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Börsenhandel Open Order

Direkter Auftrag ist noch offen

Im Laufe eines Handelstages an der Börse werden verschiedenste Aktivitäten gesetzt. Es wird verkauft, gekauft, beobachtet und gehandelt. Von den ersten Minuten nach Börsenbeginn bis zum Ende des Börsentages werden Börsenaufträge, englisch Order bezeichnet, erteilt, damit Wertpapiere, Optionen oder auch Devisen gekauft oder verkauft werden können.

Was ist ein Open Order?

Börse Order Open OrderDabei kommt es aber nicht immer gleich zum Abschluss einer Handlung und so entstehen offene Börsengeschäfte, also solche, bei denen ein direkter Auftrag zum Kauf oder Verkauf erteilt wurde, der aber noch nicht abgeschlossen ist. Solche noch offenen Börsenaufträge werden aus dem englischen übertragen als Open Order bezeichnet.

Dabei handelt es sich manchmal um Aufträge, die erst abgearbeitet werden müssen, viele der Open Orders sind aber solche, die terminlich festgelegt wurden. Das bedeutet, dass zwar der Auftrag zum Handel erteilt wurde, aber der betreffende Termin noch nicht erreicht ist, weshalb noch kein Abschluss möglich war. Somit kann man schon ein wenig abschätzen, wie sich der Kurs verhalten wird, wenn die Aufträge, die man nun kennt, abgearbeitet wurden.

Die Anzahl der Open Order lässt daher Rückschlüsse auf das gesamte Handelsvolumen zu und ist speziell dann von Interesse, wenn die Sachlage nicht ganz eindeutig ist. Man ist sich unschlüssig, ob der Kurs steigen oder fallen wird, es gibt verschiedene Anzeichen und dann auch noch viele offene Aufträge. Wobei eine hohe Zahl von offener Aufträge darauf hindeutet, dass einiges los ist. Das Gegenteil wäre eine geringe Handelstätigkeit, wobei der Kurs dann keine großen Sprünge machen würde.

Bedeutung der Open Order an der Börse

Die Bezeichnung Open Order hilft bei der Übersicht an der Börse, welche Aufträge noch abzuarbeiten sind und welche bereits abgeschlossen wurden. Wenn es zum Beispiel im Zusammenhang mit einem bestimmten Rohstoff bei Optionen oder bei einer Aktie an der regulären Börse viele offene Aufträge gibt, kann man leichter abschätzen, wie sich der Kurs verhalten wird, wenn diese auch berücksichtigt wurden. Man hat dann weniger Überraschungen auf Lager, was die Kursveränderungen betrifft, muss aber natürlich auch diese offenen Aufträge kontrollieren und in die Entscheidungen einbeziehen.

An manchen Handelstagen kann die Zahl der offenen Börsenaufträge ein durchaus beeindruckendes Volumen umfassen, sodass sie eine wichtige Information für die eigenen Strategien darstellen könnten. Aber auch dann gilt, dass die Idee andere Anlegerinnen und Anleger auch haben können und die Frage ist daher, ob nicht überreagiert wird. Es hängt auch davon ab, worum es bei dem Finanzprodukt eigentlich geht.

Wenn bei einer Aktie nach einer Pressemeldung besonders viele Aktivitäten erkennbar werden, aber einige davon noch nicht umgesetzt sind, ist das keine große Überraschung. Wenn man hingegen keine Neuigkeiten erfahren hat, aber die Aktien der Fluglinien weisen auf breiter Front auf einmal sehr viele offene Aufträge auf, dann ist das zumindest ein Grund, sich Gedanken darüber zu machen, wenn man selbst in diesem Bereich angelegt hat oder dies geplant hat.

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