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Arbeitslosigkeit Inländer

Deutlich einfachere Situation als bei Ausländern

Eine weitere Personengruppe bzw. auch Unterscheidung in der Arbeitslosenstatistik ist jene der Inländer, die sich mit jener der Ausländer analysieren lässt. Sobald die Wirtschaft Probleme bekommt, steigt der Arbeitslosenanteil an ausländischen Menschen viel stärker an als bei den Inländern und in der Arbeitslosenstatistik sieht man das sehr deutlich.

Inländer halten länger den Arbeitsplatz

Arbeitslosigkeit InländerDaher ist die Funktion der Inländer als Zusammenfassung aller jungen und alten Menschen, aller Frauen und Männer, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, nur dann interessant, wenn man den Vergleich zu den Ausländern herstellt. Natürlich ist es auch möglich, den Vergleich zum Vorjahr herzustellen, sodass man feststellen kann, ob im Juni 2011 mehr Österreicherinnen und Österreicher in Österreich arbeitslos waren als im Juni 2010 oder umgekehrt, aber von der gesellschaftlichen Reaktion her ist der Vergleich mit den Ausländern relevanter.

Sobald die Wirtschaft Arbeitskräfte entlassen muss, weil die Auftragslage einfach nicht mehr stimmt, sind gewisse Personengruppen schneller betroffen als andere. Behinderte Menschen zählen dazu, Leute ab 50 Jahre ebenso und natürlich auch die Ausländer. Die Inländer hingegen werden erst in einer zweiten Welle der Krise mit stärkerem Anstieg der Arbeitslosigkeit bedroht.

In der Arbeitslosenstatistik lässt sich das sehr leicht ablesen und der Vergleich zu anderen Personengruppen, aber auch der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt den Trend. Auch die Arbeitslosigkeit bei den Inländern steigt in Krisenzeiten, in Übgergangszeiten aber deutlich geringer als bei den genannten Personengruppen.

Schnellere Erholung nach der Krise

Das Beispiel der Eurokrise als Folge der globalen Finanzkrise zeigte sehr deutlich, wie unterschiedlich die Trends am Arbeitsmarkt verlaufen können. Während es bei den Inländern einen starken Rückgang der Arbeitslosenzahlen gab, blieb die Zahl der Ausländer sehr hoch. Das hat mit der Bildung zu tun, das hat mit der Art der Arbeitsplätze zu tun, die wieder angeboten werden können und bei denen vor allem die Inländer bevorzugt eingesetzt werden. Die Qualifikationen bringen die Ausländern häufig nicht mit und natürlich ist es auch eine gesellschaftliche Tatsache, dass man die Landsleute fördern will und sie vorher auswählt.

Es gibt aber noch einen anderen Faktor und das ist die Bekanntheit. Ein Unternehmen musste seine Mitarbeiter zum Teil kündigen, als die Krise begann und möchte die gleichen Leute aber wieder beschäftigen, wenn die Krise beendet ist. Denn diese kennen die Modalitäten, man kennt sich persönlich auch gut und man war ein gutes Team. Die Kündigung war keine böse Aktion, es fehlten einfach die Aufträge ergo die Einnahmen. Warum sollte man jetzt andere Leute einstellen, wenn man weiß woran man ist, wenn man die bisherigen wieder beschäftigt? Das würde wenig Sinn machen.

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