Sie sind hier: Startseite -> Politik -> Arbeitslosigkeit Region

Arbeitslosigkeit regional oder pro Bundesland

Verschiedene Voraussetzungen für den Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit kann man auf verschiedene Ebenen herunterbrechen. Generell gibt es die landesweite Arbeitslosigkeit, die als Durchschnitt für das gesamte Bundesgebiet gilt, beispielsweise die Arbeitslosenstatistik für Österreich, unabhängig vom Ort, wo man sich gerade aufhält.

Arbeitslosigkeit pro Region: große regionale Schwankungen

Und dann gibt es aber auch die Ebene darunter wie die Bundesländer Österreich, zum Beispiel die Arbeitslosenstatistik für Wien. Generell wird jedes Bundesland mit seinen eigenen Werten in der Gesamtstatistik als eigene Rubrik geführt, genauso wie die Branchen angeführt werden und sich so Trends ablesen lassen.

Denn wenn die Arbeitslosigkeit österreichweit 5,5 Prozent beträgt, heißt das nicht, dass dies von Bregenz bis Wien so sein muss. Es kann durch den Tourismus durchaus passieren, dass in Vorarlberg sogar die Arbeitslosigkeit zurückgegangen ist, während sie in Wien gestiegen ist. Auch das Wetter kann ein Spielverderber sein, sodass die Leute am Bau nicht arbeiten können und dort, wo am meisten gebaut werden sollte, die Baustellen ruhen müssen. Sofort wirkt sich das auf die Arbeitslosigkeit auch aus und diese fällt wiederum regional unterschiedlich auf.

Regionale Unterschiede sind sowohl von den beruflichen Anforderungen, dem wirtschaftlichen Umfeld, aber natürlich auch den Schwerpunkten abhängig. Saisonale Arbeit wie im Tourismus oder im Bau wirken sich dort stärker aus, wo diese Tätigkeiten besonders intensiv gefragt sind. Sobald der Sommer vorbei ist, verlieren die Branchen Zug um Zug Arbeitsplätze, im Wintertourismus geht es wieder stärker aufwärts, während der Bau gänzlich ruhen muss, bis wieder die warmen Monate anbrechen.

Insolvenzen großer Unternehmen, durch die mit einem Schlag viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, sind auch eine Möglichkeit, warum in einem Bundesland ein starker Anstieg hingenommen werden muss, während im Nachbar-Bundesland die Arbeitslosigkeit sogar gesunken sein kann.

Lesen Sie auch

In der monatlichen Arbeitslosenstatistik werden die verschiedensten Personengruppen berücksichtigt, um zu erfassen, wie der jeweilige Trend aussieht. Ein Unterschied ist etwa die Entwicklung bei den Frauen zu den Zahlen der Männer oder auch der Vergleich von Inländer zu Ausländer. Im Krisenfall steigt die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern besonders rasch an.

Die Entwicklung bei den jungen Menschen von 15 bis 24 Jahre wird besonders beachtet, da viele junge Arbeitslose nie gut für die Gesellschaft sind. Große Probleme gibt es oft bei Behinderte und Menschen 50 plus vor allem in Krisenzeiten, da ältere und behinderte Personen schwerer eine neue Stelle finden als andere Menschen. Das führt auch zum Begriff der Langzeitarbeitslosen.

Dazu gibt es spezielle Themen in der Arbeitslosenstatistik. Die Region kann eine Rolle spielen, also etwa der Vergleich der Entwicklung je nach Bundesland und auch die Zahl der Schulungsteilnehmer ist wichtig, da diese Personen zwar auch arbeitslos sind, aber nicht offiziell dazugezählt werden.

Diesen Artikel teilen

Infos zum Artikel

Arbeitslosigkeit regional nach BundeslandArtikel-Thema: Arbeitslosigkeit regional oder pro Bundesland
Beschreibung: Grundlagen über die Regionen bzw. Bundesländer in der Arbeitslosenstatistik und die möglichen Unterschiede bei der Quote.

Wir werden oft gefragt, ob man die Artikel für Studienarbeiten oder Schularbeiten verwenden darf und die Antwort ist ganz klar ja. Dafür haben wir diese Texte auch erstellt - zur Information und Weiterverwendung. Bitte aber bei Möglichkeit auf diese Seite verweisen.
Wer das letzte Bearbeitungsdatum angeben will oder muss: letztes Datum: 28. 08. 2020