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Kommunikationsprobleme bei Gruppenarbeiten

Informationen werden nicht angenommen

Eine Arbeitsgruppe bildet sich aus einem bestimmten Interesse heraus, sei es, um sich abzustimmen, sei es, um die Zusammenarbeit zu verbessern oder um bestimmte Verbesserungen im Unternehmen oder der Organisation herbeizuführen. Dabei sind Informationen die Grundlage für den Ausgangspunkt, aber auch für die einzelnen Phasen der Gruppenarbeit.

Ignorieren von wichtigen Fakten

Diese Informationen müssen nicht jedem Mitglied zur Verfügung stehen und daher gibt es bestimmte Leute, die sie vorweisen können, um sie der Gruppe und damit allen Mitgliedern anschaulich zu präsentieren. Mit diesen Fakten kann dann weitergearbeitet werden. Das klingt logisch, ist aber emotional gesehen nicht immer so, denn hier greift häufig ein Gruppenphänomen, das man als begrenzte Informationsaufnahme bezeichnen kann.

Dabei trägt jemand die wichtigen Fakten vor, aber sie werden schlichtweg ignoriert - aus verschiedener Motivation heraus. Eine Möglichkeit ist ein Machtkampf in der Gruppe, weil jemand sich nach vorne spielen will und die vorgetragen Informationen dazu nicht hilfreich sind. Ein anderer Grund kann sein, dass die Person, die die Informationen zur Verfügung stellen kann - man kann auch von der Informationsinhaberin oder dem Informationsinhaber sprechen - eine ruhige und/oder unsichere Person ist und daher die Informationen nicht mit dem Gewicht präsentiert werden, wie es nötig wäre, um die Wichtigkeit der Kernaussagen zu dokumentieren.

Die Situation der begrenzten Informationsaufnahme ist vor allem in Gruppen möglich, bei denen die Hierarchie und der Status der einzelnen Mitglieder eine Rolle spielt. Wenn die Personen selbst im Mittelpunkt stehen und nicht die Aufgabe und/oder das Ziel, dann kann es dazu kommen, dass das Ego einzelner schwerer wiegt als die Faktenlage. Das ist gar nicht ein Unterdrücken der Vortragenden, sondern ein Kampf um generelle Positionen.

Dass man damit den Erfolg der Gruppenarbeit gefährdet, ist klar - allerdings erkennen das die handelnden Personen nicht immer und so kann das Ergebnis selten ein erfolgreiches sein.

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Es kommt aber in der Gruppenarbeit immer wieder zu Gruppenphänomene, die wenig erwünscht sind. Der Gruppendruck und das Gruppenwesen sowie Gruppendenken werden dann oft genannt. Die Einzelmeinung geht unter, die Gruppe gibt den Takt vor, auch wenn man sonst anderer Meinung wäre. Es kann auch zur Übermotivation Einzelner kommen, die sonst vielleicht nicht gehört werden und manchmal auch zu Vielredner oder schlichtweg nervige Gruppenmitglieder werden.

Weitere Gruppenphänomene entstehen bei der Kommunikation, wenn manche Mitglieder mehr Info bekommen als andere. Die Aufteilung der Arbeitsauftrage und Kompetenzen kann zu einer sehr guten Arbeitsteilung führen, aber auch zu Reibereien in der Gruppe. Die kognitive Dissonanz ist ein Phänomen, bei dem man mit dem Ergebnis nicht glücklich ist. Ein anderer Prozess entsteht, wenn die Gruppe sich sehr stark fühlt und mehr wagt als geplant war, man spricht dann vom Risikoschub in der Gruppenarbeit.

Ein Teil der Gruppenarbeit wird als Team beschrieben. Davon leiten sich die positiven Umschreibungen Teamspirit und Teamwork ab. Man arbeitet gut zusammen und es geht auch etwas weiter, man spricht auch von der Teamfähigkeit.

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Kommunikation in der GruppenarbeitArtikel-Thema: Kommunikationsprobleme bei Gruppenarbeiten
Beschreibung: Gruppenarbeiten brauchen wichtige Informationen zum Erreichen des Ziels, aber nicht immer werden diese auch angenommen.

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Wer das letzte Bearbeitungsdatum angeben will oder muss: letztes Datum: 05. 09. 2020