen, das übergeben werden soll: da es schon existiert, vielleicht sogar schon viele Jahre, gibt es ein entsprechendes Zahlenmaterial und damit auch eine gute Grundlage, die bisherigen Werte zu hinterfragen.

Statistik und Betriebsübernahme

Diese Statistik ist sehr hilfreich und eine Chance bei der Planung, weil man ablesen kann, mit welchen Umsätzen und Gewinnen operiert wurde und wie die Zahlen eingebrochen sind, wenn es einmal nicht gut lief und wie sehr die Zahlen angestiegen sind, wenn es eine wirtschaftliche Hochphase gab. Davon lässt sich ableiten, wie viel Erfolg mit dem Unternehmen überhaupt möglich ist.

Und das ist eine große Chance und ein ebenso großer Vorteil gegenüber einem komplett neu gegründeten Unternehmen, bei dem man zwar gute Pläne haben kann, aber welcher Erfolg möglich sein wird, weiß man einfach nicht. Bei Unternehmen auf Basis bekannter Projekte kann man sich zwar auch die Möglichkeiten ausrechnen, eine Sicherheit gibt es aber nicht.

Beim bestehenden Unternehmen gibt es die Sicherheit, denn die Zahlen sind schwarz auf weiß lesbar, da ja die Buchhaltung geführt werden musste und man Bilanz oder bei kleinen Unternehmen die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung lesen kann. Somit kann verfolgt werden, wie sich der Betrieb entwickelt hat und es ist auch eine Analyse möglich, warum es sich in die eine oder andere Richtung entwickelt haben könnte. Dort gilt es dann anzusetzen, soweit die Optionen dafür bereitstehen.

Ein großes Problem bei der Unternehmensgründung ist der Blindflug, weil man nicht weiß, wie es wirklich laufen wird. Man kann noch so hart arbeiten, sich noch so bemühen - manchmal läuft es fast wie von selbst und manchmal will sich der Erfolg einfach nicht einstellen. Die Chance bei der Betriebsnachfolge ist schlichtweg, dass man die Unsicherheit nicht hat, die Fakten sind klar und bekannt.

Unternehmensdaten als Chance

Gerade die Zahlen sprechen eine klare Sprache, denn man kann ablesen, wie hoch der Umsatz sein kann, wie es in der Bilanz aussieht und man kann die Bilanzen vergleichen und Trends ablesen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, welche Vorstellungen man selbst hat, denn ein Plan sollte schon zur Verfügung stehen, was man für Ansätze hat, wie viel Geld erwirtschaftet werden sollte und ähnliches mehr. Diese Vorstellungen können mit den Unternehmensdaten verglichen werden und so fällt die Entscheidung für oder gegen eine Übernahme schon ein Stück leichter.

Hat man mit der Branche noch nicht viel Erfahrung, ist die Chance umso größer, weil man erkennen kann, was drin ist und ob man realistische Pläne hat.

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