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Der Mensch als Gruppenwesen in der Gruppenarbeit

Möglicher Mehrwert für jedes Gruppenmitglied

Die Gruppenarbeit ist keine Erfindung der modernsten Studien, sondern ein Ergebnis einer Entwicklung, die schon früh eingesetzt hat und die auch auf dem Faktor basiert, dass man sich gegenseitig helfen kann und will. Denn der Mensch wird immer wieder in Gruppen entdeckt werden und er schließt sich zu Gruppen zusammen.

Gruppenarbeit: Mehrwert für jeden Teilnehmer

Das beginnt bei den freundschaftlichen Gruppen von Kindern und Jugendlichen, die zu Partys oder ins Kino gehen. Das setzt sich fort durch Gruppen, die die Menschen im erwachsenen Alter bilden wie Männergruppen oder Frauengruppen, wie Selbsthilfegruppen, Aktionsgruppen, politische Gruppen, auch Interessensgemeinschaften wie Vereine, Sportklubs oder auch Bürgerinitiativen. Zusammen will man sich unterhalten oder mehr erreichen.

Aus diesem Verhalten, sich zusammen einem Ziel zu widmen, entstand bald die Idee, dies auf wirtschaftlicher Ebene genauso umzusetzen, sei es der Lehrherr mit dem Lehrling oder eine Diskussionsgruppe in einem Unternehmen oder ähnliche Formen, die gebildet werden, um sich gegenseitig zu unterstützen oder durch die Kommunikation Ideen auszuarbeiten oder zu verbessern. Die Menschen sind es also durchaus gewohnt, in der Gruppe zu agieren, auch wenn sich viele unwohl fühlen, wenn sie dies im Auftrag ihres Vorgesetzten durchführen sollen, weil hier die Situation eine andere ist als wenn man mit seinen Freunden den neuesten Kinofilm schauen geht.

Trotzdem hat sich die Gruppenarbeit durchgesetzt und viele fühlen sich dabei sehr wohl, weil sie gelernt haben, dass man dabei schneller weiterkommen kann. Die große Sorge mancher war und ist, dass man sein Wissen preisgibt und seine Position schwächen könnte und wenn die meisten Mitglieder in der Gruppe so denken und fühlen, kann die Zusammenarbeit zum Problem werden. In Wahrheit kann man sich gut gegenseitig unterstützen und das passiert in der Freizeit oder in der Selbsthilfegruppe ebenso.

In diesem Sinne wurden viele verschiedene Formen gebildet, wie Gruppenarbeit im Berufsleben aussehen kann. Die Palette reicht von ständigen Arbeitsgruppen über vorübergehende bis zu Diskussionsgruppen, Innovationsteams, Entscheidungsteams oder ähnliche Formen.

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Es kommt aber in der Gruppenarbeit immer wieder zu Gruppenphänomene, die wenig erwünscht sind. Der Gruppendruck und das Gruppenwesen sowie Gruppendenken werden dann oft genannt. Die Einzelmeinung geht unter, die Gruppe gibt den Takt vor, auch wenn man sonst anderer Meinung wäre. Es kann auch zur Übermotivation Einzelner kommen, die sonst vielleicht nicht gehört werden und manchmal auch zu Vielredner oder schlichtweg nervige Gruppenmitglieder werden.

Weitere Gruppenphänomene entstehen bei der Kommunikation, wenn manche Mitglieder mehr Info bekommen als andere. Die Aufteilung der Arbeitsauftrage und Kompetenzen kann zu einer sehr guten Arbeitsteilung führen, aber auch zu Reibereien in der Gruppe. Die kognitive Dissonanz ist ein Phänomen, bei dem man mit dem Ergebnis nicht glücklich ist. Ein anderer Prozess entsteht, wenn die Gruppe sich sehr stark fühlt und mehr wagt als geplant war, man spricht dann vom Risikoschub in der Gruppenarbeit.

Ein Teil der Gruppenarbeit wird als Team beschrieben. Davon leiten sich die positiven Umschreibungen Teamspirit und Teamwork ab. Man arbeitet gut zusammen und es geht auch etwas weiter, man spricht auch von der Teamfähigkeit.

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Infos zum Artikel

Mensch als GruppenwesenArtikel-Thema: Der Mensch als Gruppenwesen in der Gruppenarbeit
Beschreibung: Gruppenarbeit ist auch deshalb gefragt, weil die Menschen sich selbst immer wieder zu Gruppen zusammenfinden (wollen).

Wir werden oft gefragt, ob man die Artikel für Studienarbeiten oder Schularbeiten verwenden darf und die Antwort ist ganz klar ja. Dafür haben wir diese Texte auch erstellt - zur Information und Weiterverwendung. Bitte aber bei Möglichkeit auf diese Seite verweisen.
Wer das letzte Bearbeitungsdatum angeben will oder muss: letztes Datum: 05. 09. 2020