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Personal Leiharbeitnehmer

Umstrittene Form des Personals

Neben der großen Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der externen Partnerfirmen sowie deren Personal gibt es eine weitere Gruppe von Menschen, die zu den Mitarbeitern zu zählen sind - die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, die immer wieder in politischen Diskussionen zum zentralen Thema rund um Personalfragen werden.

Häufig diskutierte Art des Personals

Diese sind wie die Arbeitnehmerähnlichen (Freiberufler, externe Firmen) auch nicht beim Unternehmen angestellt, sondern bei einem Unternehmen, das die Arbeitskräfte zur Verfügung stellt, man spricht von Zeitarbeitsfirmen oder auch Verleiher. Diese erhalten eine Leihgebühr von den anfragenden Unternehmen (Entlehner) und überlassen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemäß Vereinbarung.

Damit hat das Unternehmen zusätzliches Personal, das aber nicht eingestellt wird, dennoch aber dem Weisungsrecht unterliegt. Die Konstruktion sieht so aus:

Zeitarbeitsfirma

Die Zeitarbeitsfirma vermittelt die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und erhält dafür die Leihgebühr. Zwischen der Firma und den Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmern gibt es einen Arbeitsvertrag und das Einkommen (Entgelt) wird von dieser Firma bezahlt.

Unternehmen

Das Unternehmen fordert die Arbeitskräfte an und zahlt dafür die Leihgebühr. Im Gegenzug gibt es die Arbeitsleistung und die Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer sind weisungsgebunden wie auch alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Unternehmen.

Zeitarbeiternehmerinnen und Zeitarbeitnehmer

Diese sind bei der Zeitarbeitsfirma angestellt und erhalten von dort auch ihr Geld, obwohl die Arbeitsleistung ganz wo anders passiert. Dafür gibt es auch den Arbeitsvertrag mit der Zeitarbeitsfirma.

Die Konstruktion ist soweit klar und klar ist auch, dass es die gesetzliche Auflage gibt, dass diese Menschen das gleiche Entgelt (Lohn, Gehalt) beziehen sollen wie die normal eingestellten Leute bei dem Unternehmen. Aber mit Tarifverträgen wird dies immer wieder umgangen, sodass diese Leute oft viel weniger verdienen bei gleicher Arbeitsleistung. Es gibt nicht wenige Personen, vor allem Frauen, die zwei oder gar drei solcher Jobs auf Stundenbasis übernehmen und von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz hetzen, kaum Zeit für die Familie haben und dennoch wenig verdienen. Das passiert deshalb, weil es auch Aufgaben gibt, die in zwei Stunden erledigt sind und dann fährt man zum nächsten Auftraggeber und erledigt die nächste Arbeit.

Viele politische Diskussionen zum Thema

Während die Unternehmen Geld aktiv einsparen, wird das soziale Problem bei den Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer immer größer und zwar sowohl in der Gegenwart aufgrund der teureren Lebenserhaltungskosten als auch in der Zukunft, weil man für die Pension kaum genug Geld zusammenbringen wird.

Während man im Idealfall eine volle Stelle hat und an einem Ort seine Arbeit verrichtet, sind manche Zeitarbeiter mit drei Jobs ausgestattet und hetzen von A nach B und dann nach C, verdienen dadurch aber nicht mehr, eher weniger. Aus Kostengründen ziehen manche Unternehmen diese Form vor, weil sie selbst die Lohnnebenkosten nicht tragen müssen, die Zeitarbeitsfirmen wiederum versuchen ihre Angestellten und Arbeiter beim Entgelt zu drücken, um Gewinne zu erwirtschaften.

Je niedriger aber deren Einkommen ist, desto geringer ist auch die Chance, aus dieser Schleife herauszukommen. Es gibt sehr wohl auch Situationen, in denen Zeitarbeitnehmer so gefallen und fleißig sind, dass die Unternehmen diese anstellen wollen. Das ist dann eine Frage der Vereinbarung und man einigt sich oft direkt, also das Unternehmen und die Zeitarbeitsfirma, sodass man dann doch eine volle Stelle mit allen Rechten vor Ort im Unternehmen vorfindet.

Bleibt man sehr lange in diesem System, kann man für die Pension kaum Beträge zusammenbringen und das ist langfristig ein Problem. In Wirklichkeit geht die Problematik weiter, denn wenn man kaum Geld übrig hat, wird man auch kaum für hohen Umsatz in den Unternehmen sorgen können ergo beim Einkaufen sparen. Volkswirtschaftlich ist das kein gutes Konzept. Voll angestelltes Personal mit entsprechender Entlohnung bringt viel mehr Geld in den Handel und alle anderen wirtschaftlichen Bereiche, auch das ist Thema der Diskussionen.

Artikel-Infos

Personal Personengruppen LeiharbeitnehmerArtikel-Thema:
Personal Leiharbeitnehmer
letztes Datum:
22. 09. 2019

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