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Arbeitslosigkeit Frauen

Entwicklung der Frauen am Arbeitsmarkt

Neben der Unterscheidung der Inländer und Ausländer in der Arbeitslosenstatistik wird auch ausgearbeitet, wie viele Frauen und wie viele Männer aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen sind und diese Zahlen können sich deutlich unterscheiden. Vor allem zeigen sich starke Unterschiede bei den Trends abhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage.

Arbeitslosigkeit: Frauen auf Jobsuche

Wie bei allen anderen Werten wird hier der Vergleich der Frauen, die aktuell arbeitslos gemeldet sind, mit den Zahlen angestellt, die vor genau einem Jahr gemeldet waren. Und starke und erfreulicherweise geringere Arbeitslosigkeit heißt nicht automatisch, dass die Trends bei Frauen und Männer gleich sind - ganz im Gegenteil.

Es fällt auf, dass bei guter Arbeitsmarktlage die Situation bei den Männer schneller entspannt ist als bei den Frauen, wobei das von Branche zu Branche unterschiedlich sein kann, aber immer wieder ist zu beobachten, dass die Arbeitslosigkeit bei den Männern deutlich zurückgeht, während sie bei den Frauen im gleichen Zeitraum sogar leicht steigen kann.

Ist die Wirtschaft in einer schwierigen Gesamtsituation, dann sind die Unterschiede nicht so groß, weil Frauen wie Männer natürlich darunter leiden und die Werte gehen nach oben, also steigt die Arbeitslosigkeit generell. Verbessert sich aber die Lage und am Markt werden wieder Arbeitskräfte gebraucht, dann gibt es je nach Bedarf erhebliche Unterschiede. Die Frauen brauchen viel länger, bis die Zahlen rückläufig werden, die Männer finden schneller eine neue Stelle.

Dabei ist das Thema der Gehaltsunterschied hier nicht greifend, das ist ein eigenes Thema. Es ist einfach aber so, dass die Männer mit wenigen Ausnahmen stets gefragt sind, die Frauen sich aber weiterhin auf einige wenige Berufsgruppen konzentrieren und damit ist die verzögerte Reaktion bei einer Arbeitsmarktentspannung schnell erklärt. Natürlich hat sich viel getan und viele junge Frauen haben erfolgreich einen früher den Männern vorbehaltenen Beruf ergreifen können, doch in großer Zahl ist das noch nicht erfolgt. Die unterschiedlichen Reaktionen in der Arbeitslosenstatistik zeigen dies deutlich.

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In der monatlichen Arbeitslosenstatistik werden die verschiedensten Personengruppen berücksichtigt, um zu erfassen, wie der jeweilige Trend aussieht. Ein Unterschied ist etwa die Entwicklung bei den Frauen zu den Zahlen der Männer oder auch der Vergleich von Inländer zu Ausländer. Im Krisenfall steigt die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern besonders rasch an.

Die Entwicklung bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre wird besonders beachtet, da viele junge Arbeitslose nie gut für die Gesellschaft sind. Große Probleme gibt es oft bei Behinderte und Menschen 50 plus vor allem in Krisenzeiten, da ältere und behinderte Personen schwerer eine neue Stelle finden als andere Menschen. Das führt auch zum Begriff der Langzeitarbeitslosen.

Dazu gibt es spezielle Themen in der Arbeitslosenstatistik. Die Region kann eine Rolle spielen, also etwa der Vergleich der Entwicklung je nach Bundesland und auch die Zahl der Schulungsteilnehmer ist wichtig, da diese Personen zwar auch arbeitslos sind, aber nicht offiziell dazugezählt werden.

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Arbeitslosigkeit FrauenArtikel-Thema: Arbeitslosigkeit Frauen
Beschreibung: Die Frauen als Personengruppe in der Arbeitslosenstatistik und die Unterschiede im Marktverhalten zu Männern vor allem in Krisenzeiten.

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