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Vermeidung kognitiver Dissonanz im Team

Kognitive Dissonanz: negatives Gefühl, das unterdrückt wird

Die Gruppenarbeit hat positive Effekte durch die Zusammenarbeit und das bessere Kennenlernen von Leuten, die davor weniger miteinander kommuniziert haben. Sie kann neue Lösungen hervorbringen oder bekannte Probleme besser erörtern und es gibt vielleicht sogar hohe Motivation und bald erste Ergebnisse.

Was ist die kognitive Dissonanz?

Aber es gibt auch Gruppenphänomene, die nicht so positiv sind, wobei hier nicht der Kampf von Mitgliedern untereinander gemeint sein muss, es gibt auch andere Szenarien und dazu gehört auch das Thema der kognitiven Dissonanz. Als kognitive Dissonanz wird das Gefühl verstanden, dass es ein Ergebnis in einer Situation gibt, mit dem man nicht glücklich ist. Auf eine Gruppenarbeit bezogen kann dies eine Entscheidung der Gruppe sein, mit der man nicht wirklich zufrieden ist oder zumindest vom Bauchgefühl her weiß, dass man eine andere Entscheidung treffen sollte oder noch weiterarbeiten muss, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Das Gruppenphänomen ist dabei aber nicht das Gefühl selbst, sondern die Reaktion. Denn sowohl ganze Gruppen als auch Mitglieder von Teams neigen dazu, dieses Gefühl auszuschließen und stillschweigend das Ergebnis mitzutragen, obwohl man eigentlich nicht dahinter stehen kann oder will oder vielleicht sogar eine bessere Lösung parat hätte.

Man spricht daher von der Vermeidung kognitiver Dissonanzen, also der Unterdrückung möglicher Auseinandersetzungen, weil es in der Gruppe gut läuft, weil die Gruppenarbeit Spaß macht und man Sorge um das Klima hat oder auch weil man endlich fertig werden will und eine Entscheidung am Tisch liegt und keine Lust besteht, den Prozess noch länger auszudehnen. Es gibt also verschiedene Motivationen, warum man sein Unwohlbefinden nicht ausdrückt, das aber hilfreich sein kann, um eine noch bessere Lösung zu finden.

Auch die persönliche Situation kann dabei eine Rolle spielen, weil man den Gruppenleiter nicht hinterfragen will oder Angst hat, dass er dies so empfinden könnte. Solange die Entscheidung noch nicht steht, gibt es das Problem nicht, aber manchmal kommt es zu Situationen, in denen die Lösung viel schneller fertiggestellt ist, als man selbst angenommen hatte und damit hat man den Zeitpunkt verpasst, seine Bedenken zu äußern. Da die Lösung nun steht, möchte man sie auch nicht gefährden und hält sich mit den Bedenken zurück.

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Viele Aufgaben werden im Unternehmen oder jeder anderen Organisation solo erledigt, aber es gibt größere Aufgaben oder neue Projekte, die in der Gruppe besser aufgehoben sind. Eine Gruppenarbeit braucht aber gewisse Voraussetzungen als Garantie für ein Gelingen. Ein analytisches Denken sowie die fachliche Kompetenz sind zwei der wichtigen Parameter, die erfüllt sein müssen. Es braucht also gewisse Qualifikationen für eine sinnvolle Mitarbeit in der Gruppe, ebenso wie die Motivation mitwirken zu wollen und die soziale Kompetenz.

Es kommt aber in der Gruppenarbeit immer wieder zu Gruppenphänomene, die wenig erwünscht sind. Der Gruppendruck und das Gruppenwesen sowie Gruppendenken werden dann oft genannt. Die Einzelmeinung geht unter, die Gruppe gibt den Takt vor, auch wenn man sonst anderer Meinung wäre. Es kann auch zur Übermotivation Einzelner kommen, die sonst vielleicht nicht gehört werden und manchmal auch zu Vielredner oder schlichtweg nervige Gruppenmitglieder werden.

Weitere Gruppenphänomene entstehen bei der Kommunikation, wenn manche Mitglieder mehr Info bekommen als andere. Die Aufteilung der Arbeitsauftrage und Kompetenzen kann zu einer sehr guten Arbeitsteilung führen, aber auch zu Reibereien in der Gruppe. Die kognitive Dissonanz ist ein Phänomen, bei dem man mit dem Ergebnis nicht glücklich ist. Ein anderer Prozess entsteht, wenn die Gruppe sich sehr stark fühlt und mehr wagt als geplant war, man spricht dann vom Risikoschub in der Gruppenarbeit.

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kognitive Dissonanz in der GruppenarbeitArtikel-Thema: Vermeidung kognitiver Dissonanz im Team
Beschreibung: Die 🏢 kognitive Dissonanz ist das Gefühl einer falschen Lösung, das aber in der ✅ Gruppenarbeit häufig unterdrückt wird und die Gruppenarbeit gefährdet.

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