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Gruppenarbeit Aufteilung der Kompetenzen

Status ist wichtiger als Erfolg der Gruppe

Gruppenarbeiten können einen sehr unterschiedlichen Charakter aufweisen. Die eine Arbeitsgruppe ist auf freundschaftlicher Basis entstanden oder die Freundschaften haben sich beim Zusammenarbeiten ergeben und man kann von einem Team sprechen, womit Begriffe wie Teamwork und Teamspirit ihre Berechtigung haben. Bei anderen Arbeitsgruppen ist das übliche System der Hierarchie auch in der Arbeitsgruppe gegeben, womit der Status gewahrt bleibt, also die Position als Führungskraft oder als Schreibkraft bleibt auch in der Gruppenarbeit erhalten.

Machtkampf vs. Effizienz

Gerade bei Gruppenarbeiten, bei denen der Status eine Rolle spielt, kann dies zu einem großen Problem bei der Effektivität werden, wenn es darum geht, bestimmte Aufgaben auf die Mitglieder aufzuteilen. Normalerweise würde man in einem Team jedem die Arbeiten übertragen, die vom fachlichen Können oder vom persönlichen Interesse her am ehesten entsprechen, womit die Motivation hoch ist und man sich darauf verlassen kann, das gute Arbeit geleistet wird.

Wenn aber in einer Gruppe der Status im Vordergrund steht, gibt es ab und zu auch das Phänomen, das als Kompetenzzuschreibung umschrieben wird. Dann nämlich werden die Aufgaben nicht nach Können und Wissen vergeben, sondern nach Status und Position. Was wichtig erscheint, wird der Führungskraft zugeteilt, was nicht so interessant ist, bekommen die anderen. Der Haken dabei ist in zweierlei Hinsicht zu sehen und für die Gruppe selten förderlich.

Einerseits sinkt die Motivation "der anderen" schnell und andererseits sinkt auch die Effektivität, wenn die Führungskraft zwar Aufgaben übernimmt, aber dabei nicht über das Wissen und die praktische Kenntnis verfügt wie das Mitglieder der Gruppe, das täglich mit diesen zu tun hat. Im positiven Fall wendet sich dann die Führungskraft an den Mitarbeiter, womit es zu einer Entschärfung der Situation kommt, aber das passiert auch nicht immer - und zwar deshalb nicht, weil man Angst hat, seine Position zu untergraben, wenn man sich eingestehen muss, dass man doch Hilfe braucht oder dass es ein Fehler war, die Aufgabe zu übernehmen. Delegieren wäre in dieser Situation wohl besser gewesen.

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Viele Aufgaben werden im Unternehmen oder jeder anderen Organisation solo erledigt, aber es gibt größere Aufgaben oder neue Projekte, die in der Gruppe besser aufgehoben sind. Eine Gruppenarbeit braucht aber gewisse Voraussetzungen als Garantie für ein Gelingen. Ein analytisches Denken sowie die fachliche Kompetenz sind zwei der wichtigen Parameter, die erfüllt sein müssen. Es braucht also gewisse Qualifikationen für eine sinnvolle Mitarbeit in der Gruppe, ebenso wie die Motivation mitwirken zu wollen und die soziale Kompetenz.

Es kommt aber in der Gruppenarbeit immer wieder zu Gruppenphänomene, die wenig erwünscht sind. Der Gruppendruck und das Gruppenwesen sowie Gruppendenken werden dann oft genannt. Die Einzelmeinung geht unter, die Gruppe gibt den Takt vor, auch wenn man sonst anderer Meinung wäre. Es kann auch zur Übermotivation Einzelner kommen, die sonst vielleicht nicht gehört werden und manchmal auch zu Vielredner oder schlichtweg nervige Gruppenmitglieder werden.

Weitere Gruppenphänomene entstehen bei der Kommunikation, wenn manche Mitglieder mehr Info bekommen als andere. Die Aufteilung der Arbeitsauftrage und Kompetenzen kann zu einer sehr guten Arbeitsteilung führen, aber auch zu Reibereien in der Gruppe. Die kognitive Dissonanz ist ein Phänomen, bei dem man mit dem Ergebnis nicht glücklich ist. Ein anderer Prozess entsteht, wenn die Gruppe sich sehr stark fühlt und mehr wagt als geplant war, man spricht dann vom Risikoschub in der Gruppenarbeit.

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Infos zum Artikel

Gruppenarbeit Kompetenzen in der GruppeArtikel-Thema: Gruppenarbeit Aufteilung der Kompetenzen
Beschreibung: Bei der Arbeitsaufteilung in Arbeitsgruppen spielt die Position der Teilnehmer häufig eine große Rolle - nicht immer zum Vorteil der Gruppe.

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Wer das letzte Bearbeitungsdatum angeben will oder muss: letztes Datum: 05. 09. 2020