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Übermotivation in der Gruppenarbeit

Übermotivation: über das Ziel hinausschießen

Es gibt viele Menschen, die Sorge haben, wenn sie an einer Gruppenarbeit teilnehmen sollen, weil sie nicht wissen, wie das Projekt laufen wird, was ihre Aufgabe ist oder wie sich die anderen Leute verhalten werden. Einige dieser Leute bleiben reserviert, andere wechseln das Revier und sind auf einmal fast so etwas wie euphorisch - eines der Phänomene, die die Gruppenarbeit mit sich bringen kann.

Zuviel ist auch nicht so gut

Die Folge ist, dass man zu motiviert ist und damit schießt man über das Ziel hinaus. Eine höhere Motivation ist durchaus Teil des Konzepts einer Gruppenarbeit. Man kann sich gegenseitig unterstützen, lernt die Arbeitsweise der anderen besser kennen und kann seine eigenen Arbeitsmethoden hinterfragen. Bei einem guten Team fühlt man sich als volles Mitglied und geht gestärkt aus der Zusammenarbeit hervor. Unsichere, aber auch selbstbewusste Menschen können als Hochgefühl mehr Motivation aus diesen Faktoren schöpfen, als gut für die Gruppenarbeit und für sich selbst ist.

Die Folge ist nämlich, dass das als schwer oder sperrig angenommene Projekt auf einmal völlig einfach und leicht von der Hand geht. Das klingt in erster Linie positiv, aber zu hohe Motivation oder auch Übermotivation führt häufig dazu, dass man den Blick für das Wesentliche außer acht lässt und das bedeutet, dass man die falsche Abbiegung wählen kann. Einfache Lösungen werden nicht wahrgenommen, die Konzentration wird geringer und damit kann es auch passieren, dass die Leute zwar gut drauf sind, das Ergebnis der Gruppenarbeit aber überschaubar bleibt.

Dieses Phänomen von der Übermotivation betrifft manchmal Einzelpersonen, die man ausbremsen kann, wenn es die anderen Mitglieder merken, manchmal ist aber die gesamte Gruppe angesteckt und dann kann es zwar sein, dass die Gruppe viel schneller arbeitet als angenommen, es kann aber auch sein, dass die Ergebnisse auf den ersten Blick zwar gut sind, aber bei genauerer Kontrolle besser sein hätten können. Dieses Phänomen kennt man aber auch aus der Einzelarbeit, wenn man gut gelaunt ans Werk geht und die Konzentration dabei nicht mithalten kann. Manchmal geht alles wie von alleine, aber häufig ist die Qualität dann nicht die beste.

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